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Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat heute ihre europäischen Amtskolleginnen und -kollegen zu einem Arbeitstreffen im Bundeskanzleramt empfangen. Themen waren unter anderem Maßnahmen zur Stärkung der Kultur in den EU-Mitgliedsstaaten angesichts der Corona-Pandemie sowie der Schutz des gemeinsamen kulturellen Erbes in Europa. Bei dem Treffen in Berlin tauschten sich die Ministerinnen und Minister über nationale Erfahrungen und erfolgreiche Strategien bei der Wiederaufnahme des Kulturbetriebs aus. Dabei informierte Grütters über das deutsche Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR, für das der Bund insgesamt eine Milliarde Euro bereitstellt.

 

 

„In der Kultur schlägt das Herz Europas. Der gesamte Kulturbereich in Europa – und damit auch Europa selbst – stehen vor der größten Herausforderung der letzten Jahrzehnte“, sagte die Staatsministerin. „Wir sind uns einig darin, dass der Kultur- und Kreativsektor bei den europäischen Aufbauhilfen angemessen berücksichtigt werden muss. Was wir außerdem brauchen, sind Pandemie-Regelungen mit Augenmaß, um die Kultur in Europa am Leben zu erhalten. Gesundheitsschutz hat selbstverständlich immer Vorrang, allerdings gibt es inzwischen aus ganz Europa eine Reihe von Beispielen, die uns zeigen, dass eine Rückkehr zur lebendigen kulturellen Teilhabe auch in Zeiten der Pandemie möglich ist. Darin setzen wir unsere Hoffnung, wenn es darum geht, Europas Herz wieder in den richtigen Rhythmus zu bringen.“

 

Die heute besprochenen Ansätze werden nun auf Fachebene in der Brüsseler Ratsarbeitsgruppe Kultur unter deutschem Vorsitz weiter vertieft, ebenso bei der Sitzung der EU-Kulturministerinnen und -minister am 1. Dezember in Brüssel.

 

Im Anschluss an das heutige Arbeitstreffen im Bundeskanzleramt besichtigten die Ministerinnen und Minister das in Kürze öffnende Humboldt Forum. Bei einem Rundgang mit Generalintendant Hartmut Dorgerloh informierten sie sich über das Gesamtkonzept und die kuratorische Ausrichtung des Museums.

 

Die Staatsministerin sagte: „Dass die Bürgerinnen und Bürger Europas einander über nationale Grenzen hinweg verbunden sind, davon zeugt unser reiches kulturelles Erbe, das wir gerade jetzt gemeinsam bewahren und schützen müssen. Im Humboldt Forum wird aber auch sichtbar, dass uns Menschen überall auf der Welt trotz aller Differenzen mehr verbindet als uns trennt. Dazu gehört auch jene notwendige Debatte, die das Humboldt Forum bereits angestoßen hat: die Frage des Umgangs mit Kunstschätzen aus außereuropäischen Kulturen. Die Kolonialzeit als blinden Fleck in unserer Erinnerungskultur endlich ans Licht zu holen, ist Voraussetzung für Versöhnung mit den Menschen in den ehemaligen Kolonien. Das ist auch ein europäisches Thema.“

 

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

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