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Der Kinderbuchautor Martin Muser ist Lesekünstler des Jahres 2020. Mit der Auszeichnung kürt die Interessengruppe (IG) Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zum zwölften Mal eine*n Kinderbuchautor*in, deren oder dessen Lesungen das junge Publikum besonders begeistern. Martin Muser erhielt die Auszeichnung bei einer Preisverleihung in der Buchhandlung Nimmerland in Mainz.

 

 

„Mit Tempo, Witz und voller Energie lässt Martin Muser die Charaktere in seinen Büchern lebendig werden. Und was für Charaktere! Vom Schaffner über den Clubpräsidenten einer Motorradgang bis hin zu den jungen Hauptfiguren – für alle schafft Martin Muser eine eigene Sprache, lässt sie berlinern, brummeln, juchzen und erfindet nebenbei sogar das ein oder andere Wort. Martin Muser zuzuhören, ist ein Erlebnis, für Kinder wie Erwachsene. Für uns ist er ein wahrer Lesekünstler“, sagt Irmgard Clausen, Vorsitzende der IG Leseförderung und Jurymitglied.

 

Martin Muser wurde 1965 in Stuttgart geboren. Er studierte an der Hochschule der Künste in Berlin und war bereits während seines Studiums als Journalist tätig. Sein erstes Buch, der Kriminalroman „Granitfresse“, erschien 1997. Seit Beginn der 2000er Jahre arbeitet Martin Muser als Drehbuchautor für Filme und Fernsehserien, als Dramaturg und Dozent. Sein erstes Kinderbuch „Kannawoniwasein! Manchmal muss man einfach verduften“ erschien 2018 im Carlsen Verlag. Das Buch stand auf der Empfehlungsliste des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises und wurde vielfach ausgezeichnet. Im Jahr 2019 folgte die Fortsetzung „Kannawoniwasein! Manchmal fliegt einem alles um die Ohren“, im Juni 2020 erschien der abschließende Band „Kannawoniwasein! Manchmal kriegt man einfach die Krise“. Martin Muser lebt in Berlin und hat zwei Töchter.

 

Die IG Leseförderung vergibt die Auszeichnung „LesekünstlerIn des Jahres“ traditionell im März auf der Leipziger Buchmesse. Aufgrund der Absage der Leipziger Buchmesse und Einschränkungen für Präsenzveranstaltungen aufgrund der Corona Pandemie fand die Preisverleihung in diesem Jahr in der Buchhandlung Nimmerland in Mainz statt.

 

Für die Auszeichnung „Lesekünstler*in des Jahres“ können Buchhandlungen und Bibliotheken Autor*innen empfehlen, die sie als Vorleser*innen für Kinder oder Jugendliche in Buchhandlungen, Bibliotheken oder Schulen erlebt haben. Aus allen Vorschlägen wählt die IG Leseförderung den oder die Lesekünstler*in des Jahres. Ziel des Preises ist es, eine Empfehlung für besonders eindrucksvolle Autor*innenbegegnungen zu geben. Medienpartner ist das Fachmagazin Börsenblatt.

 

Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

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