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Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg wird in Kürze um eine Attraktion reicher sein: Die Bibliothek F.C. Gundlach ist als Dauerleihgabe in das Haus der Photographie gezogen und wird ab März 2009 dank der Unterstützung des Freundeskreises der Photographie der Öffentlichkeit zugänglich sein. Der Bestand umfasst mehr als 13.000 Bände und Zeitschriften.
Zur Eröffnung am 10. März 2009 wird die in New York lebende Fotografin Jessica Backhaus ihre Bücher "What Still Remains" und "One Day in November" vorstellen.

In der Bibliothek bietet sich dann Fachleuten, Neugierigen und Bücherliebhabern zwei Mal in der Woche die Möglichkeit, die Schätze unter die Lupe zu nehmen. Zusammen mit den rund 8.000 Bänden der Deichtorhallen, die das Angebot der Bibliothek um die Sparte "aktuelle Kunst" ergänzen, umfasst die neue Präsenzbibliothek mit Fleetblick mehr als 13.000 Bände und Zeitschriften. Sechs Leseplätze stehen den Besuchern zur Verfügung. An diesen kann auch mit dem eigenen Computer gearbeitet werden.
Die Bücher sind in einem EDV-Katalog recherchierbar, der zukünftig auch bequem von Zuhause aus über die Website der Deichtorhallen Hamburg genutzt werden kann.

Mit mehr als 5.000 Bänden und über 40 Fachzeitschriften zur Fotografie haben die Besucher des Hauses die Möglichkeit, ihre Kenntnisse rund um das Medium Fotografie zu vertiefen und intensiv zu forschen. Neben Bänden zur Geschichte, Theorie und Praxis der Fotografie ergänzen Werke zur Modefotografie, Film und Design das Angebot der Bibliothek. Den bedeutendsten Grundpfeiler des Bibliotheksbestandes bilden die zahlreichen Monographien zu Fotokünstlern. Große Namen wie etwa Richard Avedon, Bernd und Hilla Becher, Henri Cartier-Bresson, Andreas Gursky, William Eggleston, Cindy Sherman oder Thomas Struth sind hier vertreten.

Es ist der Sammelleidenschaft F.C. Gundlachs zu verdanken, dass der Bestand der Bibliothek heute wahre Raritäten und kostbare Erstausgaben großartiger Klassiker der Fotobuchkunst enthält. Die Originalausgabe von "William Eggleston´s Guide" (1976) ist ebenso vertreten wie "Anonyme Skulpturen", von Bernd und Hilla Becher (1970) oder "Yosemite and the range of light" von Ansel Adams (1979).
Schon während seiner Kindheit entdeckte F.C. Gundlach seine Liebe zum Fotobuch. Noch heute kann er sich an eines seiner ersten Fotobücher deutlich erinnern: "Das goldene Buch der Rolleiflex". Dieses Werk trug wesentlich dazu bei, dass er sich später für eine Ausbildung zum Fotografen entschied. Es befindet sich übrigens noch heute in seinem Besitz.
Lange bevor F.C. Gundlach die ersten Fotografien für seine Sammlung erwarb, begann er seine Fotobuch-Bibliothek kontinuierlich auszubauen. Im Laufe der Jahre wurde aus F.C. Gundlach so nicht nur ein bedeutender Modefotograf, Sammler und Kurator, sondern auch ein Experte für gute Fotobücher.

Kontakt:
Gern ist Ihnen die wissenschaftliche Mitarbeiterin Jasmin Seck bei Ihren Fragen behilflich und unterstützt Sie bei Ihren Recherchen: telefonisch während der Öffnungszeiten unter folgender Telefonnummer: 040 - 32 10 32 24 oder per Email, auch außerhalb der Öffnungszeiten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Die Bibliothek ist dienstags und mittwochs jeweils von 14-18 Uhr besetzt. Die Nutzung ist frei.