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Für ihr literarisches Werk wird die Autorin Katrin Seddig vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit dem Hubert-Fichte-Preis ausgezeichnet. Katrin Seddig, 1969 in Strausberg geboren, lebt und arbeitet seit ihrem Philosophiestudium in Hamburg. In ihren Romanen „Runterkommen“ (2010), „Eheroman“ (2012), „Eine Nacht und alles“ (2015) und „Das Dorf“ (2017) erzählt sie von Freundschaft, von Familie und der Zerbrechlichkeit des Glücks. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie bereits drei Hamburger Literaturpreise. In diesem Jahr erschien ihr viel beachteter Roman „Sicherheitszone“ bei Rowohlt Berlin, in dem sie den Zerfall einer Hamburger Familie vor dem Hintergrund des G20-Gipfels in der Hansestadt schildert. Katrin Seddig ist Mitbegründerin der Lesebühne „Liebe für alle“ und schreibt für die „taz“ die Kolumne „Fremd und befremdlich“.

 

 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Katrin Seddig erzählt aus dem wahren Leben, oft von schrägen und liebenswerten Figuren, denen das Scheitern näher liegt als der große Erfolg. Ihre Bücher haben einen unverwechselbaren Sound – er ist lakonisch, manchmal ironisch, aber immer menschlich und voller Empathie für ihr Personal. Ihr aktueller Roman ,Sicherheitszone‘ ist nicht nur für Hamburg ein bedeutendes Buch, weil Katrin Seddig darin ein politisches Ereignis in das Private holt und dadurch fassbar macht. Mit ihrem empathischen Blick, ihrer Neugier auf alles Menschliche und ihrer dezidiert politischen Haltung steht die Autorin auch in der Tradition des unangepassten Intellektuellen Hubert Fichte. Ich gratuliere Katrin Seddig sehr herzlich zum Hubert-Fichte-Preis.“

 

In der Jurybegründung heißt es: „Katrin Seddig versteht es, die Verletzungen und Bedürfnisse ihrer Figuren auf eine Weise freizulegen, die grausam und gütig, komisch und wahrhaftig zugleich ist – und ihnen dabei ihre Würde zu lassen. In Katrin Seddigs Universum geht es um den schnöden Alltag, sei es auf dem Dorf oder in Hamburg, es geht um das schleichende Scheitern noch der unambitioniertesten Vorstellung vom eigenen Leben – und um das Gute und das Schöne, das aus diesem Scheitern unerwartet erwächst. Dabei erweist sich die Autorin mit jedem Buch wieder als Meisterin der Atmosphäre und des Figurenensembles; ihr gelingt es, ihre Dialoge so zu verdichten, dass etwas Echtes eingefangen scheint und jede Figur in ihrer sprachlichen Einzigartigkeit lebendig zwischen den Seiten steht.“

 

Der Jury gehörten 2020 der Literaturkritiker Thomas Andre (Hamburger Abendblatt), die Literaturwissenschaftlerin Wiebke Kannengießer (Thalia Theater), der Buchhändler und Blogger Frank Menden (Buchhandlung Stories!), die Literaturkritikerin und Bloggerin Nicole Seifert (nachtundtag.blog) sowie der Schriftsteller und Hubert-Fichte-PreisträgerMichael Weins an.

 

Der Hubert-Fichte-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg wird seit 1995 alle vier Jahre im Gedenken an den Hamburger Schriftsteller Hubert Fichte (1935 – 1986) verliehen. Mit dem mit 7.500 Euro dotierten Preis werden Autorinnen und Autoren geehrt, die in ihrem literarischen Schaffen eine deutliche Beziehung zu Hamburg als dem Ort ihrer Herkunft oder bestimmenden Prägung erkennen lassen. Vorige Preisträger und Preisträgerinnen waren Michael Weins (2016), Tina Uebel (2012) und Karen Duve (2008).

Senator Dr. Carsten Brosda überreicht die Urkunde zur Preisverleihung am 8. März 2021 im Literaturhaus Hamburg.

 

Quelle: Behörde für Kultur und Medien 

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