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„Judith“ - Ein gemeinsames Projekt der beiden Ensembles von Staatsoper und Schauspiel

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Donnerstag, den 17. September 2009 um 08:11 Uhr
Regisseur Sebastian Nübling entwickelt auf der Basis von Hebbels gleichnamigem Drama und Vivaldis Festmusik „Juditha triumphans“ einen Musik-Theaterabend.

Joint venture der Staatsoper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart: In Kooperation mit den diesjährigen Salzburger Festspielen kommt es am 10. Oktober 2009, 19.30 Uhr im Schauspielhaus zu einer besonderen künstlerischen Begegnung: In dem Projekt „Judith“ nähern sich die Stuttgarter Ensembles von Oper und Schauspiel dieser biblischen Gestalt in einer Regiearbeit von Sebastian Nübling.

Hebbels gleichnamiges Drama, Texte von Anne Tismer und aus dem Buch Judit sowie Vivaldis Festmusik „Juditha triumphans“ von 1716 bilden die Bausteine von Nüblings szenischer Judith-Erkundung. Dabei entwickelt er Regie und Kompositionen dieses Musik-Theaterabends mit Lars Wittershagen, unter dem Dirigat von Lutz Rademacher und im Raum und Kostümen von Muriel Gerstner.

Ist die Figur Judith Tugendheldin oder Schreckbild einer fatalen Weiblichkeit, die der tradierten männlichen Überlegenheit in der Maske der Verführung zu Leibe rückt? Das apokryphe „Buch Judit“ aus der Bibel erzählt die Errettung der Stadt Betulia durch Judith als Triumph des Schwachen über das Starke. Gott befreit sein Volk aus der Belagerung durch den scheinbar unbesiegbaren assyrischen Feldherrn Holofernes „durch die Hand einer Frau“: Judith schlägt Holofernes mit seinem eigenen Schwert den Kopf ab.

Diesem Skandalon, der schillernden Gestalt Judith, welche zweitausend Jahre Kulturgeschichte in Gang gesetzt hat, wie die zahllosen künstlerischen Darstellungen des Motivs am eindrucksvollsten beweisen, spürt Regisseur Nübling nach. Dabei arbeitet er – nach seinem Opernregiedebüt „Carmen“ und Schauspielinszenierungen wie „I Furiosi“ an den Württembergischen Staatstheatern – erstmals Sparten übergreifend sowohl mit Sängern, Schauspielern sowie dem Orchester „Il Gusto barocco“ zusammen. Das Barock-Ensemble gründet sich für diese Inszenierung und wird auch künftig in Stuttgart eine Konzertreihe gestalten.

Die Produktion „Judith“ feierte bereits am 27. Juli 2009 in Salzburg Premiere, bei den Festspielen ist damit Sebastian Nübling bereits zum zweiten Mal zu Gast.

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