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Hamburger Architektur Sommer 2019


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Das Opernloft Hamburg gewinnt Pegasus Preis 2010

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Montag, den 12. Juli 2010 um 18:49 Uhr
Grund zur Freude: Das Opernloft gewinnt den Pegasus Preis 2010 von ExxonMobil. Der mit 35.000 Euro dotierte Preis für Hamburger Privattheater geht in diesem Jahr an das jüngste Musiktheater der Stadt. Inmitten des Umzugstrubels erreichte die frohe Botschaft am Donnerstagvormittag Intendantin Inken Rahardt. Das Preisgeld wird für eine neue Produktion genutzt, die sonst so nicht realisierbar wäre.

Seit 1999 wird der Pegasus Preis jeweils an dasjenige Privattheater vergeben, das die überzeugendste Gesamtleistung einer Spielzeit gezeigt hat. In diesem Jahr überzeugt das Opernloft die siebenköpfige Jury, die ihre Entscheidung wie folgt begründet:

Dem Leitungstrio des Hamburger Opernlofts – Inken Rahardt, Yvonne Bernbom und Susann Oberacker – ist es gelungen, die Idee und das Konzept eines alternativen Opernhauses für Kinder, Jugendliche und Operneinsteiger durchzusetzen. Mit der "OperaBreve“, der 90-Minuten-Oper in modernem Gewand, hat das Team frech, aber nicht respektlos, ungeachtet ökonomischer Risiken konsequent und mutig, jedoch wohl überlegt, eine innovative, populäre und in Hamburgs Privattheater-Szene einzigartige Musiktheaterform etabliert.

Im Opernloft ist eine oft elitär und museal anmutende Kunstform direkt und frisch, ambitioniert, doch nicht angestrengt – eben anders und vor allem hautnah zu erleben. Ohne Chor. Ohne großes Orchester. Ohne pompöse Dekorationen. Die bekannten Werke der Musikliteratur werden auf ihren Kern reduziert und mit aktueller Aussage präsentiert. "OperaBreve“ heißt radikal gekürzt, in der Besetzung rigoros reduziert, heruntergebrochen auf die alltägliche Erlebniswelt, oft auch mit Spaß, den banalen Zeitgeist zu ironisieren.

Nachwuchsförderung betreibt das Opernloft in zweifacher Hinsicht: Es bietet jungen Sängerinnen und Sängern Auftrittsmöglichkeiten, dient als "Sprungbrett“ für Talente. Und es bringt jungen Leuten die Oper nahe, zieht somit künftiges Publikum auch für die Staatstheater heran. Im von Rahardt entwickelten Konzept der "Electr‘Opera“ singen und spielen Jugendliche für Gleichaltrige gemeinsam mit Profis. "Lost Violet“ nach Verdis "La Traviata“ spielt im Party- und Drogenmilieu der urbanen Club-Kultur, wurde bei Horst Köhlers bundesweitem Wettbewerb "Land der Ideen“ ausgezeichnet und im April 2010 erfolgreich am Staatstheater in Kassel nachgespielt.

In dieser Spielzeit beeindruckte die Jury Inken Rahardts Inszenierung von Georg Friedrich Händels "Tolomeo“. Die Regisseurin hat ein kaum bekanntes Händel-Werk ausgegraben und als einziges Musiktheater Hamburgs mit "Tolomeo“ eine Premiere im Jubiläumsjahr des Komponisten herausgebracht. Auf den Historienkontext verzichtend, inszenierte sie eine auf das Protagonisten-Quartett konzentrierte Familiengeschichte. Der mit Action- und Body-Painting formal und performativ auf einer schrägen (Bühnen)Leinwand ausgetragene Zwist der Brüder um die begehrte Frau reflektierte zudem satirisch die Konflikte zwischen Künstlernatur und Managertypus, zwischen einer etablierten und neuen (Opern)Kunst.

Die Jury begreift "Tolomeo“ als Paradebeispiel für das "Oper in Kurz“-Konzept, wie es auch die "Schulhof-Carmen“ überzeugend bestätigt. Rahardt verlegte den Bizet-Hit jugendnah in eine High-School, wo die Cheerleader-Prinzessin dem jungen Referendar José den Kopf verdreht und Escamillo, dem strammen Star im Football-Team, schöne Augen macht. Bizets orientalisches Eifersuchtsdrama "Die Perlenfischer“ ließ sie im Beach-Club spielen. Auch Svenja Tiedts Fassung und Inszenierung von Puccinis "La Bohème" unter jungen wilden Hippie-Künstlern bewies Originalität wie Tragikomik.

Hat das Opernloft-Team die "heilige Kuh Oper“ zwar nicht geschlachtet, wenn auch in den Augen manch gestrenger Puristen zuweilen arg entweiht, so ist es ihm doch in den drei Jahren seiner entschlossenen Arbeit gelungen, sie vom hohen Sockel zu stoßen. Und ein oft noch fern und fremd bleibendes, scheinbar unantastbares Kunstgenre zu zähmen, dem jugendlichen wie älteren Publikum auf Augenhöhe mit ihrer Erlebniswelt vertraut zu machen und humorvoll durch szenische Kommentare nahe zu bringen. Diese großartige und engagierte Leistung des Hamburger Opernlofts würdigt die Jury mit dem Pegasus Preis 2010 von ExxonMobil für Hamburger Privattheater.

Der Preis wird voraussichtlich im Oktober im neuen Opernloft in der Hamburger Innenstadt verliehen.

Quelle: https://opernloft.de

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avatar Lena
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das opernloft ist keine gewöhnliche, sondern wirklich eine außergewöhnlich bezaubernde oper! beeindruckendes angebot,gemütlich eingerichtet und freundliches Personal! Auf mich wird man dort auf jeden Fall wieder treffen!
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avatar Friederike
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Auch mich hat das Opernloft wirklich überzeugt!
Habe mir heute "Die Prinzessin der Feen" angeschaut und fand es schön zu sehen, wie auf spielerische und lustige Art & Weise klassische Musik an Kinder herangetragen wird!
In einer gemütlichen Kissenlandschaft können die Kleinen mitfiebern und ihrer Spannung Ausdruck verleihen. Sehr schön! :)
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avatar Liselotte
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Das Opernloft ist eine echte alternative zu der Staatsoper Hamburg.
Wenn man lust auf Oper hat aber keine Lust auf einen Abend in schicker Abendrobe ist man beim Opernloft genau richtig.
Die gesangliche Leistung ist einwandfrei und das Ambienete entspannt und zwanglos.
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avatar Frank
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Leider muss ich dem widersprechen, das Opernloft ist KEINE Alternative zur Staatsoper auch wenn das Niveau in der Staatsoper seit der Ära Young gesunken ist. Das Opernloft besitzt erst gar kein Niveau. Über die Sängerische Qualität will ich erst gar nicht reden. Die Frage die sich stellt wer da in der Jury sitzt Ohren besitzen die jedenfalls nicht. Auch der Ansatz Kinder an die Oper heranzuführen ist der falsche, weil man dort nicht die Oper sondern irgendeine schlechte Bearbeitung bietet. Da gibt es in Hamburg bessere Alternativen Kinder an die Oper heranzuführen.
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