News-Port

München für Top-Künstler uninteressant

Drucken
Mittwoch, den 22. Juli 2009 um 16:12 Uhr
München, die einstige Stadt der Künstler, ist als Standort für Kunstschaffende uninteressant geworden: Von den 50 auf dem Kunstmarkt erfolgreichsten Malern und Bildhauern kommt nur noch einer aus der Isarstadt, wie die aktuelle Deutschlandkarte des ZEITmagazins zeigt. Um 1900 beeinflussten die Münchner Schule und der Blaue Reiter von hier aus noch das ganze Land. An der Spitze liegt jetzt Berlin mit 19 ortsansässigen Künstlern.

Düsseldorf und Köln, die jeweils 12 bzw. 10 Künstler beheimaten, liegen deutlich vor der bayerischen Landeshauptstadt. Auch Hamburg schneidet vergleichsweise schlecht ab: Die Hansestadt beherbergt mit drei Top-Künstlern nur zwei mehr als München und befindet sich gleichauf mit Karlsruhe.

Insbesondere die nach 1960 Geborenen zieht es, wie die Infografik zeigt, nach Berlin. Hier entfaltet sich heute nicht nur die deutsche, sondern auch die internationale Kunst. Unter den Einwohnern der neuen Kunsthauptstadt: Wolfgang Tillmans, Georg Baselitz und Katharina Sieverding. Fast alle der hier lebenden Künstler haben jedoch noch einen Zweitwohnsitz: gänzlich unattraktiv werden die anderen deutschen Städte gegenüber Berlin also nicht.

Quelle: DIE ZEIT
 

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.