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Ministerin Karin Prien besuchte heute (27. Juli) auf ihrer Kulturreise durch den Norden das Nordkolleg in Rendsburg. Anlass war die Vorstellung des TRAFO-Projekts „KreisKultur“, für das sich der Kreis Rendsburg-Eckernförde 2019 erfolgreich um eine Förderung durch die Bundeskulturstiftung in Höhe von rund 1,25 Millionen Euro beworben hatte. Die Ministerin übergab dazu einen Förderbescheid des Landes zur Kofinanzierung des Projekts (Laufzeit 2020 bis 2024) in Höhe von 156.250 Euro (10 Prozent der Gesamtfinanzierung).

 

 

Karin Prien: „Regionen, Kleinstädte und Dörfer, die den Wandel - auch im Zusammenhang mit der Corona-Krise - offensiv angehen und innovativ gestalten, können die Zukunftsorte unserer Gesellschaft werden. Dabei spielen die Kulturinstitutionen eine wichtige Rolle. Sie gestalten und begleiten den gesellschaftlichen Wandel. Sie geben Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit: Klimawandel, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Zukunftsfähigkeit. Für diese Aufgabe müssen wir gemeinsam unsere Kulturorte und Kulturangebote gerade im ländlichen Raum dauerhaft stärken.“

 

Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ der Kulturstiftung des Bundes setze genau hier an. Ministerin Prien gratulierte Kreispräsidentin Juliane Rumpf stellvertretend für die Antragsteller, dass der Kreis Rendsburg-Eckernförde zu den deutschlandweitsieben Regionen gehört, die sich in der zweiten bundesweiten Ausschreibung erfolgreich um die Förderung beworben haben.

 

„Über die Förderung der Kulturstiftung des Bundes und die des Landes Schleswig-Holstein für unser Projekt „KreisKultur“ bin ich sehr dankbar und freue mich, dass wir damit gemeinsam im Kreisgebiet wichtige Impulse setzen. Das kulturelle Wirken unserer Institutionen in den ländlichen Raum ist für das Miteinander und das Zusammenleben in den kleineren Gemeinden von ganz besonderer Bedeutung.“, so Dr. Juliane Rumpf, Kreispräsidentin des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Der Kreis selbst übernimmt 10 Prozent der Gesamtfinanzierung.

 

Mit Nordkolleg Rendsburg, Freilichtmuseum Molfsee, VHS Rendsburger Ring, Rendsburger Musikschule und Schleswig-Holsteinischem Landestheater hatten sich fünf Institutionen im Kreis unter dem Namen „KreisKultur“ zusammengetan. Im Projekt stellen sie sich die Fragen: Wie können wir gemeinsam besser für die Gesellschaft wirken? Welche Verantwortung haben wir für das kulturelle Leben außerhalb der Städte? Wie müssen wir die Arbeit unserer Einrichtungen verändern, um künftig Angebote machen zu können, die dringend benötigt werden? Damit fragen sie gleichzeitig nach ihren Rollen und ihren Aufgaben in der Zukunft. Ziel ist es, gemeinsam mit 40 Gemeinden des Kreises partizipativ und vor allem mit großer Bürgerbeteiligung in „kokreativen Kulturwerkstätten“ künstlerische Projekte zu lokal wichtigen Themen zu organisieren.

 

Fünf „Transformationsmanager*innen“, angesiedelt bei den verschiedenen Kultureinrichtungen, begleiten das Projekt. Zwei weitere Mitarbeiter*innen koordinieren und verwalten. Ziel ist, den Kulturbegriff zu weiten und kulturelle und gesellschaftliche Transformationsprozesse mitzugestalten sowie Kultur in den ländlichen Raum zu bringen. Ein erstes Pilotprojekt fand in der Entwicklungsphase bereits in Sehestedt statt. Dort entstand ein „Dorf-Song“ Am Ende stand ein „Bürger-Musical“ über das zentrale Thema dieses Dorfes: die örtliche Trennung durch den Nord-Ostsee-Kanal. Im Spätsommer soll dieses Projekt weiterentwickelt werden. Mitte 2024 soll die Region noch stärker auf allen Ebenen vernetzt sein und die fünf Kulturinstitutionen ihre regionale Basis verstärkt haben. Die ersten Kulturwerkstätten mit den Gemeinden finden im Herbst statt.

 

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein

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