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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Die 42. Ausgabe des aspekteFESTIVAL konnte im März 2020 coronabedingt nicht stattfinden und wurde auf März 2021 verschoben. Jetzt können sich alle Ensembles, Komponist*innen und Musiker*innen auf die neuen Auftritts- und Aufführungsmöglichkeit in den Räumen der Universität Mozarteum freuen. Als perfekte Veranstaltungsorte für 12 Konzerte an 5 Tagen stehen uns Max Schlereth Saal, Solitär und Kleines Studio zur Verfügung.

 

 

“Wir haben alle unsere für 2020 geplanten Konzerte des aspekteSALZBURG Festivals in ein neu geschnürtes Paket für 2021 einbinden können. Alle Ensembles, Komponist*innen und Musiker*innen freuen sich auf die verschobene Ausgabe Anfang März. Die Universität Mozarteum ist für uns ein perfekter Veranstaltungsort – wir spielen unsere 12 Konzerte an 5 Tagen im Max Schlereth Saal, im Solitär und im Kleinen Studio.“ (Renate Stelzl, Geschäftsführerin aspekteSALZBURG)

 

„Die aspekteSALZBURG zählen zu den traditionsreichsten Festivals für Neue Musik in Österreich. Innovation und Begegnung mit Neuem auf hohem interpretatorischem Niveau als zeitgenössischer Kontrapunkt in einer traditionsreichen Musik-Stadt. Die internationale Begegnung, die Berücksichtigung interdisziplinärer Entwicklung der Künste, das Präsentieren von noch nicht etablierten Konzepten aus aller Welt, all dies ist in den Programmen des Festivals zu finden. Eine Landkarte von Musik unserer Zeit, die unterschiedlichen Strömungen folgt, Interpretationen und Kompositionen gleichermaßen im Auge behält und das komponierte Werk einer außergewöhnlichen Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellt. 2021 ist das der Komponist Johannes Maria Staud.“ Ludwig Nussbichler (Künstlerische Leitung, aspekteSALZBURG)

 

Die thematische Leitlinie ist in dieser Ausgabe durch den ureigenen Festivalgedanken bestimmt: Aspekte Neuer Musik. Damit gewinnt die inhaltliche und stilistische Vielfalt der musikalisch-künstlerischen Produktionen an Bedeutung ohne den gemeinsamen Raum eines Genres zu verlassen. Dieses erhebt den Anspruch – frei nach Paul Becker – einer Kunstmusik, die für musikalische Innovation und neue stilistische Entwicklungen steht und sich konzeptuell, strukturell und ästhetisch von etablierten Verfahren, Gattungen oder Inhalten abzusetzen versucht.

 

Somit begegnen wir auch im vorliegenden Festival komponierenden und interpretierenden Protagonist*innen, deren Arbeiten viel verbindet, seien es gemeinsame historische Wurzeln oder die klare Abgrenzung zur Popularmusik, beziehungsweise zum Kunsthandwerk. Ein Aspekt der Neuen Musik erhält im Kontext mit den jüngsten gesellschaftspolitischen und ökologischen Themen eine vollkommen neue, sich nicht vordergründig erschließende und dennoch erkennbare Dimension: die Arbeit von Kunstschaffenden, gängige Konzepte zu hinterfragen, verbrauchte Wege zu verlassen, um neue zu versuchen, und dabei gleichzeitig den Bezug zu einem reichen kulturellen Erbe zu wahren, bringt Modelle an die Oberfläche, die für aktuelle und zukünftige Herausforderungen wertvoll sein können. Dies darf durchaus als Ermutigung verstanden werden, denjenigen Komponist*innen Gehör und Aufmerksamkeit zu schenken, deren musikalische Äußerungen schwieriger, anspruchsvoller und zuweilen unangenehmer, weil komplexer zu sein scheinen. Doch hier die gute Nachricht: Lassen sich die Zuhörer*innen darauf ein, so finden sie oft deswegen einen Zugang zu Neuer Musik, da diese auch intuitiv emotional, sozusagen „atmosphärisch“ erlebbar werden kann.

 

Johannes Maria Staud – Composer in Residence

Seit dem Studienjahr 2018/19 Professor für Komposition an der Universität Mozarteum, zählt Staud zweifellos zu den erfolgreichsten Komponist*innen seiner Generation. Die künstlerischen Erfolge und Auszeichnungen, Aufführungen und Aufträge des 1974 in Innsbruck geborenen Komponisten und Schülers von Michael Jarrell und Hanspeter Kyburz illustrieren dessen steile internationale Karriere. So wurde seine Musik von Klangkörpern wie den Berliner Philharmonikern oder dem Ensemble Modern Orchestra uraufgeführt, Aufträge erhielt er unter anderem von den Wiener Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra oder von der Wiener Staatsoper. Dort wurde vor wenigen Monaten die Premiere seiner Oper „Die Weiden“ gefeiert.

