Werbung

Neue Kommentare

Martin Zopick zu „Nocturnal Animals” – Rachethriller als bittere Selbsterkenntnis : Der zweite Film von Tom Ford und der ist gar nich...
Michaela zu „Midsommar”. Die sonnendurchfluteten Abgründe des Ari Aster: Einer der magnetisierendsten Filme, die ich seit ...
Hampus Jeppsson zu „Der Distelfink“. Kühle Eleganz als Metapher für Schmerz: Interessant. Ein sehr guter Roman, dessen Verfilm...
Elvana Indergand zu Snøhetta: Architektur – Landschaft – Interieur: Ich bin begeistert von der Biblioteca Alexandrina...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Kulturforum Hamburg: Der Stellenwert der Kultur in Hamburg

Drucken
Freitag, den 20. August 2010 um 23:14 Uhr
Scheindebatte: Nicht über den Erhalt der Kulturbehörde sollte debattiert werden, sondern vielmehr nach den Pannen der Vergangenheit über ihre Stärkung.
Natürlich muss die Kulturbehörde bestehen bleiben und natürlich auch mit einer eigenen Senatorin bzw. einem eigenen Senator! Aber darum geht es gar nicht: Es geht um mehr und um Wichtigeres. Es geht um den Stellenwert der Kultur in unserer Stadt.
Das aktuelle Für und Wider in der Öffentlichkeit zum Erhalt einer eigenständigen Kulturbehörde mit einem eigenen Präses auch nach der Wahl eines neuen Ersten Bürgermeisters am 25. August 2010 erweist sich als eine geradezu gespenstische Scheindebatte, die von der eigentlichen Frage an den neuen Senat der Freien und Hansestadt Hamburg ablenkt. Die besorgten Bürger der Stadt fragen nämlich schlicht, aber grundsätzlich danach, wie es in Zukunft mit dem kulturellen Angebot in Hamburg weitergehen soll. An den neuen Bürgermeister gerichtet spitzt es sich zur Gretchenfrage zu: „Wie hast Du`s mit der Kultur?“ Seine Antwort wird als ein politisches Bekenntnis der neuen Landesregierung gelten, das aber zugleich bei den Interessierten in der Stadt auch über sein persönliches Ansehen entscheiden kann.
Im Übrigen will zu einer politischen und kulturpolitischen Aufbruchsphase mit einer gravierenden Senatsumbildung und mit einem neuem Führungspersonal die bloße Bestandswahrung des Status quo einer überforderten Behörde überhaupt nicht passen:
Das wäre kein Anfang, den man herbeidebattieren sollte, das wäre Stillstand. Also gibt es auch hier den viel beschworenen Handlungsbedarf für den neuen Regierungschef. Da kein ernst zu nehmender Hamburger Bürgermeister daran denken wird, noch dazu, wenn ein kulturelles Prestigeprojekt wie die Elbphilharmonie mit aller Kraft verfolgt wird, auf eine eigenständige Kulturbehörde zu verzichten - dafür ist der Ruf Hamburgs als Kulturstadt inzwischen auch zu sehr gefestigt – wird er neu orientieren und umstrukturieren müssen.
Das Kulturforum Hamburg fordert daher den neuen Bürgermeister zu folgenden Stabilisierungsmaßnahmen für eine effektivere Kulturbehörde auf:
1. Besetzung mit einer professionellen Behördenspitze (kein prominenter oder gefälliger Name, kein altgedienter bzw. fachfremder Verwalter, keine Doppelbelastung)
2. Entflechtung der hinderlichen, sachlich nicht überzeugenden Ämterhäufung (die Bereiche Sport und Medien können in anderen Behörden wirksamer geführt werden)
3. Dauerhafte Ausstattung des Etats mit nennenswerten Verfügungsmitteln neben der weitgehend festgelegten Grundausstattung (um flexibel auf existenzbedrohende Notfälle reagieren zu können).

Das Kulturforum ist überzeugt, dass mit diesen Maßnahmen nicht nur die Effektivität eines Ressorts, sondern auch das kulturelle Klima unserer Stadt gebessert wird.

Quelle: Kulturforum Hamburg e.V.

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Kulturforum Hamburg: Der Stellenwert der Kult...

Mehr auf KulturPort.De

Still in the Woods: Flying Waves
 Still in the Woods: Flying Waves



Schon in einer vorangegangenen KulturPort.De-Besprechung zum ersten Album (Rootless Tree) von „Still in the Woods“ kam das bemerkenswerte Potential der Band  [ ... ]



„Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona
 „Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona



Ein ungewöhnlich schönes Ambiente, ganz erstaunliche Stimmen und ein Spaßfaktor, wie er in der klassischen Musik wohl einmalig ist: Der „Halloween“-Sänge [ ... ]



Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel
 Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel



Die Bibel, sagt Arno Schmidt irgendwo, sei „ein unordentliches Buch mit 50.000 Textvarianten“. Auch wenn diese Zahl groß klingt – damit hat er gewiss noch [ ... ]



Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer
 Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer



Es war die Zeit, in der die Malerei totgesagt war. Jeder, der sich zur Avantgarde zählte, suchte den Ausstieg aus dem Bild. Jeder? Nein. Vier junge Maler dachte [ ... ]



Christian Frentzen: First Encounter
 Christian Frentzen: First Encounter



Hat Modern Jazz noch eine Zukunft? Oder ist seine Wiederbelebung ein Griff in die Mottenkiste? Nein: Der Kölner Pianist Christian Frentzen zeigt auf seinem Deb [ ... ]



„Alles fließt“ – Oliver Mark, Sibylle Springer und Sonja Ofen in der Gallery Lazarus Hamburg
 „Alles fließt“ – Oliver Mark, Sibylle Springer und Sonja Ofen in der Gallery Lazarus Hamburg



Mia Farrow, Ben Kingsley, Anthony Hopkins – Oliver Mark hat sie alle vor der Kamera gehabt. Jetzt stellt der international renommierte Fotograf mit Sibylle Spr [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.