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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Bei den Vorbereitungen zu der Ausstellung „Scheinbar vertraut. Die holländische Genremalerei in Schwerin“ wurde ein im Rahmen verborgener, breiter Streifen des Gemäldes Vor dem Wirtshaus (1650) von Paulus Potter entdeckt. Der Künstler zählt zu den wichtigsten holländischen Tier- und Genremalern des 17. Jahrhunderts, das Gemälde zu den Schätzen des Museums.

Potter malte sein Sujet auf eine Holztafel, die auf besondere Weise konstruiert war. In der Mitte des Gemäldes konzentrieren sich die Hauptfiguren, während auf den beiden seitlichen, etwa acht Zentimeter breiten Streifen nur Randbereiche der Komposition zu sehen waren. Später ging man irrtümlich davon aus, dass diese Seitenbereiche nachträglich hinzugefügt worden waren.
Im 18. Jahrhundert entfernte man den rechten Streifen. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde auch der linke Streifen abgesägt.

altNicht nur die Veränderung, die aus der querformatigen Komposition ein Hochformat werden ließ, wurde erst jetzt erkannt, sondern auch das verborgene Fragment von der linken Seite, das im Rahmen verborgen angebracht war, wiederentdeckt. Die Malweise auf diesem bisher verschollenen Teil des Gemäldes zeigt alle Eigenschaften des Stils von Paulus Potter.

Das Gemälde gehört zu der Spitzenkollektion holländischer Malerei im Staatlichen Museum Schwerin. Die Sammlung, begründet im 18. Jahrhundert von den Mecklenburgischen Herzögen, ist eine der umfangreichsten in Deutschland. Die Ausstellung „Scheinbar vertraut“ bietet ab 23. Juli 2010 erstmalig einen Überblick über den hervorragenden, mehr als 100 Stücke umfassenden Bestand holländischer Genremalerei in der Schweriner Sammlung.
Zu den schönsten Werken gehören Gemälde von Carel Fabritius, Frans Hals, Frans van Mieris, Gerard Dou und Gerard van Honthorst. Viele der in der Ausstellung präsentierten Werke sind zuvor weder ausgestellt noch publiziert worden.
Die Ausstellung zeigt zudem anhand originalgroßer Reproduktionen eine Übersicht über die  im 2. Weltkrieg verlorenen gegangenen Genrebilder und damit einen Einblick in die Geschichte der Sammlung.

Foto und Quelle: Staatliches Museum Schwerin

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