 

Sechs Aufführungen repräsentativer Werke in fünf Festivaltagen, darunter mit „Im Lichte II“ für zwei Klaviere auch eine Österreichische Erstaufführung. Der Ausgangspunkt dieser Johannes Maria Staud gewidmeten Programmlinie ist das für die Geigerin Midori komponierte Violinkonzert „Towards a Brighter Hue II“. Dieses Werk hat gewissermaßen ein Gedächtnis, beruht es doch auf dem früher komponierten gleichnamigen, von einer Skulptur des englischen Künstlers David Nash inspirierten Werk für Violine solo. Uraufgeführt wurde Letzteres von Ernst Kovacic, der beim Eröffnungskonzert auch den Solopart im Violinkonzert übernimmt. Das Ensemble Resonanz stellt dafür unter der Leitung von Johannes Fischer den kongenialen Klangkörper.

 

Begegnung mit Klassikern der Moderne

Auf der Reise durch das diesjährige Programm begegnen uns vereinzelt Klassiker der Moderne, die bestimmten Werken von Johannes Maria Staud gegenübergestellt werden und als historische Anknüpfungspunkte verstanden werden können: György Ligeti ist mit „Ramifications“ (1968/69) für Streichorchester beim Eröffnungskonzert vertreten, das Berliner ensemble mosaik spielt „Piekto“ (1993) von Iannis Xenakis und das Ariadita Duo interpretiert Igor Strawinsky mit „Le sacre du printemps“ (1910/13) in der Version für zwei Klaviere. Das œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik setzt mit dem „Quartett, op. 22“ (1930) ein Werk von Anton Webern in den Raum, widmet sich Erinnerungen an eine in Salzburg aufkeimende Neue-Musik-Szene und führt sie mit zwei Uraufführungen in die Aktualität. Mit Werken von Klaus Ager und Musik seiner befreundeten Weggefährten Andor Losonczy und Bogusław Schaeffer bringt das Ensemble insbesondere die hohen kammermusikalischen Qualitäten seiner Musiker*innen zur Geltung.

 

Junge kreative Kräfte

Es stehen zahlreichen Uraufführungen brandneuer Werke durch herausragende Ensembles und Interpret*innen am Programm. Dabei loten Formationen wie das ensemble mosaik im Sinne einer jungen Komponist*innen-Generation neue faszinierende Möglichkeiten durch den Einsatz von Elektronik in Verbindung mit dem Instrumentalklang aus. Auch das Ensemble NAMES zeigt sich darüber hinaus mit der installativen Konzertperformance „The lost ones“ von Marco Döttlinger als experimentierfreudig und genreübergreifend. Das mittlerweile international renommierte Wiener Ensemble PHACE bringt neben den Werken „Par ici!“ und „Par là!“ von Staud eine mit Spannung erwartete Uraufführung von Alexandra Karastoyanova-Hermentin und „Not I“ der Komponistin und Sängerin Agata Zubel. Die darauf folgende Vertonung des Films „Die Stadt ohne Juden“ durch Olga Neuwirth markiert einen weiteren Höhepunkt des Festivals.

 

Konzertdesign Für das aspekteFESTIVAL 2021 wurden mit Max Schlereth Saal, dem Solitär und dem Kleinen Studio der Universität Mozarteum bewusst Konzerträume gewählt, die für die Anforderungen der programmierten Musik bestens geeignet sind. Doch es gibt eine Neuerung: Regisseur Thierry Bruehl wird das Design der einzelnen Konzerte optisch gestalten. Daraus wird eine inspirierende Hörsituation entstehen.

Mit den aspekteSPIELRÄUMEN wird die Kinder-und Jugendarbeit gesichert. Das Finale des Wettbewerbs „Jugend komponiert“ rückt erneut die jüngsten Komponist*innen Österreichs ins Licht.

 

Ensembles

NAMES New Arts and Music Ensemble Salzburg / Ensemble Resonanz / ARIADITA DUO / PHACE / C-Camerata Taipei / œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik / ensemble mosaik / Vivianne Cheng

 

Komponist*innen

Klaus Ager, Mark Andre, Malin Bång, Achim Bornhöft, Reinhard Febel, Jakob Gruchmann, Alexandra Karastoyanova-Hermentin, György Ligeti, Andor Losonczy, Michael Mautner, Maja Osojnik, Hwang-Long Pan, Johannes Maria Staud, Bogusław Schaeffer, Igor Strawinsky, Lorenzo Troiani, Chao-Ming Tung, Cathy van Eck, Iannis Xenakis, Anton Webern, Agata Zubel.

