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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Mit dem Anbringen einer temporären Schiffsleiteinrichtung an der Ufer­mauer der Spree beginnt derzeit der letzte Teil der Wiederher­stellung des originalen Zustands des Stülerschen Säulengangs aus dem 19. Jahrhun­dert, der die Museumsinsel Berlin in besonderer Weise charakterisiert.

 Im Zuge der Baumaßnahmen müssen die Kolonnaden eingehaust werden und es muss ein zum Teil zwei Meter über die Ufermauer auskragendes Arbeitsplateau errichtet werden. In diesem Zusammenhang ist nun das schwimmende Leitwerk verankert worden, das während der Bauzeit als Anprallschutz für die Schiffe notwendig ist.

 

Die eigentlichen Baumaßnahmen betreffen den nördlichen Abschnitt der Kolonnaden. Sie waren 1911 zugebaut worden, um zusätzliche Räum­lichkeiten zu schaffen, und 1957 durch einen Kopfbau ergänzt worden. Bis vor kurzem dienten diese Räume unter anderem der Skulpturen­restaurie­rungswerkstatt der Alten Nationalgalerie, die jetzt ihr neues hochprofes­sio­nelles Domizil im Bode-Museum gefunden hat. Die zweige­schossigen Einbauten werden nun entfernt und die Säulen wieder freige­stellt und restauriert.

 

Der Säulengang wird in einigen Jahren eine ganz besondere Rolle im Zusammenhang der Sanierung des Pergamonmuseums spielen: Nach Fertigstellung des Bauabschnitts A und während der Sanierung des Süd­flügels (Bauabschnitt B) wird hierüber die Besucherführung zum Perga­monmuseum erfolgen. Die Besucherinnen und Besucher gelangen dann über den Ko­lonnadengang, getrennt vom Baustellenverkehr, in das Pergamonmuse­um. 

 

Bei der Freistellung und Restaurierung des Kolonnadenbauwerks spielt die Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt eine große Rolle. Die Arbeiten werden voraussichtlich 2022 abgeschlossen sein. Sie tragen bei zur Realisierung des Mas­terplans Museumsinsel mit seinem Konzept der Freiflächen, wo­nach die Häuser der Insel durch Höfe und Kolonnaden verbunden und zu einem einzigartigen Ensemble zusammengefügt wer­den. Der Kolonna­denhof ist ein besonderer Aufenthaltsort in der histori­schen Mitte Berlins auch au­ßerhalb der Öffnungszeiten der Museen.

 

Quelle: Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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