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Lesungen im Mai: Prosa von QIN Wenjun und GUO Xuebo in München und Düsseldorf
Zu dieser einzigartigen Nähe zwischen Publikum und chinesischen Künstlern dürfte es auch kommen, wenn Ende Mai QIN Wenjun und GUO Xuebo in München und in Düsseldorf zu Gast sind. Beide Autoren werden in München am 26. Mai in der Buchhandlung Lentner, Marienplatz 8 (20.00 bis 21.30 Uhr), und am 27. Mai im Cafe Indigo der Initiativgruppe e. V., Karlstraße 50 (19.30 bis 21.00 Uhr) in München, sowie in Düsseldorf am 28. Mai in der Shuyao Teelounge, Grünstraße (Eingang Kö Galerie), Königsallee 60 d (19.00 bis 20.30 Uhr), gastieren.

GUO Xuebo, der mongolischen Volksgruppe zugehörig, lebt in Peking und hat mehr als hundert Kurzgeschichten verfasst. Die Werke des Autors, der auch Umweltaktivist ist, wurden ins Deutsche, Französische, Japanische und Englische übersetzt. Seine Erzählung „Die Muttermilch“ erschien in dem Erzählband „Das irdische Dasein“ zum Deutsche Welle Literaturpreis China 2001. Sie handelt von der landschaftlichen Wildnis Chinas und erzählt von der ortsbedingten und psychischen Nähe zwischen Menschen und wilden Tieren. GUO ist Mitglied des Chinesischen Schriftstellerverbandes und Vizedirektor der Akademie für Umweltliteratur Chinas. Zu diesem Genre der Umweltliteratur gehört seine ins Englische und Französische übersetzte Geschichte „Sandfuchs”.

QIN Wenjun, in Shanghai geboren, gilt als Repräsentantin des chinesischen Jugendromans. Chinesische Kritiker heben insbesondere ihre Campusromane hervor, die landesweit zu den besten Werken der 90er Jahre gezählt werden. Ihr Kinderbuch "Ein Junge namens Jia Li" (Originaltitel: Nansheng Jia Li) gilt als Kinderbuchklassiker in China. Ihre Romane wurden ins Japanische, Englische und Deutsche übersetzt. Mehrere ihrer Kinder- und Jugendbücher wurden mit wichtigen Buchpreisen in diesem Genre ausgezeichnet.

Erstmals in der Geschichte Chinas reisen dutzende chinesischer Schriftsteller durch Deutschland, um ihre Werke vorzustellen. Die Lesungen in unterschiedlichen kulturellen Einrichtungen, von Moderatoren und Dolmetschern begleitet, sollen es den Autoren ermöglichen, ihre Literatur den Menschen näher zu bringen und in direkten Dialog mit ihnen zu treten.

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