 

7 Uraufführungen von

Klaus Ager, Achim Bornhöft, Marco Döttlinger, Jakob Gruchmann, Alexandra Karastoyanova-Hermentin, Maja Osojnik, Lorenzo Troiani

 

aspekteSALZBURG · 3. bis 7. März 2021

UNIVERSITÄT MOZARTEUM MAX SCHLERETH SAAL I SOLITÄR I KLEINES STUDIO

 

Mittwoch, 3. März 2021

 

18.00 – 18.45 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | KLEINES STUDIO Eröffnungsgespräch | festival talk | Atelier Gespräch

Sabine Coelsch-Foisner (Universität Salzburg) im Gespräch mit Elisabeth Gutjahr (Universität Mozarteum), Johannes Maria Staud (Composer in Residence), Ludwig Nussbichler (aspekte) und Künstler*innen des aspekteFESTIVAL 2021.

 

19.00 – 20.15 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | MAX SCHLERETH SAAL aspekte 1 | Eröffnungskonzert Ensemble Resonanz Ernst Kovacic, Violine Johannes Fischer, Dirigent

-Mark Andre, rwh 1 für Ensemble und Elektronik (2019), Österreichische Erstaufführung -György Ligeti, Ramifications (1968/69) -Johannes Maria Staud, Oskar (Towards a Brighter Hue II) (2018)

Mit seiner außergewöhnlichen Spielfreude und künstlerischen Qualität zählt das Ensemble Resonanz zu den führenden Kammerorchestern weltweit. Das Ensemble eröffnet das aspekteFESTIVAL 2021 mit einem Programm, das den Zuhörer Neue Musik sinnlich erleben lässt: von den feinmaschigen Verästelungen in György Ligetis Ramifications über neueste tief spirituelle Musik des französischen Komponisten Mark Andre bis hin zu Towards a Brighter Hue II von Johannes Maria Staud, interpretiert von einem Meister seines Fachs, dem Geiger Ernst Kovacic.

Ensemble Resonanz.

 

21.30 – 22.15 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | MAX SCHLERETH SAAL aspekte 2 | Préludes after dark Vivianne Cheng, Klavier

Reinhard Febel, 24 Préludes (ÖEA)

Mit der österreichischen Erstaufführung der 24 Préludes von Reinhard Febel erschließt die Pianistin Vivianne Cheng, eine der jüngsten Steinway Artists der Welt, raffiniert und klangsinnlich komponierte Klaviermusik der Moderne.

 

Donnerstag, 4. März 2021

 

19.00 – 20.00 Uhr UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | MAX SCHLERETH SAAL aspekte 3 | NAMES – New Art and Music Ensemble Salzburg

-Cathy van Eck, Wings für 3 Performers und Electronics (2007–2008) -Johannes Maria Staud, Black Moon für Blassklarinette solo (1998) -Malin Bång, Structures of Molten Light (1998) -Lorenzo Troiani, Hold the dark (UA) -Maja Osojnik, Neues Werk für Ensemble und Elektronik (UA)

Der erste Konzert mit NAMES wirft junge Neue Musik ins Festivalgeschehen. Fernab von gängigen Vorstellungen von zeitgenössischer Musik und doch zugleich im besten Sinne mit der Tradition verbunden, sind Unerwartbares und spannend Neues mit Klangsinn und Mut die Begriffe, die wohl am zutreffendsten dieses Vorhaben charakterisieren. Der „Band-Geist“ dieses spritzigen Ensembles, gepaart mit Uraufführungen von Maja Osojnik und Lorenzo Troiani, hat das Potential, Begeisterung für eine vielversprechende Next Generation zu entfachen.

 

21.00 – 21.45 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | MAX SCHLERETH SAAL aspekte 4 | The lost ones NAMES – New Art and Music Ensemble Salzburg

Marco Döttlinger, Komposition/Konzept/Idee Patrik Lechner, Live-Video (Programmierung) Donald Beteille, Performance/Choreografie Markus Grüner-Musil, Inszenierung

The lost ones ist eine installative Konzertperformance, die eine ästhetische Transposition eines kurzen Prosatextes von Samuel Beckett versucht. Darin beschreibt „der Erzähler“ einen dystopischen Gesellschaftsraum, den Innenraum eines Kegels, gefüllt mit geschäftigen, strebsamen, aber auch erstarrten „Körpern“, mit klaren Regeln und hierarchischen Verläufen – möglicherweise eine Allegorie, die in stark kondensierter und abstrahierter Form die Absurdität einer spätkapitalistischen Lebenswelt vor Augen führt.

