Neue Kommentare

Hamburger Architektur Sommer 2019

News-Port
Das Forum Zeitgenössischer Tanz und Musik (FZTM) Leipzig hat die Kulturpolitik der EU-Kommission, der Bundes- und einiger Landesregierungen sowie die Statements der Parteien zur Wahl recherchiert und nach neuen Lösungsansätzen für zukünftige Herausforderungen befragt.

Auch wenn die Kultur in den Wahlprogrammen und Statements der Kandidaten vorkommt, werden die Potentiale der Kreativen, insbesondere des Marktes der Freien Darstellenden Künste und Musik, regelmäßig unterschätzt. So wird mehrheitlich auf die Förderung der Breitenkultur und Bewahrung des kulturellen Erbes als ausgleichendes Element abgezielt. Den Anforderungen für eine effiziente Förderung der Kreativwirtschaft wird dies nicht gerecht. Deutschland ist auf der Welt bekannt für seine einzigartige Dichte an Kultur. Diese muss aber auch nach vorne gerichtet weiterentwickelt werden, wenn sie nicht museal wirken will. Die großen städtischen Theatereinheiten von heute entsprechen nicht der Arbeitswirklichkeit der Kreativen, jedoch wird das meiste Geld noch nach den alten Prinzipien verteilt. Die viel zu klein bemessenen Etats der freien Kulturförderung und deren kurzfristiger Förderhorizont stehen, wie schon der Bundespräsident Köhler am 20. Januar 2009 betonte, dem Innovationsgrad, der Flexibilität und der Effizienz der Freien Ensemble diametral gegenüber. Um die Möglichkeiten des „geistigen Rohstoffs“ unserer Volkswirtschaft für die Zukunft besser zu nutzen, müssen in der Alimentierung die Freien Ensemble, denen des kommunalen Theatersektors gleichgestellt werden. Nur so besteht auf dem Markt der Darstellenden Künste und Musik mehr Chancengleichheit.

Die zukünftigen Landesregierungen sind aufgefordert, mit den Kommunen geeignete Förderstrukturen der Kreativwirtschaft im Sektor der Freien Darstellenden Künsten und Musik zu schaffen. So wird es möglich sein, ein herausragendes Ensemble wie HEIKE HENNIG & Co im 10-ten Jahr seines Bestehens durch eine institutionelle Förderung in Leipzig zu halten, zu präsentieren und als mitteldeutschen Exportschlager international vermarkten zu können.

Mehr Informationen: www.tanz-scene.de/kulturpolitik/kulturpolitik.html

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Mehr auf KulturPort.De

Ihr Blick trifft uns mitten ins Herz, – ein Blick voller Zorn, Entschlossenheit, Schmerz und Trauer. Cynthia Erivo spielt die Rolle der legendären...

Es ist erst gut ein Jahr her, da berichtete KulturPort.De noch von Ennio Morricones „Farewell Tour“ quer durch Europa, die ihn auch am 21.1.2019 mit rund 200...

Die Musiker der Gruppe Svjata Vatra (Свята Ватра) um den Sänger und Trombone-Spieler Ruslan Trochynskyi legen sehr großen Wert darauf, dass bei diesem...

Die beeindruckende Sammlung spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Kunstwerke des Lübecker St. Annen-Museums konnte durch einen schönen „Hieronymus im...

In sechszehn Porträts beschreibt der Journalist und Chefredakteur der „Welt-Gruppe“, Ulf Poschardt, was er sich unter Mündigkeit vorstellt. Nicht wenige Begriffe...

Detektiv Conan startet in ein neues Kino-Abenteuer. Nach dem Corona-Lockdown wechseln die KAZÉ Anime Nights von der Streaming Plattform Anime-on-demand.de zurück...


Home     Blog     Kolumne     Reisen     NewsPort     Live

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.