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Pegasus Preis 2009 für das Ohnsorg Theater Hamburg

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Dienstag, den 16. Juni 2009 um 21:30 Uhr
Pegasus PreisIn der Spielzeit 2008/2009 hat insbesondere die Inszenierung "Misery" von Klaus Engeroff am Ohnsorg Theater die unabhängige Jury für den von ExxonMobil ausgelobten Pegasus Preis beeindruckt. Das Kriminaldrama von Simon Moore nach Stephen Kings Romanvorlage wurde von Jürgen Witt bruchlos und schlüssig in norddeutsches Milieu und plattdeutsche Sprache übertragen. Psychologisch präzise spielten die beiden Protagonisten Herma Koehn und Oskar Ketelhut das Duell auf Leben und Tod in dem von Katrin Reimers bedrohlich eng gestalteten Bühnenraum. Darüber hinaus fand uneingeschränkte Anerkennung vor allem der Mut des Intendanten Christian Seeler, diesen beklemmenden Thriller aufzuführen, der aus dem Rahmen des angestammten Programmprofils des Hauses fiel. Mit seiner Entscheidung hat Seeler riskiert, manchen auf gemütliches Lachtheater eingestellten Ohnsorg Dauergast zu schockieren - allerdings mit einer Glanzleistung.

In ihrer Begründung stellt die Jury klar, dass sie sich in ihrer Entscheidung auch bestärkt sieht durch die erbrachte Gesamtleistung: acht Produktionen, davon drei plattdeutsche Erst- und zwei Uraufführungen. Doch neben diesem eher quantitativen Aspekt fand vor allem das Gespür des Intendanten Anerkennung, mit dem er die richtigen Stücke auswählt, um seine Schauspieler bestens zur Geltung kommen zu lassen. "Geschickt weiß Christian Seeler die Balance zwischen Schwank-Tradition und modernem Lustspiel, zwischen Solo- und Ensemble-Leistung zu halten", wertschätzt die Jury die Intendantenleistung.

Das programmatische Anliegen reicht im Ohnsorg Theater von neuen Stücken über die Bearbeitung klassischer Dramatik bis zur Nachwuchsförderung bei Pflege und Erhaltung niederdeutscher Sprache und Bühnenkunst. Dafür entdeckt Christian Seeler immer wieder junge Talente, die er bei allem Wagemut klug zu künftigen Volksschauspielern aufbaut.  

Der seit 1999 verliehene Pegasus Preis von ExxonMobil für Hamburger Privattheater ist mit 35.000 Euro dotiert. Das Preisgeld soll helfen, in der nächsten Spielzeit eine Inszenierung zu ermöglichen, die sonst nicht oder nicht in der Form hätte realisiert werden können.

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