 

Freitag, 5. März 2021

 

19.00 – 20.15 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | SOLITÄR aspekte 5 | Wheat, not oats… ensemble mosaik

-Marco Döttlinger, corpus III für Ensemble, Live-Elektronik und Raumresonanzen (UA) -Johannes Maria Staud, Wheat, not oats, dear. I´m afraid. (2015) -Iannis Xenakis “Piekto” (1993) -Achim Bornhöft, Plain (Naturell) (2020, UA)

Dem Ensemblewerk Wheat, not oats, dear. I´m afraid. von Johannes Maria Staud werden in diesem Konzert drei Uraufführungen und mit Piekto von Iannis Xenakis ein Klassiker der Moderne gegenübergestellt. Für das ensemble mosaik eine natürliche Herausforderung: der Einsatz von Elek­tronik im Kontext mit einem herausragenden Instrumentalensemble. Das bringt Berliner Luft nach Salzburg.

 

Samstag, 6. März 2021

 

14.00 – 15.30 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | KLEINES STUDIO aspekte 6 | Finale Jugend komponiert

Gemeinsam mit MUSIK DER JUGEND lädt der ÖSTERREICHISCHE KOMPONISTENBUND (ÖKB) junge Menschen im Alter von 10 bis 18 Jahren zum bundesweiten Kompositionswettbewerb „Jugend komponiert“ ein. Das Finale darf im Rahmen des aspekteFESTIVAL 2021 hautnah miterlebt werden. Eine Veranstaltung des ÖKB und Musik der Jugend in Kooperation mit aspekteSALZBURG.

 

17.00 – 18.30 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | KLEINES STUDIOaspekte 7 | aspekteSPIELRÄUME

In diesem Konzert steht die Jugend im Mittelpunkt: mit Uraufführungen der Werke der Preisträger*innen des Bundeswettbewerbs „Jugend komponiert“ und ausgewählten jungen Interpret*innen von Musik unserer Zeit, die ihre Instrumentalausbildung am Musikum Salzburg oder am Pre-College Salzburg erhalten. In Kooperation mit Musik der Jugend und ÖKB.

 

18.00 – 19.00 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | SOLITÄR aspekte 8 | Par ici! – Par là! PHACE

-Johannes Maria Staud, Par ici! für Ensemble (2011/12) -Karastoyanova-Hermentin, Tschinar für Ensemble (2020, UA) -Agata Zubel, Not I für Sopran und sechs Instrumente (2010) -Johannes Maria Staud, Par là! für Ensemble (2015/16)

In dem Diptychon Par ici! und Par là! beschreitet Johannes Maria Staud eine für ihn neue Welt des musikalischen Ausdrucks durch spannend harmonische Färbungen. Ausdrucksstark und energiegeladen auch die beiden Komponistinnen dieses Konzert-Highlights bei den aspekten 2021: Agata Zubel mit dem feinsinnig expressiven Ensemblewerk Not I und Alexandra Karastoyanova-Hermentin mit einem neuen Werk für das Ensemble PHACE.

 

19.30 – 20.30 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | KLEINES STUDIO aspekte 9 | East and West C-Camerata Taipei

-Chao-Ming Tung, Demolding of Mountain-Shape (2018) -Klaus Ager, 7 Wege in H. (2018) -Hwang-Long Pan, East and West VIII (2014) -Michael Mautner, 39,4 für Violine und Klavier (1990)

Die Musik, die beim aspekteFESTIVAL 2021 erklingt, erzählt unterschiedliche Geschichten, wobei das „Bildhafte“ in dieser Konzertzusammenstellung durch die Symbiose traditioneller chinesischer Instrumente mit dem klassischen europäischen Instrumentarium in anderem Licht gehört werden kann.

In Kooperation mit der Salzburger Gesellschaft für Musik.

