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Die ALTANA Kulturstiftung zeigt vom 8. Mai bis zum 26. Juli im Sinclair-Haus die erste deutsche Museumsausstellung der 1961 in Cardiff/Wales geborenen Künstlerin. Laura Ford beschäftigt sich mit dem Übergang von Mensch zu Tier, von Kreatur zu Figur, von realer Welt zum Märchen. In ihren Skulpturen verknüpft Laura Ford Elemente des Alltagslebens mit ihrer eigenen Vorstellungswelt. So entstehen spannende Collagen, die Realismus und sinnliche Wahrnehmung vereinen.

Auf den ersten Blick wirken ihre Arbeiten witzig und verspielt. Bei näherer Betrachtung aber scheint ihr ernster und zeitkritischer Hintergrund auf.

Eindrucksvoll zeigt Laura Ford in ihrer ganz eigenen Bildsprache gesellschaftliche Missstände auf: Obdachlosigkeit und Armut, Krieg, Gewalt. Sie geht auch der Frage nach, wie Skulpturen zu einem Teil ihrer Umgebung und der Landschaft werden können. Daher bezieht die Ausstellung auch den öffentlichen Raum im Schlosspark von Bad Homburg mit ein. Von hier aus leiten die Figuren der Gruppe "Rag and Bone" zum Sinclair-Haus. Die Künstlerin greift mit diesen Bronzearbeiten die populären Protagonisten und Geschichten von Beatrix Potter alptraumhaft auf. Die Tierfiguren kämpfen, ihrer vertrauten Welt entrissen, um ihre Existenz.

Internationale Sammlungen sind im Besitz ihrer Arbeiten. Laura Ford hat an mehr als 20 Einzel- und über 45 internationalen Gruppenausstellungen teilgenommen. Im Jahr 2005 vertrat die Künstlerin Wales auf der 51. Biennale in Venedig. In Kooperation mit der Galerie Scheffel und der Skulpturenausstellung Blickachsen, Bad Homburg.