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Seit sieben Jahrzehnten verbindet das Goethe-Institut als größte deutsche Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik weltweit Menschen durch die deutsche Sprache, Kultur und Bildung. Mit inzwischen 158 Instituten in 98 Ländern bietet es Orte für freien Austausch und künstlerisches Experimentieren. Außenminister Heiko Maas gratuliert zum 70. Geburtstag und betont, wie wichtig die Goethe-Institute im Ausland als Schutzorte für Pluralität, Offenheit und Meinungsvielfalt seien.
 
Ihr Jubiläum feiert die größte deutsche Mittlerorganisation mit einem digitalen Festakt aus der Münchner Zentrale am Montag. Außenminister Heiko Maasgratuliert dem Goethe-Institut zum 70-jährigen Bestehen: „Wer im Ausland an deutsche Kultur denkt, der denkt zuerst an das Goethe-Institut. Das hohe Ansehen des Goethe-Instituts als deutscher Kulturbotschafter und wahrhaft ,globale Marke‘ ist das Ergebnis des besonderen Engagements seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen 70 Jahren. Dabei sind die Goethe-Institute weltweit immer Spiegel der Gesellschaften, in denen sie arbeiten. Sie sind Schutzorte für Pluralität, Offenheit und Meinungsvielfalt. Das ist wichtig in einer Zeit, in der sich internationale Gewichte verschieben, in der unsere freiheitlichen Werte unter Druck geraten sind. Auswärtige Kulturpolitik wird in dieser Lage noch zentraler für unser weltweites Engagement. Denn Kulturarbeit bewegt sich im vor-politischen Raum – aber sie ist niemals a-politisch.“
 
Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, sagt: „Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag! Seit seiner Gründung hat das Goethe-Institut eine herausragende Bedeutung für die Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur und tritt dabei stets für ein freiheitlich-demokratisches Kultur- und Werteverständnis ein. Mit seinen Deutschkursen stärkt das Institut auch den Wissenschaftsstandort Bayern, denn gerade für unsere internationalen Studentinnen und Studenten sind die Deutschkurse eine wichtige Vorqualifikation und ein entscheidender Gelingensfaktor für ein Studium und Leben in Deutschland und Bayern. Und gute Deutschkenntnisse helfen auch internationalen Professorinnen und Professoren, bei uns erfolgreich zu sein. Das Goethe-Institut unterstützt uns dabei, die klügsten Köpfe der Welt für uns zu begeistern und wirbt im besten Sinne für unser Land und unsere Kultur! Als Bayerischer Wissenschaftsminister macht es mich deshalb sehr stolz, dass wir die Zentrale dieser wertvollen Einrichtung hier in unserer Landeshauptstadt haben.“
 
Zum 70. Jubiläum betont Carola Lentz, Präsidentin des Goethe-Instituts: „Die Geschichte des Goethe-Instituts ist aufs engste mit der jüngeren Geschichte Deutschlands und mit globalen Umbrüchen verwoben. Die Zeit des Kalten Kriegs und der Wiedervereinigung, unsere heutige von multipolaren Konflikten geprägte Welt: Das Goethe-Institut setzt sich mit seinen heute weltweit 158 Instituten immer wieder für den internationalen Austausch und für kulturelle Freiräume ein – und das mit nachhaltigem Erfolg! Dazu beigetragen haben seine stetige Wandlungsbereitschaft, sein stabiles und weltumspannendes Partnernetzwerk und nicht zuletzt das unermüdliche Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, führt weiter aus: „Unsere Arbeit lebt vom Austausch und der engen Kooperation mit unseren Partnerinnen und Partnern der Kultur- und Bildungsszenen auf der ganzen Welt. Diese Kooperationen speisen sich aus unseren unterschiedlichen Perspektiven, Hintergründen und Ideen. Gerade in einer komplexer werdenden Welt haben offene und einladende Räume, in denen das freie Wort und die freie Kunst sich entfalten können, eine hohe Bedeutung. Die Goethe-Institute sind im Gespräch mit der Welt. Wir sehen Vielfalt als Bereicherung, fördern Verständigung und schaffen Vertrauen. Selten war dies wichtiger als jetzt!“
 
Mit einer Podiumsdiskussion wird auch das Buch „Das Goethe-Institut. Eine Geschichte von 1951 bis heute“ von Carola Lentz und Marie-Christin Gabriel vorgestellt. Die Präsidentin des Goethe-Instituts Carola Lentz spricht mit Thomas Oberender, Leiter der Berliner Festspiele, die in diesem Jahr ebenfalls 70 werden, und mit Irina Scherbakowa, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der Internationalen Memorial Gesellschaft. Moderiert wird das Panel von Jens Bisky (Mittelweg 36). Die Publikation erschien am 17. November 2021 im Klett-Cotta Verlag. Sie bietet eine ebenso informative wie konzise Geschichte des Goethe-Instituts und seiner sich wandelnden Aufgaben im Kontext bundesrepublikanischer und globaler Zeitgeschichte. Erfahrungsberichte von ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter*innen ermöglichen lebendige Einblicke in die Arbeit des weltweit agierenden Kulturinstituts.
 
Quelle: Goethe-Institut

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