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Hamburg erhält den UNESCO-Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung

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Dienstag, den 15. Oktober 2019 um 13:05 Uhr
Globale Herausforderungen wie der Klimawandel erfordern neues gesellschaftliches und politisches Handeln. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihre Stadtentwicklung integriert. Sie treibt damit insbesondere die Klimaschutzziele der Stadt maßgeblich voran. Dabei knüpft die Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ die lokale Agenda eng an die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Für das herausragende Engagement erhält Hamburg nun den UNESCO-Preis für BNE (UNESCO-Japan Prize on Education for Sustainable Development). Die Preisverleihung findet am 15. November im Rahmen der UNESCO-Generalkonferenz in Paris statt.

Aufgrund ihrer Nähe zur Nordsee ist die Stadt Hamburg unmittelbar von den Risiken durch den Klimawandel betroffen. Seit 2007 verfolgt Hamburg das Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und setzt verstärkt erneuerbare Energien ein. Bis 2030 will Hamburg 30 Prozent weniger CO2-Emissionen verursachen, bis 2050 soll der Ausstoß um 80 Prozent reduziert werden. Um dies zu erreichen, verbindet die Stadt ihre Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien miteinander und treibt die Transformation des Bildungssystems sowie die Teilhabe der Zivilgesellschaft voran.

Die Jury des UNESCO-Preises für BNE begründet die Auszeichnung Hamburgs folgendermaßen: „Das Projekt zeigt den ganzheitlichen städtischen Ansatz und inklusives Lernen als Antwort auf die wachsenden Herausforderungen des Klimawandels sowie zum Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele. Es verdeutlicht auf sehr umfassende Weise, wie alle kommunalen Aspekte in BNE- und Nachhaltigkeitsaktivitäten einbezogen werden. Es hat das Potenzial, als Modell für Städte und Ballungszentren zu dienen, die die Notwendigkeit erkannt haben, den Gefahren der Klimaerwärmung transformativ zu begegnen.“

139 Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Wirtschaft und von Nichtregierungsorganisationen haben gemeinsam im Auftrag des Senats einen „Hamburg BNE Masterplan 2030“ entwickelt, der bis Ende des Jahres vom Senat beschlossen werden soll. Ziel ist es, die unterschiedlichen Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung in allen Bildungsbereichen zu verankern und dadurch die Bildungspraxis zu transformieren. Dabei ist BNE in Hamburg nicht nur Teil des Bildungsgesetzes und der Unterrichtspraxis. Mithilfe von BNE wächst das Wissen über Nachhaltigkeit auch in der Öffentlichkeit.

„Effektiver Klimaschutz, und zwar sofort! Das fordern derzeit Millionen junger Menschen jeden Freitag auf den Straßen weltweit. Die Vereinten Nationen haben die zentrale Bedeutung des Klimaschutzes für eine nachhaltige Entwicklung in der Agenda 2030 festgeschrieben. Lokales Engagement ist ein wichtiger Treiber, um die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Von der Stadt an der Elbe können auch andere Städte lernen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in formalen und non-formalen Bildungsbereichen verankert werden kann. So befähigt Hamburg seine Bürgerinnen und Bürger, ihr eigenes Leben und Umfeld nachhaltig zu gestalten“, sagt Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

„Vor fast 15 Jahren wurde die Initiative ‚Hamburg lernt Nachhaltigkeit‘ gegründet. Hamburg war damit Vorreiter auf dem Gebiet der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Nachhaltigkeit war in all den Jahren in Hamburg schon immer eng mit dem Thema Klimaschutz verbunden – ein Thema, das nicht nur in der Bildungsarbeit momentan wichtiger ist denn je. In diesem Jahr werden wir unseren dritten Klimaplan veröffentlichen, eine Gesamtstrategie, die Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und die öffentliche Hand gleichermaßen ins Boot holt, um Hamburgs Verantwortung für den Klimaschutz gerecht zu werden. Wir freuen uns daher sehr über den Japan-Preis der UNESCO und sehen ihn als Lohn für die letzten Jahre und Ansporn, unseren Weg konsequent weiter zu gehen“, so Jens Kerstan, Umweltsenator der Freien und Hansestadt Hamburg, über die Auszeichnung.

Hamburg setzt auf die Eigeninitiative der Einrichtungen. „Climate Action in Schools“ heißt etwa ein Programm, das Schulen dabei unterstützt, einen individuellen Klimaschutzplan zu entwickeln. Gemeinsam ermitteln alle Mitglieder der Schulgemeinschaft, wie sie ihre Schule klimafreundlicher gestalten können.

Auf nationaler Ebene überzeugte Hamburg bereits 2017 mit seinem Engagement. Damals zeichneten die Deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Stadt Hamburg im Rahmen des Weltaktionsprogramms BNE für ihre herausragende Initiative aus. Neben der Elbmetropole erhalten in Paris nun auch der Camphill Community Trust aus Botswana und die Sustainable Amazon Foundation aus Brasilien den UNESCO-Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission

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