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Nachwuchsexperten plädieren für neue Konzepte in der internationalen Kulturkooperation.

Junge Kulturexperten aus aller Welt haben heute in Paris zum Auftakt der Zweiten Vertragsparteienkonferenz zum UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen Vorschläge für eine kulturelle Vielfalt 2030 vorgestellt. Die Vorschläge wurden während des U40-Weltforums "Kulturelle Vielfalt 2030" erarbeitet, das die Deutsche UNESCO-Kommission vom 12. bis 14. Juni 2009 als Vorkonferenz zur Zweiten Vertragsstaatenkonferenz in Paris veranstaltet hat. Die 50 Nachwuchsexperten aus 34 Ländern plädieren für neue Konzepte in der internationalen Kulturkooperation, die über traditionelle Modelle der Entwicklungszusammenarbeit hinausgehen. Kulturelle Vielfalt spiele eine fundamentale Rolle, damit sich Gesellschaften weltweit nachhaltig entwickeln. Sie betonen, dass die Zivilgesellschaft maßgeblich an der Umsetzung der Konvention beteiligt sein muss. Medien sollten das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert von "kultureller Vielfalt" steigern, Blogs und interaktive e-platforms globale Kulturarbeit fördern, Kooperationen etwa mit der FIFA innovatives Fundraising ermöglichen. Die jungen Kulturexperten erklärten, dass sie aktiv an diesen langfristigen Zielen mitarbeiten wollen. Sie nehmen als Beobachter an der Zweiten Vertragsstaatenkonferenz (15. bis 18. Juni 2009, Paris) teil.

 

Im Anschluss an die Konferenz diskutieren sie auf einer Podiumsdiskussion in der UNESCO mit Staatenvertretern und internationalen Nichtregierungsorganisationen, wie die Konvention besser sichtbar gemacht werden kann. Die Zweite Vertragsstaatenkonferenz zur UNESCO-Konvention verabschiedet in Paris Richtlinien, um die internationale Zusammenarbeit im Kulturbereich zu stärken. "Dieses Weltforum mit jungen Experten aus aller Welt zeigt, wie attraktiv kulturelle Vielfalt ist. Zum ersten Mal in der Geschichte der UNESCO öffnet sich eine Vertragsstaatenkonferenz für Nachwuchsexperten. Diese Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission ist weltweit auf positive Resonanz gestoßen. Über 30 internationale Partner unterstützen uns, dieses Projekt zu realisieren„, sagte Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. Das U40-Weltforum wird von der Deutschen UNESCO-Kommission und der Internationalen Föderation der Koalitionen für kulturelle Vielfalt (IFCCD) in Zusammenarbeit mit dem Institut national d‚audiovisuel (INA) organisiert. Die Kulturministerien Österreichs, Finnlands, Spaniens, Kataloniens und Kanadas, die Interarts-Stiftung Barcelona und 30 weitere Partner unterstützten das Weltforum. Das Weltforum ist Teil des Nachwuchsförderprogramms "U40 ˆ Kulturelle Vielfalt 2030", das die Deutsche UNESCO-Kommission 2007 initiiert hat. Das Programm fördert junge Kulturschaffende und -experten, die bereits heute, in fünf oder zehn Jahren für die Förderung von kulturellen Ausdrucksformen verantwortlich sind.
 

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