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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Am 9. November wurden im Staatstheater Kassel die Auszeichnungen für den Deutschen Theaterpreis Der Faust 2019 vergeben. Hamburg kann sich dieses Jahr gleich doppelt freuen. In der Kategorie Regie Schauspiel erhielt Helge Schmidt für die Inszenierung „Cum-Ex-Papers“ am Lichthof Theater Hamburg die begehrte Auszeichnung. Das Projekt „explore dance“, das K3 im Rahmen der Bundesförderung Tanzpakt Stadt-Land-Bund gemeinsam mit Potsdam und München ins Leben gerufen hat, erhielt den Perspektivpreis.

 
Theaterpreis Faust 2019

„explore dance - Netzwerk Tanz für junges Publikum“ lädt ein, für und mit Kindern und Jugendlichen die Kunstform Tanz zu entdecken und qualitativ hochwertigen zeitgenössischen Tanz zu erleben. „explore dance“ ist eine auf drei Jahre angelegte Kooperation zwischen K3 Tanzplan Hamburg, fabrik moves Potsdam und Fokus Tanz/Tanz und Schule e.V. München, die mit etablierten Choreographinnen und Choreographen 18 neue Stücke für junges Publikum produziert und diesem auf unterschiedlichste Weise zugänglich macht. Über den Perspektivpreis der Länder hat eine eigens dafür eingesetzte Jury bereits im Vorfeld entschieden, so dass sich Dr. Kerstin Evert mit ihrem Team von K3 sowie den beiden Partnern aus Potsdam und München schon vorab über den wichtigen Preis freuen konnte. Die Laudatio für den FAUST Perspektivpreises an „explore dance – Tanzpakt Stadt-Land-Bund – Netzwerk Tanz für junges Publikum“ hielt im Staatstheater Kassel Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda.
 
Helge Schmidt wurde in der Kategorie Regie Schauspiel für seine Produktion „Cum-Ex-Papers“ ausgezeichnet, die als Freie Szene-Projekt im Lichthof Theater Hamburg gezeigt wurde. Im Oktober 2018 veröffentlichten 19 vom Recherchezentrum Correctiv koordinierte Medien den größten Steuerraub in der Geschichte Europas: Die CumEx-Files. Das Theaterteam um Regisseur Helge Schmidt begleitete den journalistischen Prozess über Monate und bringt ihn exklusiv auf die Bühne. Mit den Cum-Ex Papers wurde der Skandal einem Publikum jenseits des Wirtschaftsteils eindrücklich bekannt gemacht. Das Projekt wurde gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien, dem Fonds Darstellende Künste, die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung, das Netzwerk Freier Theater, Gemeinnützige Treuhandstelle Hamburg e.V. und ermöglicht durch die Wiederaufnahme- und Gastspielförderung des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg, im Auftrag der Behörde für Kultur und Medien.
 
Dieser Preis wurde wie die weiteren Kategorien in einem Nominierungsverfahren vergeben und gestern Abend im Staatstheater Kassel bekannt gegeben. 
 
Aus Hamburg waren zudem nominiert:
Jochen Busse in der Kategorie Darstellerin/Darsteller Schauspiel als Anton in „Komplexe Väter“, einer Koproduktion der Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater, dem Theater an der Kö, Düsseldorf und der Komödie Winterhuder Fährhaus, in der die Uraufführung stattfand. Jochen Busse wird in dieser Produktion noch einmal im Februar und März 2020 in der Komödie Winterhuder Fährhaus zu sehen sein.
Katerina Sattler ebenfalls in der Kategorie Darstellerin/Darsteller Schauspiel als Hazel für „Ellbogen“, eine Produktion des Jungen Schauspielhauses. Sattler interpretiert die junge deutsch-türkische Hazal (17) aus dem mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis ausgezeichneten Buch von Fatma Aydemir mit überzeugender Intensität.
 
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Hamburg ist stolz auf seine ausgezeichnete Theaterszene. Mit dem Perspektivpreis für K3 wird ein partnerschaftliches Großprojekt ausgezeichnet, das sich explizit dem Nachwuchs unseres Tanzpublikums widmet. Helge Schmidt hat mit Cum-Ex einen der größten Wirtschaftsskandale der jüngeren Geschichte in beeindruckender Intensität auf die Bühne gebracht und damit einmal mehr die Kreativität der Freien Szene und die hohe gesellschaftliche Relevanz des Theaters unter Beweis gestellt. Auch die weiteren Nominierungen aus Hamburg sind ein Beweis für die reiche und hochkarätige Theaterszene der Stadt. Ich freue mich sehr über diese großartigen Auszeichnungen.“
 
Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

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