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Enthüllung der Skulptur "Balanceakt" von Stephan Balkenhol

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Montag, den 25. Mai 2009 um 11:12 Uhr
Fotocredit: Frank ZauritzVor genau 50 Jahren legte Axel Springer den Grundstein für sein Berliner Verlagshaus. Vor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer. Zur Feier dieser Anlässe enthüllte am heutigen Montag, 25. Mai 2009, Friede Springer die Skulptur "Balanceakt" von Stephan Balkenhol auf dem Vorplatz des Axel-Springer-Hauses. Das 5,70 Meter hohe Kunstwerk - ein auf einer Mauer balancierender Mann - wird von elf Original-Mauerteilen umrahmt. Im Herzen der Hauptstadt des vereinten Deutschlands soll es die Kraft von Freiheit und Selbstbestimmung symbolisieren.

Die Festrede hielt Bundespräsident a. D. Richard von Weizsäcker. In seiner Ansprache würdigte er das Engagement von Axel Springer für Einheit und Freiheit: "Das Eintreten für die Überwindung der Teilung Deutschlands war Staatsziel, die Präambel des Grundgesetzes hielt den Gedanken wach, Politiker erwähnten das Thema in ihren Reden - manche nicht nur sonntags. Dennoch war Axel Springer wohl einer der ganz wenigen, die wirklich an die Wiedervereinigung glaubten. Wie würde er sich freuen, könnte er erleben, dass wir heute hier nicht nur an den 50. Jahrestag der Grundsteinlegung seines Hauses, sondern auch an das 20. Jubiläum des Mauerfalls erinnern."

Der Verleger Axel Springer errichtete sein Verlagshaus 1959 unmittelbar an der Grenze zum sowjetisch besetzten Sektor Berlins, dem späteren Verlauf der Berliner Mauer. Sein Haus war für viele ein "Leuchtturm des freien Westens". Dazu sagte Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG: "Zeit seines Lebens hat sich Axel Springer mutig und unbeirrt für die deutsche Einheit eingesetzt, die mit dem Mauerfall vor 20 Jahren Wirklichkeit zu werden begann. Die Grundsteinlegung seines Verlagshauses direkt an der Berliner Sektorengrenze vor 50 Jahren ist deshalb auch eine gesellschaftspolitische Geste. Den inneren Zusammenhang beider Jubiläen wollen wir heute mit der Einweihung einer Skulptur von Stephan Balkenhol sichtbar machen. Der balancierende Mann auf der Mauer ist einerseits ein Zeichen des Triumphes über das Bauwerk der Teilung. Das Besteigen der Mauer wäre in Zeiten des Schießbefehls tödlich gewesen. Zugleich erinnert die Skulptur daran, dass der Umgang mit der gewonnenen Freiheit stets etwas Unsicheres, Schwankendes bleibt - ein Balanceakt eben."

Der zeitgenössische Bildhauer Stephan Balkenhol schuf das Werk 2009, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, auf Anregung der BILD-Zeitung. Die 5,70 Meter hohe Arbeit besteht aus bemalter Bronze, Beton und Teilen der Berliner Mauer. Allein die Skulptur des auf der Mauer balancierenden Mannes wiegt ca. 740 kg.

Matthias Winzen, Professor an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, sagte: "Der Bildhauer Stephan Balkenhol gehört zu den wenigen weltweit bedeutenden Künstlern aus Deutschland, die sowohl von den Kunstexperten als auch vom breiten Publikum geschätzt werden. Seine große balancierende Figur steht für die Kraft der Freiheit. Der Mann auf der Mauer ist geistesgegenwärtig, nicht aufgeregt. Er ist im Begriff, die nächste Bewegung nach vorne zu machen. Sein Gesichtsausdruck vermittelt Konzentration, Gelassenheit und Offenheit für den nächsten Schritt, für die Zukunft. Hinter ihm liegen Originalteile der Berliner Mauer, steinerne Zeugen der überwundenen Vergangenheit. Das Balancieren wird in Stephan Balkenhols Werk zum existentiellen Bild für Gegenwart. Wer bei sich ist, gelassen und konzentriert, bewältigt das Heute und kann das Morgen in den Blick nehmen."

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