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Goethe-Institut stärkt Programme für deutsch-britischen Kulturaustausch

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Freitag, den 31. Januar 2020 um 16:38 Uhr

Ab dem 31. Januar 2020 ist das Vereinigte Königreich Großbritannien nicht mehr Teil der Europäischen Union. Das Goethe-Institut, das sich seit über sechzig Jahren für den deutsch-britischen Kulturaustausch einsetzt und im Vereinigten Königreich mit Instituten in London und Glasgow vertreten ist, reagiert darauf, indem es seine Programme in Großbritannien im Jahr 2020 neu fokussiert.

 

Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts: „Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist nun Realität. Für das Goethe-Institut, das sich als  europäische Institution versteht, ist dies natürlich sehr schmerzhaft. Dennoch kommt der Brexit nicht unvermittelt, und so haben wir uns im Vorfeld intensiv mit den Folgen für den Austausch im Kultur- und Bildungsbereich befasst und zahlreiche Gespräche mit unseren britischen Partnern geführt. Nun werden wir mit Programmen darauf reagieren, die den europäischen Gedanken auch jenseits einer EU-Mitgliedschaft stärken sollen und insbesondere den persönlichen Austausch zwischen Briten und Deutschen fördern.“

 

Katharina von Ruckteschell, Leiterin des Goethe-Instituts London und der Region Nordwesteuropa, führte aus: „Um die Auswirkungen des Brexits so gering wie möglich zu halten, arbeiten wir noch enger mit britischen und europäischen Partnern zusammen. Hindernisse wie die Einführung von Zöllen oder Visa, aber auch der Wegfall der EU-Programme wie etwa Erasmus oder Creative Europe in Großbritannien sind zu erwarten. Das Thema Europa beschäftigt uns nicht nur angesichts des heutigen Brexits. Seit dem Referendum planen wir Veranstaltungen in Regionen außerhalb Londons, in denen für den Brexit gestimmt wurde. Viele unserer jüngsten Programme richten sich an junge Menschen außerhalb der Ballungszentren, wo es kaum kulturelle Infrastruktur gibt. Die Nachfrage britischer Jugendlicher an unseren Jugendförderprojekten ist schon jetzt stark gestiegen.“

 

Ein Programm ermöglicht etwa jungen Brit*innen, erste Berufserfahrungen in Deutschland zu machen. An junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen richtet sich auch ein jährliches Demokratieforum zu aktuellen Themen in Kooperation mit Cumberland Lodge. Eines der neueren Residenzprogramme „Re-Collecting Europe“ gibt jungen europäischen Journalist*innen die Möglichkeit, durch das Vereinigte Königreich zu reisen, um zu verstehen, was die Menschen dort bewegt. Mit Blick auf die anstehende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands 2020 wird es auch in Großbritannien Veranstaltungen geben, bei denen etwa verschiedene Zeitzeugen*innen aus Europa zu Wort kommen oder Zitate europäischer Dichter*innen und Denker*innen im Zentrum stehen.

 

Nicht nur in England, auch in Schottland, Nordirland und bald in Wales reagiert das Goethe-Institut mit seinen Aktivitäten auf den Brexit, etwa durch die Förderung neuer Partnerschulen für das Netzwerk „Schulen: Partner der Zukunft“. Insgesamt zwölf Partnerschulen, die eine besondere Beziehung zu Deutschland und deutscher Kultur haben, betreut dann das Goethe-Institut im Vereinigten Königreich.

 

Die inner-europäische Zusammenarbeit im Vereinigten Königreich soll sich noch weiter intensivieren, insbesondere im Verbund von EUNIC, dem Netzwerk europäischer Kulturinstitutionen, das in London über dreißig und in Glasgow sechs Mitglieder hat. In Glasgow soll außerdem die deutsch-französische Zusammenarbeit maßgeblich gestärkt werden.

 

Quelle: Goethe-Institut e.V.

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