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Bester Nachwuchskünstler im Bereich Neue Medien kommt aus Köln

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Dienstag, den 03. November 2009 um 09:57 Uhr
Oliver Kunkel ist der Gewinner der BM.MEDIALE 2009, dem Medienkunstpreis des Rhein-Erft-Kreises. Bei der Bewertungstagung im MEDIO.RHEIN.ERFT hat die Jury den Gewinner unter 33 Einsendungen ermittelt. Oliver Kunkel ist Student an der Kunsthochschule für Medien in Köln und freut sich über die Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von 6000 Euro.

„Ich habe mich über die gute Nachricht wahnsinnig gefreut, besonders auch über den Mut der Jury, mein durchaus provokatives und kritisierendes Werk zu prämieren und somit Arbeiten dieser Art zu fördern.“

Ausgerichtet wird der biennale Wettbewerb von der BM.CULTURA und dem Rhein-Erft-Kreis, unterstützt von der Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln.

Mit dem Wettbewerb soll dem künstlerischen Nachwuchs auf dem Gebiet der Medienkunst ein vielseitiges Schaffens- und Präsentationsforum geboten werden. Ziel ist die aktive Förderung des Künstlernachwuchses, die Auszeichnung herausragender künstlerischer Leistungen auf dem Gebiet der audiovisuellen Medien und die Etablierung der Kunst mit Neuen Medien im Rhein-Erft-Kreis.

Teilgenommen haben junge Künstlerinnen und Künstler von zwölf verschiedenen Hochschulen aus ganz Deutschland. Neben dem Preisträger wurden von der Jury zwei weitere Teilnehmer für eine Gemeinschaftsausstellung der BM.MEDIALE empfohlen: Arne Strackholder aus Berlin und Luise Schröder aus Leipzig. Diese Künstler erhalten ein Fördergeld von jeweils 500 Euro.

Die Gemeinschaftsausstellung der BM.MEDIALE findet im Rahmen der Kunsttage Rhein-Erft am 28. und 29. August 2010 in der Abtei Brauweiler in Pulheim statt.

„Das eingereichte Werk »Sleeping Beauty Syndrome I“ von Oliver Kunkel hat die Jury auf Grund seiner inhaltlichen und formalen Dichte mit dem Medienkunstpreis ausgezeichnet. Die Elemente der Arbeit stellen Aneignungen aus unterschiedlichen medialen Kontexten dar. Die zentrale skulpturale Form ist einem Mobilfunksendemast nachempfunden; in den Raumecken finden sich vermeintliche Richtsender; eine im Internet zirkulierende Verschwörungstheorie über akustische Beeinflussung der Bevölkerung im öffentlichen Raum durch die britische Thatcher-Regierung wird flüsternd gesprochen, während ein ansteigender Ton eine beklemmende Atmosphäre der Spannung erzeugt, die sich auch nicht durch ein unregelmäßig eingeblendetes synthetisches Lachen auflöst. Auf diese Weise entwickelt Oliver Kunkel aus unterschiedlichen medialen Bereichen angeeignete Inhalte zu einer suggestiven Installation, die zeitgenössische mediale Formen auf spezielle Weise in einem kulturkritischen Kunstwerk reflektiert.“ So Prof. Dr. Stefan Römer, Akademie der Bildenden Künste, München.

Oliver Kunkel wurde 1973 in Frankfurt/Main geboren. Er studierte von 2001 bis 2007 an der Kunsthochschule für Medien in Köln. In den Jahren 2004 bis 2006 war Oliver Kunkel Gaststudent an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse Rosemarie Trockel.
 

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