Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 1978 Gäste online

Neue Kommentare

tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...
Elisabeth Warken zu Gurre-Lieder in der Elbphilharmonie: Zu wenig Vertrauen in die leisen Töne: Die Kritik zu den Sängern kann ich nicht ganz ve...
Lothar zu „Axolotl Overkill”. Dialektik eines Enfant Terrible: Zugegeben ... ich fand das Buch recht grauenvoll,...
Lena Baal zu La Fura dels Baus: Die ‚Schöpfung’ in der Elbphilharmonie – tonbrillant, aber bildideenschwach: Wieder einige Fragen an den Autor dieser Zeilen, ...

Anzeige

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Bildende Kunst

„Venedig – Stadt der Künstler“

Drucken
(83 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Montag, den 21. November 2016 um 10:50 Uhr
„Venedig – Stadt der Künstler“ 4.1 out of 5 based on 83 votes.
Venedig – Stadt der Künstler. Foto Ulrich Perrey

Es gibt wohl niemanden, der nicht von ihr schwärmt. Venedig, die Stadt der Dichter, die Stadt des Karnevals, die Stadt der Sehnsucht. Und – natürlich – die „Stadt der Künstler“.
Unter diesem Titel rückt das Bucerius Kunst Forum gegenwärtig zum ersten Mal Venedigs künstlerische Inspirationskraft in den Fokus. Zeigt auf, wie der Zauber der Lagunenstadt Maler, Zeichner und Fotografen seit der Renaissance in den Bann zog – von Vittore Carpaccio, Canaletto und Tiepolo, über William Turner, Claude Monet und Wassily Kandinsky, bis hin zu Gegenwartskünstlern, wie Gerhard Richter, Candida Höfer und Thomas Struth.

Einmal durch den Canal Grande gondeln, einmal auf dem Markus Platz Tauben füttern, einmal über die Rialtobrücke spazieren und den Campanile di San Marco besteigen. Venedig ist Pflichtprogramm für die Bildungsbürger dieser Welt. Der morbide Charme, die kulissenhafte Prachtarchitektur und die illustre, 1100 Jahre währende Geschichte als eigenständige Republik und europäische See- und Handelsgroßmacht – all das hat den Mythos der Museumsstadt in den vergangenen fünf Jahrhunderten beflügelt und gefestigt.

Wie gewohnt beginnt der Rundgang durch die Ausstellung im oberen Geschoss des Forums. „Dogen und Venezianer“, „Stadtbild und Fiktion“, „Inszenierung und Parodie“ lauten die ersten drei Kapitel, die aufzeigen, welch zentrale Rolle den Künstlern der Venezianischen Schule zukam, den Ruhm Venedigs zu festigen und in die Welt zu tragen. Vorbei an den von Vittore Carpaccio (um 1465-1525) und Jacopo Tintoretto (1518-1594) gemalten Portraits der Dogen, der gewählten Oberhäupter der „Serenissima Repubblica“ (der durchlauchtigsten Republik), führt der Weg zu den großartigen Veduten, die hier im Zentrum stehen. Während im 18. Jahrhundert die Wirtschaft Venedigs bergab ging, erlebten die Stadtansichten von Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto (1697-1768), Bernardo Bellotto, gen. Canaletto (1721-1780), Francesco Guardi (1712-1793) oder Michele Marieschi (1710-1744) ihre Blütezeit. Die detailverliebten Gemälde vom Markusplatz, dem Dogenpalast oder dem illustren Treiben auf dem Canal Grande machten Venedig in ganz Europa bekannt. Aber auch die Gemälde von Karneval und Maskenbällen, von Gauklern und Spielern trugen geschickt zur glanzvollen Selbstinszenierung Venedigs als einer Stadt der Verführung und des Vergnügens bei. Ganz so, wie es der deutsche Maler Johann Heinrich Tischbein (1722-1789) in seinen „Glücksspieler im Rialto“ auf die Leinwand gebannt hat.

Im frühen 19. und 20. Jahrhundert lösten dann William Turner (1775-1851) und Claude Monet (1840-1926) Venedig auf zu einem Rausch aus Licht und Farbe. Ob Turners „Sonnenuntergang über der Santa Maria della Salute“ (um 1840), Monets „San Giorgio Maggiore“ (1908), Kandinskys „Rialtobrücke“ (1904), John Ruskins morbide Daguerreotypien oder die glasklaren, leeren Prachträume von Candida Höfer – es sind wirklich alles Meisterwerke, die hier aus den großen Museen von Venedig, Paris, London, Amsterdam, Frankfurt oder München zusammengetragen wurden. Unglaublich schöne und intensive Bilder, die diese Ausstellung zu einem einzigen Fest des Sehens machen.

