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Möller: „Zukunftsweisendes Signal für die Bildung in Deutschland“


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat heute in Frankfurt am Main die erste nationale Strategie für offene Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, OER) vorgestellt. Dadurch soll die Verbreitung kostenfrei zugänglichen und frei bearbeitbaren Lehr- und Lernmaterials in Deutschland gefördert werden. Die Bundesregierung kommt damit einer Forderung der UNESCO nach.

Dazu betont der stellvertretende Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Lutz Möller: „Die Deutsche UNESCO-Kommission begrüßt die Verabschiedung der Strategie ausdrücklich. Die Pandemie hat die Bildungsungleichheit in Deutschland verschärft. Offene Bildungsmaterialien bieten eine große Chance, Lernen unabhängig vom Einkommen individueller zu gestalten und Ungleichheiten zu überwinden. Die gemeinsame Weiterentwicklung von offenem Unterrichtsmaterial durch Lernende und Lehrende ist auch ein Kreativitätsschub für das Bildungssystem. Die neue OER-Strategie der Bundesregierung ist deshalb ein wichtiges, zukunftsweisendes Signal für die Bildung in Deutschland.“

Hintergrund
Open Educational Resources sind Bildungsmaterialien unter einer offenen Lizenz. Sie ermöglichen den kostenlosen Zugang, die freie Bearbeitung, Anpassung und Weiterverbreitung von Unterrichtsmaterial. OER können an individuelle Lernbedürfnisse angepasst werden und tragen dadurch zu einer inklusiven Bildung bei. Durch kollaborative Weiterentwicklung kann die Qualität der Bildungsmaterialien kontinuierlich verbessert werden.

Die nationale OER-Strategie der Bundesregierung ist von großer Bedeutung für die Umsetzung der völkerrechtlichen UNESCO-Empfehlung zu OER, die 193 UNESCO-Mitgliedstaaten 2019 verabschiedet haben. Die UNESCO-Empfehlung läuft darauf hinaus, möglichst alle öffentlich finanzierten Bildungsmaterialien unter eine offene Lizenz zu stellen. Die Deutsche UNESCO-Kommission setzt sich für die Förderung von OER in und durch Deutschland ein und war am Erarbeitungsprozess der nationalen OER-Strategie beteiligt.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission

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