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In Hamburg gegründet: die Stiftung Auschwitz-Komitee, 2010 wird erstmalig der Hans-Frankenthal-Preis ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 1. August 2010.

"Stiften gehen", das hat Marius Giese beschlossen und mit seinem Sylter Erbteil eine Stiftung Auschwitz-Komitee begründet. Diese Stiftung will die Stimme derjenigen, welche die nationalsozialistischen Verbrechen noch selbst erlebt und überlebt haben, ihre Mahnung und ihr Vermächtnis auch für die nachfolgenden Generationen weiterhin hörbar und sichtbar machen. Hierzu fördert die Stiftung in erster Linie das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V., eine jährliche Zuwendung unterstützt auch die Arbeit der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Erstmalig wird im Jahr 2010 der Hans-Frankenthal-Preis ausgeschrieben. Benannt nach Hans Frankenthal (1926-1999), dem langjährigen Vorstandsmitglied des Auschwitz-Komitees, zugleich Mitglied des Zentralrats der Juden und der jüdischen Gemeinde Hagen. Er wurde als Jugendlicher mit seinem Bruder nach Auschwitz verschleppt, überlebte die Zwangsarbeit in Auschwitz-Monowitz, im KZ Mittelbau Dora und im KZ Theresienstadt. Die Brüder, die einzigen Überlebenden der Familie, kehrten in ihren Geburtsort Schmallenberg im Sauerland zurück, wie sie es ihrem Vater während der Deportation versprochen hatten.

Bewerben um den (zunächst mit 2.000 Euro dotierten) Hans-Frankenthal-Preis können sich Gruppen, Initiativen und Institutionen, die im Sinne des Auschwitz-Komitees Aufklärungs- und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten. Durch den Preis soll entweder ein bereits durchgeführtes Projekt gewürdigt, wiederholt oder weitergeführt, oder ein geplantes Projekt ermöglicht werden.
Im Stiftungsrat entscheiden dann NS-Verfolgte wie Esther Bejarano, Elsa Werner und Steffi Wittenberg sowie Antje Kosemund und Frieda Larsen zusammen mit dem ehemaligen Staatsanwalt Dr. Detlef Kuhlbrodt, der Autorin Doris Gercke, dem ver.di-Vorsitzenden Wolfgang Rose, den Historikern Prof. Dr. Axel Schildt, Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Dr. Detlef Garbe, um nur einige der 25 Mitglieder zu nennen, über die Preisvergabe. Zum Sprecher des Stiftungsrats wurde der Frankfurter Historiker Dr. Florian Schmaltz gewählt, zur Stellvertreterin die Psychologin Maike Oelerich.
Zustiftungen und Spenden sind willkommen, um die großen Aufgaben bewältigen zu können.

Quelle: www.stiftung-auschwitz-komitee.de

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