Zum Anfang

Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 1685 Gäste online

Neue Kommentare

Toby Alderweireld zu „Rammstein: Paris”. Neue Deutsche Härte trifft auf Mad Max: Ein so großer, noch dazu dermaßen durchdachter ...
Lena zu Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne: Was Frau Isabelle Hofmann da schreibt, stimmt haa...
Peter Schmidt zu Verleihung der Goldenen Kamera – mit Bruno Ganz und ohne Friede Springer: Ich hatte nicht geahnt, dass ich der Verleihung i...
Bertil und Astrid zu Paolo Conte in der Elbphilharmonie : Genau so war es !! Paolo , die Band und Elphi ! G...
Knörz zu „Silence” – Wo Judas zum Wiederholungstäter wird: Ja, ist denn schon wieder Ostern?...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen Hamburg 2016

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


Film

Pulsierende Metropolen sind denkende Städte

Drucken
(271 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 18. August 2009 um 17:48 Uhr
Pulsierende Metropolen sind denkende Städte 4.8 out of 5 based on 271 votes.
Pulsierende Metropolen sind denkende Städte

In diesem Jahr widmet sich der Fokus beim 17. Filmfest Hamburg dem Thema "Pulsierende Metropolen" und nähert sich dabei differenziert der Frage nach der Zukunft der globalisierten Megastädte.
Mit dem Begriff der pulsierenden Metropole unterstreicht Hamburg sein Potential einer Kreativhochburg und Medienhauptstadt. Künstler, Filmschaffende, Modedesigner, Musiker, Fotografen, Medienfachleute und Werber – sie bilden ein inspirierendes und zukunftsträchtiges Zentrum für Hamburg. Die lebendige Kultur- und Subkulturszene der Stadt bietet ein anregendes Umfeld und vielfältige Chancen für Kulturschaffende aller Genres - heißt es sinngemäß im Marketingdeutsch der Hansestadt.

Multi- und Subkulturen, Szenen und alternative Lebensformen spielen in Metropolen heute eine wichtige Rolle, sie gelten häufig als Gegenkultur zu den etablierten Strukturen und wirken als innovative Schrittbeschleuniger gesellschaftlicher, kreativer sowie kultureller Entwicklungen. Diese entstehen immer dort, wo günstiger Wohn- und Arbeitsraum vorhanden ist, wo ethnische oder soziale Minderheiten leben und sich Viertel bilden, die sich von der Gesellschaft bewusst oder unbewusst abgrenzen. In der Regel sind diese Stadträume multikulturell oder im Umbruch begriffen und mit einem morbiden Charme.

Auf diese Weise entstanden in Hamburg so unterschiedliche Quartiere wie das Schanzen-, das Karo- und das Portugiesenviertel, Ottensen und St. Pauli, die jeweils für eine gewachsene, eigene und unverwechselbare Szene und Subkultur stehen, sich aber auch wieder verändern können. Mit dem Schlagwort „Gentrification“ werden heute diese gewollten und ungewollten Veränderungen definiert. Diese Phänomene sind nicht auf Hamburg begrenzt, sondern lassen sich weltweit auch in anderen Metropolen finden.

Vom Begriff „pulsierend“ leitet sich nicht nur ein dynamisches Element ab, sondern auch der initiatorische „Impuls“, im Sinne einer „denkenden“ Metropole. Gerade diese Impulse gilt es differenziert wahrzunehmen, denn sie suchen ihre Wege an der Front der geistigen Veränderung einer Großstadt.
„Denkende“, pulsierende Metropolen konstituieren sich weltweit auf unterschiedliche Art und Weise, produzieren wichtige innerstädtische Dynamiken und schaffen einen sich verändernden sozialen und kulturellen Raum.

Der diesjährige Schwerpunkt von Filmfest Hamburg fokussiert diese Entwicklungen und Veränderungen und präsentiert Filme, die aus sehr unterschiedlichen Perspektiven urbanes Leben widerspiegeln, erschreckende Realitäten aufzeigen oder in gelassener Weise ihre Protagonisten durch die Stadt treiben lassen.

