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Das Germanische Nationalmuseum untersucht die Rolle der Kirchen in der DDR

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Freitag, den 07. August 2009 um 09:22 Uhr
Der Arbeitskreis "Deutsche Positionen 1945-1989" tagt am 2. und 3. September zur Erforschung der Kunst in der DDR unter Leitung von Prof. Dr. Sigrid Hofer in Nürnberg. In Kooperation mit dem Germanischen Nationalmuseum und angebunden an die Ausstellung "Kunst und Kalter Krieg".

Die Kirchen zählten in der DDR zu den unabhängigsten Auftraggebern. Ihr Engagement in künstlerischen Angelegenheiten ging weit über Fragen der Aus- und Umgestaltung von kirchlichen Bauten hinaus. Sie boten Musikern und Literaten ein öffentliches Podium, förderten Bildende Künstler, organisierten Ausstellungen, Auktionen, Kunstgespräche und legten eigene Sammlungen an, in die neben Werken von ostdeutschen Künstlern auch Arbeiten aus dem westlichen Ausland und aus den befreundeten sozialistischen Ländern aufgenommen wurden.

Über die staatlich verordnete Kunstdoktrin setzten sich die Kirchen hinweg, sie standen loyal zu ausgegrenzten Künstlern und scheuten sich nicht, unbequeme Autoren in Lesereihen zu präsentieren. Auch die Vermittlung der westeuropäischen klassischen Moderne war ihr Anliegen.

Die Tagung soll Gelegenheit bieten, die Rolle und Bedeutung der Kirchen als Netzwerk autonomer Kunstäußerungen näher zu untersuchen.

Um Anmeldung bis zum 14. August wird gebeten, die Teilnahme ist kostenlos. Das genaue Tagungsprogramm und ein Anmeldeformular stehen auf der GNM-Forschungsseite forschung.gnm.de unter der Rubrik "Tagungen & Workshops" zur Verfügung.
 

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