Neue Kommentare

Hamburger Architektur Sommer 2019

News-Port
Der frühere Bremer Regierungschef Henning Scherf ist erneut zum Präsidenten des Deutschen Chorverbandes (DCV) gewählt worden. "Chorsingen setzt eine positive Energie frei, die wir gerade jetzt so dringend brauchen", sagte Scherf nach seiner Wiederwahl am vergangenen Samstag in Heilbronn. "Singen ist ein Lebenselixier, ein Fitmacher für ein selbstbestimmtes Lebens bis ins hohe Alter", fuhr Scherf fort, selbst begeisterter Chorsänger und Buchautor ("Grau ist bunt").

Mit 700.000 aktiven Sängerinnen und Sängern in 20.000 Chören ist der DCV Europas größte Vereinigung singender Menschen und bietet mit Chorfestivals, Fachkongressen und Publikationen eine Lobby für rund 2,4 Millionen Deutsche, die in ihrer Freizeit im Chor singen. Als musikalischer Fachverband ist der DCV außerdem Träger des bundesweit erfolgreichsten Projektes für das Singen im Kindergarten, das unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und des Sängers Thomas Quasthoff steht. "Es gibt eine neue Lust am Singen, gerade bei jungen Leuten", stellte Scherf fest. Im Unterschied zu Parteien und Gewerkschaften habe die Chorszene den Abwärtstrend bei den Mitgliederzahlen stoppen können. "Wir sind das Sprachrohr für Menschen quer durch alle Altersstufen und Berufsgruppen, die mit dem gemeinsamen Singen ihren Alltag lebenswerter machen." Sichtbare Plattform dafür wird das geplante Zentrum für Chormusik in Berlin-Mitte. Chormusik von Bach bis Zappa erklingt beim nächsten Deutschen Chorfest 2012. Mehrere Städte hatten sich um die Ausrichtung dieses Chormusik-Festivals beworben, Frankfurt am Main erhielt für sein überzeugendes Konzept den Zuschlag.

Kritik übte der DCV an der Empfehlung der Kultusministerkonferenz der Länder, die künftige Generation der Grundschullehrer anstelle des Faches "Musik" in einem neuen Studienfach "Ästhetik" auszubilden. Diese Empfehlung mache eine qualifizierte musikalische Ausbildung in der Grundschule praktisch unmöglich, sagte Scherf: "Sie verschlechtert die Chancen, unseren Kindern eine solide musikalische Grundausbildung auch auf dem Gebiet des Singens zu geben." Diese sei aber bedeutend für den Zugang des Menschen zum kulturellen Leben und nach neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung auch eine ideale Grundlage für Kreativität, soziale Kompetenz und lebenslange Bildungsfähigkeit. In einer Resolution fordert der Deutsche Chorverband die Regierungen der Bundesländer auf, der Empfehlung nicht zu folgen und dem Fach "Musik" wieder ein stärkeres Gewicht in der Ausbildung von Grundschullehrern zu verschaffen.

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Mehr auf KulturPort.De

Was macht das Lachen so bedeutend, dass jemand mehr als zweitausend Seiten darüber schreiben kann? Für Lenz Prütting ist das Lachen ein Verhalten, das allein dem...

In diesem Jahr ist alles anders. Corona-bedingt erschien deshalb die neue CD, namens „Spring“ von Menzel Mutzke verspätet. Mutzke…? Mutzke…? War da nicht was? –...

Luca ist zehn Jahre alt, der Vater 34. Die Mutter ist vor einem Jahr gestorben. Lucas versucht, seinem Vater ein guter Sohn zu sein. Jeden Tag sagt er ihm, er habe...

„Wege des Lebens – The Roads Not Taken” ist ein Blick tief in das Innerste des Menschen, eine ästhetisch virtuose Exkursion durch Zeit und Raum auf den Spuren noch...

Bill Asprey, der Schöpfer des legendären Comics „Love is…“ stellte zum Internationalen Tag der Freundschaft am 29.07. neue Arbeiten aus der Comic-Serie „Friendship...

Vierundzwanzig Jahre nach seinem Tod ist ein weiteres posthumes Werk des Philosophen Hans Blumenberg erschienen, zusammen mit seiner seinerzeit ungedruckten...


Home     Blog     Kolumne     Reisen     NewsPort     Live

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.