Das andere Venedig, die traurige Wahrheit hinter der Traumkulisse – das zeigt ein sehr gut gemachter kleiner Film im Medienraum im ersten Stock. Wer die Ausstellung besucht, sollte diese fünfzehnminütige Dokumentation nicht versäumen.

„Venedig – Stadt der Künstler“
Zu sehen bis 15.1. 2017 im Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, 20095 Hamburg.
www.buceriuskunstforum.de

YouTube-Videos:
Venedig. Stadt der Künstler (Bucerius Kunst Forum)
Venedig. Stadt der Künstler | Gespräch mit Kathrin Baumstark - Bucerius Kunst Forum (museumsfernsehen)


Abbildungsnachweis:
Header: Blick in die Ausstellung Venedig. Stadt der Künstler im Bucerius Kunst Forum, 2016. Foto: Ulrich Perrey
Galerie:
01. Vittore Carpaccio: Der Doge Leonardo Loredan, um 1501-1505
02. Canaletto: Ansicht des Markusbeckens in Venedig, 1735
03. Canaletto: Markusplatz mit Dogenpalast, 1740-1750
04. Pietro Longhi: Unterhaltung zwischen Maskierten, 1750-1760
05. Blick in die Ausstellung Venedig. Stadt der Künstler im Bucerius Kunst Forum, 2016. Foto: Ulrich Perrey
06. William Turner: Venedig, die Seufzerbrücke, 1840
07. Friedrich Nerly: Ansicht von Venedig mit einer Gondel im Vordergrund, um 1860
08. Claude Monet: San Giorgio Maggiore, 1908
09. Blick in die Ausstellung Venedig. Stadt der Künstler im Bucerius Kunst Forum, 2016. Foto: Ulrich Perrey
10. John Ruskin: Venedig, San Marco, Südfassade: Detail und Tetrarchen, um 1850-1852
11. Wassily Kandinsky: Erinnerung an Venedig 4 (Rialtobrücke), 1904
12. Candida Höfer: Teatro La Fenice di Venezia II 2011, 2011

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Blog > Bildende Kunst > „Venedig – Stadt der Künstler“

Mehr auf KulturPort.De

Telemann: Pietsch spielt die Fantasien für die Violine ohne Bass
 Telemann: Pietsch spielt die Fantasien für die Violine ohne Bass



Von der Lebenslust polnischer Spielleute über italienische und französische Anklänge bis zur neuen Musik des empfindsamen Zeitalters reicht der Bogen, den Tel [ ... ]



„The Party”. Apokalypse statt Canapés
 „The Party”. Apokalypse statt Canapés



Sally Potter besitzt ein untrügliches Gespür für die Absurdität menschlichen Leidens. Sie präsentiert „The Party” als hintergründige Farce über den Ve [ ... ]



„Anna Karenina“ – Erfahrungen eines ganzen Menschenlebens
 „Anna Karenina“ – Erfahrungen eines ganzen Menschenlebens



John Neumeiers jüngstes Ballett bei den 43. Ballett-Tagen in Hamburg umjubelt.

Es ist mitunter durchaus von Vorteil, eine Uraufführung zu verpassen. Mit etw [ ... ]



Morten Kargaard Septet: Zealand
 Morten Kargaard Septet: Zealand



Gut Ding will Weile haben, sagt ein deutsches Sprichwort. Von der Idee Morten Kargaards im Jahr 2012 bis zur Fertigstellung des Albums hat es fünf Jahre gedauer [ ... ]



National Ballet of China: Der Ruf der Kraniche und Maos Altlasten
 National Ballet of China: Der Ruf der Kraniche und Maos Altlasten



Mit Ausschnitten aus sechs opulenten neueren Produktionen beeindruckte das National Ballet of China in der Staatsoper Hamburg. Und vier kleine Choreographien pun [ ... ]



Transkulturelle Marmorausstellung „Metamorphic Resonance“ in der Toskana
 Transkulturelle Marmorausstellung „Metamorphic Resonance“ in der Toskana



Sommerzeit – Reisezeit? Auf den Spuren Michelangelos und der „Erschaffung Adams“ muss man nicht unbedingt wandeln. Denn bis zum 31. Juli ist in dem italien [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.