Werbung

Neue Kommentare

Claus Friede zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Danke für Ihren Kommentar, Herr Zurch.
We...

Bernd Zurch zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Vielen Dank. Warum gibt es keine Sternchen mehr? ...
Martin Zopick zu „Nocturnal Animals” – Rachethriller als bittere Selbsterkenntnis : Der zweite Film von Tom Ford und der ist gar nich...
Michaela zu „Midsommar”. Die sonnendurchfluteten Abgründe des Ari Aster: Einer der magnetisierendsten Filme, die ich seit ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Hamburg: Einweihung des Arie-Goral-Platzes im Grindelviertel

Drucken
Mittwoch, den 16. Oktober 2019 um 18:36 Uhr
Anlässlich des 110. Geburtstags von Arie Goral enthüllt Staatsrätin Jana Schiedek heute Nachmittag gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arie-Goral-Gesellschaft, Michael K. Nathan, und der Witwe von Arie Goral, Eva Sternheim-Peters, das neue Straßenschild und spricht bei der anschließenden Feierstunde zu Ehren Gorals im Jüdischen Salon.
 
Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien: „Die Stadt Hamburg hat Arie Goral viel zu verdanken. Ohne den streitbaren jüdischen Intellektuellen gäbe es auf dem Rathausmarkt kein Heinrich-Heine-Denkmal und die Staats- und Universitätsbibliothek würde nicht den Namen Carl von Ossietzkys tragen. Dass es nun einen Arie-Goral-Platz mitten im Herzen des Grindelviertels gibt, ist für uns alle gerade heute eine gute Nachricht. Der Arie-Goral-Platz soll uns jeden Tag daran erinnern, dass wir im Geiste seines Namensgebers handeln müssen: Wir sind gefordert, jedem Anflug von Antisemitismus und Rechtsextremismus die Stirn zu bieten.“
 
Michael K. Nathan, Vorsitzender der Arie-Goral-Gesellschaft:„Arie Goral, den ich seit meiner frühen Kindheit in Palästina und später in Israel kannte, war nicht nur für mich ein Wegbereiter, der mich schon 1948 im Kindermalstudio, in Rechovot Israel, in die Kunst sowie in seine Friedensliebe einführte. Ich verdanke ihm viel. Daher bin ich dem Senat der Freien und Hansestadt auch persönlich sehr dankbar, dass jetzt dieser kleine Platz im ehemaligen jüdischen Grindelviertel seinen Namen trägt.“
 
Der jüdische Maler, Dichter, Publizist und Friedensaktivist Arie Goral wurde als Walter Lovis Sternheim am 16. Oktober 1909 in Rheda geboren und wuchs in Hamburg-Hamm auf. Sein Onkel war der Hamburger Senator Max Mendel. Arie Goral konnte nach der Machtübernahme des NS-Regimes über Frankreich nach Palästina emigrieren, wo er in einem Kibbuz arbeitete. In Israel leitete er eine Malschule für Kinder. Die dort entstandenen Bilder wurden auf Vermittlung Erich Kästners in München und später auch in Hamburg ausgestellt. Arie Gorals gesamte Familie wurde im Holocaust ermordet. Anfang der 1950er-Jahre kam er zurück nach Deutschland und hat das kulturelle und politische Leben Hamburgs ganz wesentlich mitgestaltet. Er hat sich als „Chronist des Grindelviertels“ einen Namen gemacht und sich für die Errichtung des Heinrich-Heine-Denkmals auf dem Rathausmarkt sowie für die Benennung der Staats- und Universitätsbibliothek nach Carl von Ossietzky stark gemacht. Zeit seines Lebens engagierte sich Arie Goral für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen und gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. 1982 erhielt er die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille.
 
Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Hamburg: Einweihung des Arie-Goral-Platzes im...

Mehr auf KulturPort.De

„The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms
 „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms



Vorbei der fiebrige Glamour und die trügerische Romantisierung von „Good Fellas”, Verbrechen ist in „The Irishman” ein eher eintönig sorgenvolles Metie [ ... ]



Still in the Woods: Flying Waves
 Still in the Woods: Flying Waves



Schon in einer vorangegangenen KulturPort.De-Besprechung zum ersten Album (Rootless Tree) von „Still in the Woods“ kam das bemerkenswerte Potential der Band  [ ... ]



„Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona
 „Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona



Ein ungewöhnlich schönes Ambiente, ganz erstaunliche Stimmen und ein Spaßfaktor, wie er in der klassischen Musik wohl einmalig ist: Der „Halloween“-Sänge [ ... ]



Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel
 Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel



Die Bibel, sagt Arno Schmidt, sei „ein unordentliches Buch mit 50.000 Textvarianten“. Auch wenn diese Zahl groß klingt – damit hat er gewiss noch heftig u [ ... ]



Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer
 Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer



Es war die Zeit, in der die Malerei totgesagt war. Jeder, der sich zur Avantgarde zählte, suchte den Ausstieg aus dem Bild. Jeder? Nein. Vier junge Maler dachte [ ... ]



Christian Frentzen: First Encounter
 Christian Frentzen: First Encounter



Hat Modern Jazz noch eine Zukunft? Oder ist seine Wiederbelebung ein Griff in die Mottenkiste? Nein: Der Kölner Pianist Christian Frentzen zeigt auf seinem Deb [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.