Neue Kommentare

Hamburger Architektur Sommer 2019

News-Port
Teilrestaurierung des farbenprächtigen Monumentalgemäldes von Willy von Beckerath in der Aula der Hochschule für bildende Künste Hamburg ist dank der Förderung durch die Hamburger Stiftung Denkmalpflege i. H. von 81.500 € abgeschlossen. Der Bund zieht mit einer Summe von 100.000 € für den Abschluss der Restaurierung nach.

Die Aula der HFBK schmückt ein in der Zeit zwischen 1912-18 entstandenes imposantes Wandgemälde des Malers Willy von Beckerath. Dieses war schon immer eine große Attraktion sowohl für die Mitglieder der Hochschule als auch für die eigens angereisten Besuchergruppen. Anfang September 2008 musste ein erstes Teilstück des Gemäldes zu Restaurierungszwecken abgenommen werden. Am 15. Juli 2009, um 13 Uhr wird das Gemälde erstmals wieder der Öffentlichkeit gezeigt und dabei in seiner ursprünglichen Farbigkeit an der Stirnseite der Aula erstrahlen.

Das insgesamt 44 Meter breite und 4 Meter hohe, sich über drei Wandflächen erstreckende Monumentalbild mit dem Titel »Die ewige Welle« stellt in einer Folge von 8 Bildern den Aufstieg und Fall einer Kulturepoche symbolisch dar. Willy von Beckerath lehrte von 1907 bis 1931 an der Hochschule, damals noch Staatliche Kunstgewerbeschule, und leitete die Klasse für »Figürliche Wandmalerei«. Beeinflusst von den Ideen der Reformbewegung befürwortete er, die Unterschiede zwischen »hoher« und angewandter Kunst zu überbrücken. Für sein Hauptwerk »Die ewige Welle« strebte von Beckerath eine Verschmelzung von Architektur und Malerei an, indem die Leinwand so in die Gebäudewand eingelassen ist, dass letztere zur Grundfläche für die dekorative Malerei wird.

Die Restauratoren des Denkmalschutzamtes schlugen im Herbst 2008 Alarm: Über die Jahre hatten sich große Teile der Leinwand abgelöst, die direkt auf die Putzfläche geklebt ist. Das Gemälde drohte von der Wand zu fallen. Das Denkmalschutzamt vermittelte den Kontakt zur Stiftung Denkmalpflege Hamburg, die die Restaurierung mit einer großzügigen Spende von 81.500 € ermöglichte. Das 15 Meter breite und 4 Meter hohe Teilstück wurde von der Wand gelöst und für den Transport in die Restaurierungswerkstatt des Denkmalschutzamtes auf eine übergroße Rolle gewickelt. Inzwischen sind die restauratorischen Arbeiten abgeschlossen und das Gemälde hängt wieder an seinem angestammten Platz in der HFBK-Aula. Im nächsten Schritt steht die Restaurierung des verbliebenen 29 Meter breiten Leinwandbildes von der Nordwand an. Dies soll nach den Sommerferien geschehen und kann aus den kürzlich zugesprochenen Bundesmitteln in Höhe von 100.000 € bestritten werden. Die komplette Sanierung der Aula hofft die HFBK in einem weiteren Schritt Ende 2010 abgeschlossen zu haben.

Öffentliche Präsentation: 15. Juli, 13 Uhr, Aula der Hochschule für bildende Künste Hamburg

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Mehr auf KulturPort.De

Was macht das Lachen so bedeutend, dass jemand mehr als zweitausend Seiten darüber schreiben kann? Für Lenz Prütting ist das Lachen ein Verhalten, das allein dem...

In diesem Jahr ist alles anders. Corona-bedingt erschien deshalb die neue CD, namens „Spring“ von Menzel Mutzke verspätet. Mutzke…? Mutzke…? War da nicht was? –...

Luca ist zehn Jahre alt, der Vater 34. Die Mutter ist vor einem Jahr gestorben. Lucas versucht, seinem Vater ein guter Sohn zu sein. Jeden Tag sagt er ihm, er habe...

„Wege des Lebens – The Roads Not Taken” ist ein Blick tief in das Innerste des Menschen, eine ästhetisch virtuose Exkursion durch Zeit und Raum auf den Spuren noch...

Bill Asprey, der Schöpfer des legendären Comics „Love is…“ stellte zum Internationalen Tag der Freundschaft am 29.07. neue Arbeiten aus der Comic-Serie „Friendship...

Vierundzwanzig Jahre nach seinem Tod ist ein weiteres posthumes Werk des Philosophen Hans Blumenberg erschienen, zusammen mit seiner seinerzeit ungedruckten...


Home     Blog     Kolumne     Reisen     NewsPort     Live

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.