In Fatih Akins Film „Soul Kitchen“ stehen Familie und Freunde eines Restaurantbesitzers im Vordergrund. Es geht um die Widrigkeiten des Alltags, um Vertrauen, Liebe und Loyalität. Akin betont zwar, dass die Komödie überall spielen könnte und gerade deshalb ein Heimatfilm sei, nichts desto trotz ist er aber eine Liebeserklärung an Hamburg und beschreibt humorvoll Szenepublikum und ambivalente Verhaltensweisen in einem Kiez.

Anfang der 1990er Jahre entwickelte der israelisch-französische Künstler Meir Eshel aka „Absalon“ ein Lebensprojekt für verschiedene Metropolen auf unterschiedlichen Kontinenten: Tokio, Tel Aviv, Paris, Zürich, Frankfurt/M. und New York. Der französische Dokumentarfilmregisseur Céderic Venail versucht der Radikalität des jung verstorbenen Künstlers auf den Grund zu gehen. Vernail lässt Absalon selbst zu Wort kommen, durch ein altes Tondokument einer Vorlesung an der Pariser Kunsthochschule, das er aus dem Off über Filmszenen legt.

Die Werke Absalons erschließen auf komplexe und gleichzeitig unkonventionelle Weise, Räume auf systematische Art. Seine an Architektur erinnernde Modelle und Prototypen sollten ihm als Wohneinheiten dienen, egal, wo er sich auf der Welt aufhielt. Diese kleinen, aus weißem Gipskarton gefertigten und auf das Notwendigste reduzierte Miniaturwohnungen sind zeitkritische Kommentare zur globalen Mobilität und einem gestörten Verhältnis von Intimität und Öffentlichkeit.

 



 

Home > Blog > Film > Pulsierende Metropolen sind denkende Städte

Mehr auf KulturPort.De

Kopf-Hörer 13: Am Anfang war das Wort – Zum Reformationsjubiläum kommt Musik hinzu
 Kopf-Hörer 13: Am Anfang war das Wort – Zum Reformationsjubiläum kommt Musik hinzu



Der 31. Oktober 1517 ist das Bezugsdatum unseres Kopf-Hörers. Auf jenen Tag wird die Reformation festgesetzt, die ganz Europa und die Glaubenswelt veränderte.  [ ... ]



Vom Glotzen & Labern oder Durchbruch durch acedia
 Vom Glotzen & Labern oder Durchbruch durch acedia



„Trägheit, lateinisch acedia, der wir alle unterliegen (…) ein Zustand,
den schon die alten Buddhisten reflektierten,
ob Versenkung und Meditatio [ ... ]



„Salām Syria“ – Weltmusik als Heimat
 „Salām Syria“ – Weltmusik als Heimat



Ja, ich weiß, alle beschweren sich, dass nur noch aus der Elbphilharmonie berichtet wird, alles andere werde vernachlässigt von uns Journalisten etc. [ ... ]



„Rammstein: Paris”. Neue Deutsche Härte trifft auf Mad Max
 „Rammstein: Paris”. Neue Deutsche Härte trifft auf Mad Max



„Rammstein: Paris” ist ein futuristisch anmutendes Gesamtkunstwerk, genial, brutal, laut, kreativ und lustvoll in Szene gesetzt. Am 6. und 7. Mä [ ... ]



Lorelei Dowling: Ein Fagott zum Verlieben
 Lorelei Dowling: Ein Fagott zum Verlieben



Vergessen Sie alles, was Sie bisher vom Fagott gehört haben! Diese CD von Lorelei Dowling zeigt das Instrument, das auch Frank Zappa besonders mochte, in einem  [ ... ]



Musikwoche Hitzacker: Zu sich selbst gefunden
 Musikwoche Hitzacker: Zu sich selbst gefunden



Das Cembalo bringt „Fantasie“ auf den Punkt und entfaltet von dort aus die Vielfalt.

Hitzacker – Manchmal konzentrieren sich Veränderungen  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.