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Kyoto-Preis 2009: Komponist Pierre Boulez wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet

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Dienstag, den 23. Juni 2009 um 14:17 Uhr
Der Kyoto-Preis, neben dem Nobelpreis eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft, geht in diesem Jahr an den Komponisten Pierre Boulez, an die Evolutionsbiologen Dr. Peter Raymond Grant und Dr. Barbara Rosemary Grant sowie an Dr. Isamu Akasaki, Wissenschaftler auf dem Gebiet der Elektronikforschung. Die mit jeweils 50 Millionen Yen (rund 370.000 Euro*) dotierte Ehrung wird alljährlich durch die Inamori-Stiftung vergeben, die 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen wurde.

Mit dem Kyoto-Preis würdigt die Inamori-Stiftung das Lebenswerk von Persönlichkeiten, die sich mit herausragenden Leistungen in ihrem Bereich verdient gemacht haben. Der französische Komponist Pierre Boulez erhält den Preis in der Kategorie Kunst und Philosophie für seinen Beitrag zur zeitgenössischen Musik. Preisträger in der Kategorie Grundlagenforschung ist das englische Biologen-Ehepaar Dr. Peter Raymond Grant und Dr. Barbara Rosemary Grant. Beide werden für ihre Evolutionsforschung ausgezeichnet. In der Kategorie Hochtechnologie zeichnet die Inamori-Stiftung den japanischen Wissenschaftler Dr. Isamu Akasaki für seine Erfolge auf dem Gebiet der Elektronikforschung aus. Die Verleihung findet am 10. November in Kyoto statt. Das Komitee begründet die Auswahl der Preisträger wie folgt:


Pierre Boulez (*1925 Montbrison, Frankreich)

Pierre Boulez, französischer Komponist, Dirigent und Autor, zählt zu den bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Er hat die westliche Musik nach dem zweiten Weltkrieg maßgeblich beeinflusst. Als Mann mit vielseitigem Talent und einem Höchstmaß an Kreativität prägt er die zeitgenössische Musikszene his heute. Im Fokus seines Interesses stand dabei zunächst die serielle Musik - hier trug er maßgeblich zur theoretischen und praktischen Weiterentwicklung bei. Pierre Boulez steht bis heute als Dirigent am Pult weltweit führender Orchester. Unter anderem leitete er das New York Philharmonic als Nachfolger von Leonard Bernstein. Pierre Boulez ist Ehrendoktor der Universitäten Leeds, Basel, Oxford, Cambridge, Southern California Los Angeles, Brüssel und Frankfurt a.M. Für sein Lebenswerk gebührt Pierre Boulez höchste Anerkennung.

Dr. Peter Raymond Grant (*1936 in London, England)

Dr. Barbara Rosemary Grant (*1936 in Arnside, England)

Durch ihre mehr als 35 Jahre andauernde Feldstudie über Darwins Finken auf den Galapagos Inseln, haben die Grants gezeigt, dass sich Morphologie und Verhalten von Organismen durch natürliche Selektion aufgrund von ökologischen Schwankungen rasch verändern. Ihre beeindruckendste Leistung ist eine detaillierte Studie darüber, wie sich in einer dramatisch verändernden natürlichen Umwelt, die Größe und Form des Schnabels von Finken (Gattung Geospiza) in kurzer Zeit durch natürliche Selektion entwickelt hat. Darüber hinaus haben die Ergebnisse der Grants dazu beigetragen, in der breiten Öffentlichkeit ein genaues Verständnis von evolutionären Phänomenen zu fördern. Ihre Arbeit weist außerdem auf die Bedeutung der Evolutionsbiologie im Umgang mit den laufenden Veränderungen der Umwelt hin. Die Beiträge der Grants zur evolutionären Biologie verdienen die höchste Anerkennung.

Dr. Isamu Akasaki (*1929 in Kagoshima, Japan)

Dr. Isamu Akasaki erforschte für viele Jahre intensiv das Halbleitermaterial Galliumnitrid (GaN) mit dem Ziel, blaue LEDs (Light Emitting Diodes) zu realisieren. Seine Arbeit gipfelte 1989 in der ersten Umsetzung eines p-n-Übergangs bei Galliumnitrid, was bis zu diesem Zeitpunkt als unmöglich galt. Diese Leistung Akasakis war der erste ernstzunehmende Schritt auf dem Weg zur Kommerzialisierung blauer LEDs, die als letzte Grundfarbe in diesem Bereich fehlten. Mit Ihnen war es nun möglich das gesamte Farbspektrum darzustellen. LEDs finden aufgrund herausragender Effizienz und Langlebigkeit in vielen Bereichen Anwendung, wie etwa bei Bildschirmen und für weißes Licht. Später folgten blaue Laserdioden, unter anderem als Grundlage für die Entwicklung von der Blu-ray DiskTM. Für seine Forschung gebührt Dr. Isamu Akasaki die höchste Anerkennung.

Mit dem diesjährigen Kyoto-Preis werden bereits zum 25. Mal Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Weiterentwicklung der Wissenschaften und Künste besonders verdient gemacht haben. Unter anderem nahmen in den vergangenen Jahren bereits die deutsche Choreographin Pina Bausch, der Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der Musiker und Dirigent Nikolaus Harnoncourt, die Künstler Maurice Béjart und Roy Lichtenstein sowie die Primatenforscherin Jane Goodall den Preis entgegen.

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