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"Multaka: Treffpunkt Museum" geht nach außergewöhnlichem Erfolg in eine zweite Projektphase

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Freitag, den 29. April 2016 um 10:34 Uhr
Heute hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei einem Besuch im Pergamonmuseum die Arbeit des Museums für Islamische Kunst gewürdigt, die auf Verständigung, kulturelle Bildung und Förderung des gegen-seitigen Respekts in einer heterogenen Gesellschaft zielt. Mit der Überreichung eines Bewilligungsbescheids zur weiteren Finanzierung des Projekts „Multaka“ in Höhe von über 85.000 Euro aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages hat sie diese innovative und beispielhafte Museumspraxis tatkräftig unterstützt, die nun fortgesetzt und erweitert werden kann.

Bei „Multaka: Treffpunkt Museum“ handelt es sich um ein Vermittlungsprojekt, das vom Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Vorderasiatischen Museum und der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst sowie dem Deutschen Historischen Museum (DHM) entwickelt wurde: 19 Geflüchtete Syrer und Iraker sind dafür zu Guides ausgebildet worden, die sich mit anderen Geflüchteten in ihrer Landessprache über die in den Museen ausgestellten Zeugnisse ihrer eigene Kultur austauschen und auch signi-fikante Momente der wechselvollen deutschen Geschichte kennenlernen.

Als innovatives Experiment im Dezember 2015 begonnen, hat "Multaka“ in kürzester Zeit eine sensationelle Resonanz erfahren. Es ist bei den rund 3000 Teilnehmern der Führungen und in der Medienlandschaft auf Begeisterung gestoßen. Weltweite Forschungsanfragen und ein internationales Medienecho von Mexiko und den USA bis in die arabische Welt zeigen die Relevanz, die diesem Projekt zugemessen wird. In der zweiten Projektphase werden nun interkulturelle Workshops angeboten, in denen jetzt auch das deutschsprachige Berliner Publikum einbezogen wird.

Interkulturelle Kompetenzen sollen gestärkt, offene Dialoge ermöglicht und Geflüchtete und Berliner zu Mediatoren ihres je eigenen kulturellen Erbes werden.

Monika Grütters, Kulturstaatsministerin: „Ein Projekt wie „Multaka“ zeigt auf vorbildliche Weise, wie die Integration der Neuankömmlinge unterstützt werden kann. Flüchtlinge als Museumsführer in so unterschiedlichen Einrichtungen wie dem Deutschen Historischen Museum, dem Pergamon- und dem Bode-Museum einzusetzen, heißt auch, die Unterschiede ebenso wie das Verbindende anzuerkennen. Ich freue mich sehr, dass mein Haus „Multaka“ in diesem Jahr mit 85.000 Euro fördert.“

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Allein Bildung und Aufklärung können die vielen Stereotypen aufbrechen, die oftmals einem konfliktfreien Zusammenleben von Menschen unter-schiedlicher Herkunft und Kulturen im Wege stehen. Der Institution Muse-um kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Die Objekte, wie sie in so reicher Zahl im Museum zu finden sind, geben Zeugnis ab von intensiver kultureller Produktivität islamischer Gesellschaften und erzählen nicht selten auch die Geschichte vielfältiger Verflechtungen. Museum ist hier in ganz neuer Form als Ort der Diskussion und der Begegnung verstanden. Ich sehe darin ein zukunftsweisendes Modell.“

Alexander Koch, Präsident des Deutschen Historischen Museums: "Die Aufgabe der Kulturschaffenden ist es auch mitzuhelfen, dass alle Neuangekommenen an dieser Kultur teilhaben und die Möglichkeit erhalten, aktiv an ihr mitzuwirken. Multaka ist eins der Projekte, in denen das in ganz herausragender Weise gelungen ist."

Stefan Weber, Direktor des Islamischen Museums und Initiator des Projekts: „Die Einbettung unserer öffentlichen Kultureinrichtungen in die Biographien von Geflüchteten fördert deren Partizipation an der Gesellschaft. Teilhabe ist die Grundvoraussetzung für Integration. Sie setzt aber auch Verständnis auf beiden Seiten voraus. Daher lädt "Multaka: Treffpunkt Museum" jetzt konkret Geflüchtete und Berliner Publikum in gemeinsamen Workshops dazu ein, neue Strukturen für Verständigung und Akzeptanz aufzubauen. Die Museumsobjekte schaffen dabei eine Reflexionsebene, um Kulturentwicklung als transregionale Migrationsgeschichte zu begreifen und diese mit der eigenen Erfahrung zu verbinden. Der Austausch von Techniken und Materialien, Gedanken und Ideen, Mustern und Moden ist oftmals an Objekt in unseren Museen ablesbar und prägt die Erfahrung der Menschen – egal welcher Herkunft.“

Führungen: jeden Mittwoch und Samstag, 15 Uhr (Teilnahme kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich). Treffpunkt: jeweils die Kassen / Informationen der Museen.

Quelle: Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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