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Der israelische Maler Avigdor Arikha ist am Donnerstag einen Tag nach seinem 81. Geburtstag in Paris verstorben. Wenngleich er die meiste Zeit seines Lebens im Ausland verbrachte, gehörte er seit den 50er Jahren zu den Schlüsselfiguren der israelischen Kunstszene. Mit seinen Gemälden bildete er gleichsam eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der modernen Malerei.

Arikha wurde in Rumänien geboren, wo er bis zum Alter von elf Jahren eine behütete Kindheit in einem kultivierten Elternhaus verbrachte. Im Zweiten Weltkrieg wurde seine Familie ins Konzentrationslager geschickt. Sie floh und wurde erneut inhaftiert. Der junge Avigdor hielt die schlimmen Erfahrungen in seinem Notizblock fest.
1944 gelang ihm und seiner Schwester die Flucht ins damalige Mandatsgebiet Palästina, wo er einige Jahre im Kibbutz Hahamisha verbrachte, um dann an der Jerusalemer Kunstakademie Bezalel zu studieren. Im Unabhängigkeitskrieg wurde er verletzt. 1949 erhielt er ein Stipendium für ein Kunststudium in Paris, das er dann zu seiner Heimat machte.
Obwohl Arikha nur kurze Zeit in Israel lebte, sprach er gut Hebräisch und bezeichnete sich selbst als israelischen Künstler. Die beiden wichtigsten Personen in seinem Leben waren die Dichterin Anne Atik, die er 1961 heiratete, und der irische Schriftsteller Samuel Beckett, auf dessen Bekanntschaft er seine Entscheidung in Paris zu bleiben zurückführte.

Arikha war bekannt für seine einfühlsamen Portraitzeichnungen u. a. die britische Königin und die französische Schauspielerin Catherine Deneuve. Im vergangen Jahrzehnt wurden große Retrospektiven seines Werks in Tel Aviv, London und Madrid gezeigt.

Quelle: Ha'Aretz

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