Werbung

Neue Kommentare

Claus Friede zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Danke für Ihren Kommentar, Herr Zurch.
We...

Bernd Zurch zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Vielen Dank. Warum gibt es keine Sternchen mehr? ...
Martin Zopick zu „Nocturnal Animals” – Rachethriller als bittere Selbsterkenntnis : Der zweite Film von Tom Ford und der ist gar nich...
Michaela zu „Midsommar”. Die sonnendurchfluteten Abgründe des Ari Aster: Einer der magnetisierendsten Filme, die ich seit ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Uraufführung an der Oper Leipzig zum Mendelssohnjahr

Drucken
Dienstag, den 25. August 2009 um 09:06 Uhr
Mit der Uraufführung von Robert Mieths „Solo Fanny“ an der Oper Leipzig anlässlich des 200. Geburtstags von Felix Mendelssohn Bartholdy gedenkt die Oper Leipzig nicht nur des Geburtstagskindes, sondern lässt auch einer zu Unrecht vergessenen Pianistin, Komponistin und Künstlerpersönlichkeit angemessene Würdigung widerfahren. Denn zu Wort kommt hier eine enge Verbündete Mendelssohns: Fanny Cäcilie Hensel, die gleichermaßen begabte, aber weitgehend in den Hintergrund gedrängte Schwester des gefeierten Komponisten. „Solo Fanny“ wird am 14.09.2009 im Kellertheater der Oper Leipzig uraufgeführt, mit der international renommierten Sopranistin Christine Wolff in der Rolle der Fanny sowie Anastasia Mozina-Braun am Piano.

In Form eines „Monologs für komödienspielenden Sopran” zeichnet Autor Robert Mieth das Psychogramm der ambivalenten Beziehung zwischen den Geschwistern Mendelssohn. Er lässt Fanny aus dem Schatten des jüngeren Bruders treten und in schonungsloser Rechenschaft vor sich selbst das streng gehütete Verschwiegenheitssiegel der Familienchronik aufbrechen. So erfährt das Publikum aus dem Munde jener Person, die Felix am nächsten stand, spannende Geschehnisse aus dem Leben der Geschwister und vertrauliche Einzelheiten aus dem Kreise Mendelssohn, die weit über gefällige Anekdoten hinausreichen.

Mit seinen Sprachkunstwerken „Er. Mein Sohn” und „Wegen wesentlicher Theilnahme”, dichte und wortwitzreiche Text-Musik-Collagen, begeisterte Robert Mieth sein Publikum im Kellertheater der Oper Leipzig bereits in den vergangenen Spielzeiten. Mit „Solo Fanny” schuf er nun ein weiteres Werk, das an seine Darstellerin nicht nur stimmlich, sondern auch darstellerisch höchste Anforderungen stellt: Ein großes Solo für eine universelle Künstlerin. Was Renate Krößner im Film „Solo Sunny” war, wird Christine Wolff, in Personalunion Sängerin und Schauspielerin, im Bühnenmonolog „Solo Fanny“ sein: eine seelisch tief verletzte Frau in fast auswegsloser Situation. In ihren Monolog eingebunden sind Kompositionen der Geschwister Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy sowie von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven.

Mit Christine Wolff fand Robert Mieth seine „erträumte Fanny”. Sie studierte in Leipzig bei Kammersängerin Sigrid Kehl, gastiert in zahlreichen Opern-, Operetten- und Musical-Partien auf den großen Bühnen Deutschlands, feiert im Konzertbereich deutschlandweite und internationale Erfolge und tritt regelmäßig bei zahlreichen renommierten Festivals auf. Im Rahmen des Mendelssohn-Special-Day war sie im Februar dieses Jahres mit dem Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Georg Christoph Biller in einer Live-Aufzeichnung des MDR-Hörfunks europaweit zu hören. In diesem Jahr erschien anlässlich des Mendelssohn-Gedenkjahres ihre neue CD mit dem Thomanerchor Leipzig und dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Georg Christoph Biller mit Psalmen und Motetten. An der Oper Leipzig sang Wolff 2000 die Rolle der Axinja in der UA von Luca Lombardis „Dimitri oder Der Künstler und die Macht“ (Regie: Uwe Wand). Zudem war sie an der Musikalischen Komödie als Maria („West Side Story“) zu erleben, eine Rolle, mit der sie an insgesamt zehn deutschen Theatern Erfolge feierte.

„Solo Fanny“ – Uraufführung am 14. September, 20 Uhr, Kellertheater der Oper Leipzig. Weitere Aufführungen am 18. September und 20. September, jeweils 20 Uhr.

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Uraufführung an der Oper Leipzig zum Mendels...

Mehr auf KulturPort.De

Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst
 Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst



Hamburgs Unternehmen können sich der Öffentlichkeit als Kunstförderer vorstellen, die Öffentlichkeit hat die einmalige Chance, Sammlungen kennenzulernen, zu  [ ... ]



Katrin Bethge: Lichtdurchflutet
 Katrin Bethge: Lichtdurchflutet



Seit Ende der 1990er Jahre inszeniert die in Hamburg lebende Künstlerin Katrin Bethge mit Licht – Innen- und Außenräume.
Seit dem Wochenende und noch bis z [ ... ]



„The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms
 „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms



Vorbei der fiebrige Glamour und die trügerische Romantisierung von „Goodfellas”, Verbrechen ist in „The Irishman” ein eher eintönig sorgenvolles Metier [ ... ]



Still in the Woods: Flying Waves
 Still in the Woods: Flying Waves



Schon in einer vorangegangenen KulturPort.De-Besprechung zum ersten Album (Rootless Tree) von „Still in the Woods“ kam das bemerkenswerte Potential der Band  [ ... ]



„Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona
 „Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona



Ein ungewöhnlich schönes Ambiente, ganz erstaunliche Stimmen und ein Spaßfaktor, wie er in der klassischen Musik wohl einmalig ist: Der „Halloween“-Sänge [ ... ]



Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel
 Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel



Die Bibel, sagt Arno Schmidt, sei „ein unordentliches Buch mit 50.000 Textvarianten“. Auch wenn diese Zahl groß klingt – damit hat er gewiss noch heftig u [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.