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Frankfurter Buchmesse schränkt Informationen über verfolgte Autoren in Tibet ein

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Dienstag, den 15. September 2009 um 08:23 Uhr
Das Messe Management der Frankfurter Buchmesse hat der International Campaign for Tibet (ICT) untersagt, auf der Frankfurter Buchmesse Informationsmaterial zu verteilen und dies auf den Messestand sowie die Veranstaltungen der Organisation begrenzt. ICT hatte bei der Buchmesse das Verteilen von Flyern auf festgelegten Wegen, so genannte "Walking Acts", beantragt. Hiermit will die Organisation auf eine Lesung am Sonntag, 18. Oktober, um 14 Uhr hinweisen, in der der Schauspieler Hannes Jaenicke Texte tibetischer Autoren vorträgt. Darüber hinaus soll über die Biografien dieser Autoren und die Lage von Schriftstellern und Künstlern in Tibet informiert werden. Der Antrag der ICT wurde vom Messemanagement mit Verweis auf die Sicherheit abgelehnt.

ICT kritisiert diese Entscheidung der Buchmesse: "Für uns kommt dies einer Zensur gleich. Offensichtlich will die Leitung der Buchmesse das Verteilen von Informationsmaterial über Tibet einschränken, um den Ehrengast China nicht zu brüskieren.", so ICT-Geschäftsführer Kai Müller. Die von der Buchmesse vorgebrachten Argumente seien haltlos und vorgeschoben. "Das Buchmessen-Management unterbindet mit seinem Verhalten friedliche Meinungsäußerungen und beschädigt sich damit als eine internationale Messe des freien Wortes selbst. Wir fordern die Buchmesse auf, ihre Entscheidung zu revidieren und uns im Rahmen der Walking Acts die Möglichkeit zu geben, Informationen über die Lesung mit Hannes Jaenicke und die Autoren zu verteilen."

In einer E-Mail an ICT verweist die Messeleitung darauf, dass durch das Verteilen von Handzetteln der International Campaign for Tibet Deutschland ein "hohes Gefahrenpotenzial durch sich aufstauende Menschen" entstehen könnte. Diese Menschenmengen könnten wiederum durch die "Diskussion zwischen Andersdenkenden" entstehen. Dies sei nicht "einschätzbar", heißt es weiter.

Die Möglichkeit "Walking Acts" durchzuführen, wird von der Buchmesse explizit angeboten und beworben, kommentiert ICT die Begründung. ICT hatte in seinem Antragsschreiben gegenüber der Buchmesse ausdrücklich betont, dass die Verteilung von Flyern durch zwei Mitarbeiter der Organisation in "zurückhaltender Weise" geschehen solle. Müller: "Wenn das Management der Buchmesse nicht in der Lage ist, die Sicherheit der Buchmesse zu gewährleisten, wenn zwei Personen Zettel verteilen, ist es offenbar mit der Organisation einer internationalen Messe überfordert. Wir vermuten, dass die Absage an ICT darauf zurückgeht, dass sich die Verantwortlichen der Buchmesse durch den Ehrengast China unter Druck fühlen oder setzen lassen".

Quelle: International Campaign for Tibet Deutschland e.V.

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