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„Wir brauchen Kunst und Kultur, um gesellschaftliche Konfliktlinien sichtbar zu machen und uns zum Nachdenken zu bringen. Damit Kunst und Kultur diese Aufgabe leisten kann, muss sie selbst noch stärker sichtbar werden – und das nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land; in den Schulen genauso wie in zahlreichen Kultureinrichtungen“, sagte Kulturministerin Prien auf der Veranstaltung der drei kulturpolitischen Landesverbände zur Halbzeitbilanz der Landesregierung.

Sie zog ein positives Fazit und sprach über neue Initiativen in der Kulturpolitik. Beispielhaft nannte sie den Neuen Kulturdialog, das Forum zur Kulturellen Bildung, den Digitalen Masterplan Kultur, den Dialog mit den Theatern, das Landesinvestitionsprogramm IMPULS 2030 für Kulturbauten (54 Millionen Euro), das neue Investitionsprogramm für die freie Szene sowie die Gedenkstättenarbeit. Kulturministerin Karin Prien: „Wir sind stolz darauf, viel gemeinsam geschafft zu haben. Auf unserer Agenda für die nächsten Jahre stehen die Themen ländliche Räume und regionale Kulturkonzepte sowie kulturelle Identität und Demokratie. Am Ende soll ein kulturpolitischer Handlungsplan für das Land stehen, der die Jahre bis 2025 im Blick hat.“ Noch mehr in den Blickpunkt nehmen möchte sie den interkulturellen Dialog und damit vorwiegend junge Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturen, aller Religionen oder auch ohne Religionszugehörigkeit zusammenbringen.
 
Die Kultur-Projekte in der Übersicht:
Als mittelfristiges kulturpolitisches Ziel nannte Ministerin Prien ein Plus bei den Landesmitteln für Kultur. „Unsere Mittel reichen bei weitem nicht aus, um die Bedarfe und Erwartungen abzudecken. Auch sind neue Formate aufgrund der knappen Haushaltsmittel nur sehr eingeschränkt möglich. Das Ziel muss sein, dass das Land bei den Kulturausgaben bis zum Jahr 2030 den Anschluss an das Mittelfeld der Bundesländer schafft.“
 
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein