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UNESCO-Altstädte im Fotowettbewerb: „Bitte lächeln, alte Stadt“

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Montag, den 05. Juli 2010 um 14:46 Uhr
Marktplätze sind seit Jahrhunderten ein Treffpunkt der Menschen auf denen traditionell kommuniziert und gehandelt wird. Die Verleihung des Marktrechtes ermöglichte den Handel mit Waren, der im Mittelalter wesentlich zum Aufschwung der Städte beitrug. Seit den Anfängen der Urbanisierung waren Märkte Zentren städtischen Lebens. Hier wurde meist auch das Rathaus errichtet.

In größeren Städten bestanden oft mehrere Marktplätze für spezifische Waren. Neben dem Hauptmarkt gab es zu jener Zeit einen Obstmarkt, Milchmarkt oder Gänsemarkt, denen wir namentlich noch heute begegnen. Einer der größten mittelalterlichen Marktplätze war der Erfurter Domplatz etwa 35.000 Quadratmetern. Heute sind in Freudenstadt und Heide (Holstein) die in Deutschland größten Marktplätze zu finden.

Im Rahmen des Bund-Länder-Programms Städtebaulicher Denkmalschutz wird der Erhalt von historischen Marktplätzen sowie Gebäuden und Ensembles von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung seit 1991 bereits mit rund 1,85 Milliarden Euro gefördert. In diesem Jahr hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zusammen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einen bundesweiten Fotowettbewerb ausgelobt, der die Erfolge der Fördermaßnahmen aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger darstellen soll. Bis zum 15. August haben Laien und professionelle Fotografen in jeweils eigenen Wettbewerbskategorien die Möglichkeit, ihre Aufnahmen von Märkten und Menschen in den historischen Altstädten unseres Landes einzusenden. Bislang wurden über 6.000 Einsendungen eingereicht. Darunter Aufnahmen von Marktplätzen aus UNESCO-Welterbestädten, wie Stralsund, Wismar und Bamberg.

Die historischen Altstädte der Hansestädte Stralsund und Wismar wurden 2002 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Beide Städte repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt aus der Blütezeit des Städtebundes und haben ihre mittelalterliche Struktur bis heute bewahrt. Im 14. und 15. Jahrhundert waren sie wichtige Handelszentren der Hanse. Die Stralsunder Altstadtinsel wurde seit 1995 mit insgesamt 14,2 Mio. Euro gefördert. Der Gesamtaufwand für die Erneuerung der Altstadt wird auf 1,12 Mrd. Euro geschätzt. Mit dem Abschluss der Sanierungsphase wird 2025 gerechnet. Stralsund schmückt sich mit 812 denkmalgeschützten Häusern, von denen 523 als Einzeldenkmale der Altstadt zuzurechnen sind. Gut zwei Drittel der denkmalgeschützten Bausubstanz wurde bereits saniert.

Die Altstadt von Bamberg ist seit 1993 UNESCO-Welterbestadt. Die Kaiser- und Bischofsstadt wurde wie Rom auf sieben Hügeln erbaut und stellt einzigartig die auf frühmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt dar. Die unverändert erhaltene Altstadt umfasst die drei historischen Stadtzentren Berg-, Insel- und Gärtnerstadt. Das Stadtbild ist von zahlreichen Monumentalbauten aus dem 11. bis 18. Jahrhundert geprägt und wird vom Kaiserdom überragt. Bamberg wird aus den Mitteln des Bund-Länder-Programms Städtebaulicher Denkmalschutz seit 2009 mit bislang 150.000 Euro gefördert.

Der Fotowettbewerb „Bitte lächeln, alte Stadt“ wird durch die Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz organisiert, die als Kompetenzzentrum die Betreuung und wissenschaftliche Begleitung des Bund-Länder-Programms Städtebaulicher Denkmalschutz übernimmt.
Informationen und Teilnahmebedingungen zum Fotowettbewerb unter www.bitte-laecheln-alte-stadt.de.

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