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Das Museum Kunst der Westküste auf Föhr (MKdW) widmet sich in seiner aktuellen Ausstellung der Provenienzforschung am Beispiel eines Werkes des Malers Max Liebermann.

„Die Provenienz und damit Herkunft eines Kunstwerks ist essentieller Bestandteil des Werks. Deshalb müssen hinschauen. Wir stehen in der Verantwortung, auch diese Geschichte eines Werkes aufzuarbeiten“, betonte Kulturministerin Karin Prien heute (10. August) nach einem Besuch der Ausstellung. Sie wurde von ihrem Amtskollegen aus Hessen, Kultusminister Alexander Lorz, durch die Ausstellung begleitet. Ministerin Prien: „Es ist dem Museum Kunst der Westküste auf eindrucksvolle Art gelungen, die Provenienzgeschichte zu erzählen. Sie ist erstmals in dieser Tiefe nachvollziehbar für die Besucherinnen und Besucher.“ Die Aufarbeitung des Kolonialismus und der Ausbau der Provenienzforschung sei eines der Themen der neuen Landesregierung. Es gehe darum, die Museen und Kultureinrichtungen bei der Aufarbeitung von Sammlungsbeständen kolonialen Ursprungs und der Provenienzforschung unterstützen, betonte Kulturministerin Prien.

Im Jahr 2017 geriet die Ölstudie Wäschetrocknen – Die Bleiche, die sich als Dauerleihgabe im MKdW befindet, in den Verdacht, während der NS-Zeit ihrem jüdischen Vorbesitzer unrechtmäßig entzogen worden zu sein. Sie gehörte ehemals dem Leipziger Unternehmer Moritz Ury, der 1937 in die Schweiz emigriert war und dort 1939 verstarb. Der jetzige Eigentümer hatte das von Max Liebermann 1890 im niederländischen Zandvoort gemalte Werk – ohne Kenntnis der Vorgeschichte – 2006 erworben. Die Ausstellung gewährt Einblicke in die mehrjährige, komplexe Provenienzrecherche. Die Ausstellung „Provenienzgeschichten – Max Liebermann im Fokus“ ist noch bis zum 19. März 2023 zu sehen. www.mkdw.de

Quelle: Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, Schleswig-Holstein

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