 

21.00 – 22.30 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | SOLITÄR aspekte 10 | Die Stadt ohne Juden | PHACE

-Die Stadt ohne Juden (Stummfilm, Ö, 1924) Olga Neuwirth, Musik (2017) / Hans Karl Breslauer, Regie

„Es gibt keine einfache Antwort auf die komplizierte Beziehung zwischen Bild und Musik bei einem Film, der durch sein Thema eine prophetische Vision war. Natürlich will ich nicht in reine Repräsentation oder ,Mickey Mousing‘, wie es Hanns Eisler nannte, verfallen, aber manchmal tue ich es trotzdem, und zwar wenn ich es für notwendig halte – auch immer wieder mit bitterer Ironie. Denn trotz meines Erstarrens vor Entsetzen (auch weil sich nicht viel geändert zu haben scheint, seit dem Erscheinen des Buches 1922), und um Klischees zu entgehen, auch wenn ich sie oft andeute, habe ich versucht, eine Lebendigkeit zu bewahren, indem die Musik zugleich anrührend und hart ist, herzenswarm und offen, amüsant und wütend, beteiligt und distanziert, humorvoll und traurig. Es geht nicht nur um den tief in der österreichischen Seele verwurzelten Antisemitismus, sondern auch um Identität und Fremdheit, Heimat und Flucht. (…)“. Aus Olga Neuwirths Booklettext zu ihrer Musik zu Die Stadt ohne Juden

 

Sonntag, 7. März 2021

 

18.00 – 19.15 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | SOLITÄR aspekte 11 | I remember a bird œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik

-Jakob Gruchmann, Traumisolation für Bassklarinette, Schlagzeug, Violine, Violoncello (2019/20, UA) -Klaus Ager, breccia op. 73 (2002) -Andor Losonczy, il grande Inquisitore (2003) -Bogusław Schaeffer, Kwartet na saksofon, flet, klarnet basowy i fortepian (2000) -Klaus Ager, Die Sommernacht – Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier nach einem Gedicht von F. G. Klopstock (UA) -Anton Webern, Quartett, op. 22 (1930) -Klaus Ager, I remember a bird (1976)

„I remember a bird“ war 1976 das erste Ensemblewerk Klaus Agers, das durch das œnm uraufgeführt wurde. Seitdem setzten sowohl der Komponist und frühere Leiter des aspekteFESTIVAL als auch das Ensemble nachhaltige und begeisternde Akzente für die Neue Musik in Salzburg. Zu den befreundeten Weggefährten Agers zählen Andor Losonczy und Bogusław Schaeffer, die in diesem Fokus-Konzert mit ausgewählten Werken vertreten sind. Die Uraufführungen von Klaus Ager und Jakob Gruchmann schließen den Bogen von beinahe 50 Jahren Neue Musik-Schaffen in Salzburg.

 

20.30 – 21.30 UHR · UNIVERSITÄT MOZARTEUM | SOLITÄR aspekte 12 | Illumination ARIADITA DUO – Zwei Klaviere Ariane Haering & Ardita Statovci

-Johannes Maria Staud, Im Lichte II (2018), Österreichische Erstaufführung -Igor Strawinsky, Le sacre du printemps (1910/13)

In neuem Licht erklingt eines der berühmtesten Orchesterwerke der Musikgeschichte an zwei Klavieren. Es ist ein Erlebnis an Transparenz, an unmittelbar erlebbarer rhythmischer Naturgewalt, alles Attribute, die gleichermaßen für die Österreichische Erstaufführung des Werkes Im Lichte II von Johannes Maria Staud stehen: ein faszinierendes, konzentriert gearbeitetes Meisterwerk, welches das Ende des aspekteFESTIVAL 2021 markiert.

 

Tickets online kaufe: aspekte-salzburg.com

Veranstaltungskasse: Jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn direkt beim Spielort

Ticketpreise Festivalpass für alle Veranstaltungen € 70,-| Jugend 35,­Einzelkarten € 20,-| Jugend 10,­aspekteSPIELRÄUME € 10,-| Jugend 5,­

Der Jugend-Preis ist nur im Vorverkauf verfügbar und gilt für Schüler*innen, Student*innen bis 26 Jahre und Präsenz-/Zivildiener nach Vorlage eines gültigen Ausweises. Ermäßigungen sind nicht kumulierbar.

20% Ermäßigung im Online-Vorverkauf

Ö1 Club, Ö1 intro, mica Club, SN Card, Mitglieder des Dachverbands der Salzburger Kulturstätten, Museum der Moderne Salzburg Jahreskarteninhaber, Der Standard-Abonnenten, Besitzer eines WESTbahn-Tickets mit Gültigkeit im März 2021. Die jeweiligen Berechtigungen sind beim Einlass vorzuzeigen.

Freier Eintritt beim festival talk.

 

Künstlerische Leitung: Ludwig Nussbichler Geschäftsführung: Renate Stelzl aspekteSPIELRÄUME: Maria Othonos

 

Quelle: aspekteSALZBURG

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