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Auswanderergeschichten aus Nordrhein-Westfalen gesucht

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Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 15:11 Uhr
Auswanderergeschichten aus NRW gesucht - Aufruf des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven zusammen mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Seit fünf Jahren erleben die Besucher im Deutschen Auswandererhaus anhand echter Biographien aus verschiedenen Regionen Deutschlands und Europas eine Reise mitten in die Geschichte. Jetzt sucht das Museum gemeinsam mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung nach Auswanderern aus Nordrhein-Westfalen. Beste Geschichten werden in der WAZ veröffentlicht und in die Sammlung des Museums aufgenommen.

Als Martha die Koffer packt, legt ihr der Vater ein Familienerbstück hinein: eine Pferdebürste, die sie von nun an ihr Leben lang begleiten wird. Es ist ein nasskalter Freitag, der 30. November 1923, als Martha Hüner, die noch nie aus Geestemünde herausgekommen ist, an der Kaje in Bremerhaven auf die Abreise wartet. Sie wird gleich den Dampfer „München“ besteigen, der sie in die Neue Welt bringt, dorthin, wo Ihre Träume Wirklichkeit werden sollen.

Den Talisman, den ihr Vater ihr mit gab, behielt sie ihr ganzes Leben: Heute liegt die Pferdebürste in einer Vitrine im Deutschen Auswandererhaus. Daneben liegen Fotos und weitere Erinnerungsstücke wie Tagebücher aus Marthas leben. Neben ihrer Auswandererbiographie gibt es noch 17 weitere Lebenswege, die die Besucher des Museums in die Neue Welt verfolgen können. Das 2007 zum Europäischen Museum des Jahres geehrte Haus zählte bisher über eine Million Gäste.


Das Museum sammelt einzigartige Geschichten und Erinnerungsstücke, wie diese von Martha – jede von ihnen erzählt von den über acht Millionen Deutschen, die zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert ihre Heimat für immer verließen. Und obwohl Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands ist, gibt es von dort die wenigsten Geschichten im Deutschen Auswandererhaus. „Da der biographische Ansatz das wesentliche Element der Ausstellung ist, möchten wir unseren Besuchern die Möglichkeit bieten, auch die Auswanderung aus Nordrhein-Westfalen am Beispiel einer realen Biographie nachzuempfinden,“ erklärt Direktorin Dr. Simone Eick.

Dafür sucht das Museum jetzt nach einer Auswanderergeschichte aus der Region. Wichtig ist, dass zu den Biographien originale Objekte vorhanden sind und die Bereitschaft besteht, sie dem Museum zu stiften. Die besten Einsendungen werden in der WAZ veröffentlicht und in die Sammlung des Deutschen Auswandererhauses aufgenommen. Für die beste Einsendung lädt das Museum 2 Personen während des größten Windjammerfestivals, der SAIL 2010, für ein Wochenende nach Bremerhaven ein. Einsendeschluss ist der 11. Juni 2010. Ausführliche Informationen und Teilnahmebedingungen sind unter www.dah-bremerhaven.de zu finden.

Quelle: Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven
 

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