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Ab 12. Juli heißt es zum ersten Mal in den Radioprogrammen aller neun ARD-Kulturwellen: Willkommen zum ARD Radiofestival 2009. Und das all abendlich in der Regel von 20.05 Uhr bis kurz nach Mitternacht. Den Auftakt bildet die Live-Übertragung des Eröffnungskonzerts des Schleswig-Holstein Musik Festival unter anderem mit Beethovens 9. Sinfonie. Den Schlusspunkt setzt die "Last Night of the Proms" - live aus London am 12. September.

Die Hörerinnen und Hörer aller ARD-Kulturwellen haben neun Wochen lang Gelegenheit, aus einem vielfältigen Musik-Wort-Programmangebot auszuwählen. In der Regel täglich ab 20.05 Uhr erleben die Hörer große Konzert- und Opernabende mit weltberühmten Orchestern, Dirigenten und Solisten. Sie sind außerdem zu Gast bei nationalen und internationalen Musikfestspielen des Festivalsommers 2009. Insgesamt sind 15 Live-Übertragungen geplant - unter anderem von den Bayreuther Festspielen, den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und von der Saisoneröffnung der Berliner Philharmoniker.

Um 22.30 Uhr kommt ein Radio-Klassiker ins Programm: An 61 Abenden ist der Jahrhundertroman "Buddenbrooks" von Thomas Mann zu hören. Gelesen von einer Jahrhundertstimme: Gert Westphal. Ab 23.00 Uhr steht das ARD Radiofestival ganz im Zeichen des Jazz: Historische Jazz-Größen sind ebenso zu hören, wie Radio-Aufnahmen der verschiedenen Big Bands der ARD und Beiträge über die regionalen Jazz-Szenen in Deutschland. In "Echtzeit - Radiodokumente aus 60 deutschen Jahren" nehmen die ARD-Kulturprogramme die Hörer mit auf eine emotionale Zeitreise durch 60 deutsche Jahre: Täglich ab 23.30 Uhr sind bewegende Momente deutsch-deutscher Geschichte in historischen Radioaufnahmen zu erleben. Zum Abschluss eines jeden ARD Radiofestivaltages heißt es "Lauter Lyrik": Kurz nach den 0.00 Uhr-Nachrichten liest die Elite deutscher Schauspieler und Sprecher Gedichte aus dem "Hör-Conrady", dem größten Lyrik-Projekt Deutschlands, das SWR und Radio Bremen für die ARD produziert haben.

"Unsere Hörerinnen und Hörer erhalten mit dieser Mischung zum ersten Mal die Gelegenheit, länderübergreifend die Konzert-höhepunkte des internationalen Festival-Sommers - häufig live - zu verfolgen und mit den 'Buddenbrooks' und der Reihe 'Echtzeit' deutsche Geschichte nachzuerleben", betont Bernhard Hermann, Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission und SWR-Hörfunk-direktor. "In dieser Form ist das gemeinsame ARD Radiofestival für alle Neuland. Wir haben hier unser Engagement für ein attraktives Programm gebündelt, wir sind aber keinesfalls auf dem Weg zu einem bundesweiten Kulturprogramm, sondern bleiben regional verwurzelte Rundfunkanstalten, die gelegentlich gemeinsame Akzente setzen", so Hermann weiter.

Einige ARD-Kulturwellen veranstalteten bereits seit 1966 ein gemeinsames Sommerfestival-Programm mit Konzertübertragungen im Radio. Mit dem ARD Radiofestival 2009 geht die ARD ihren Weg konsequent weiter, anspruchsvolle Programmakzente in ihren Kulturwellen zu entwickeln und in Gemeinschaftsaktionen erfolgreich umzusetzen.