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Elbkulturfonds 2020 fördert unter anderem Projekte zur Vergangenheit Hamburgs als Hafen- und Kolonialstadt

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Freitag, den 13. September 2019 um 08:32 Uhr
Mit dem Elbkulturfonds 2020 werden im kommenden Jahr sieben Projekte der Freien Szene gefördert, die sich auf unterschiedlichste Weise mit drängenden gesellschaftlichen Fragen befassen – von der kolonialen Vergangenheit Hamburgs bis zum deutschen Rap. So werden dieses Jahr mit „The Portal/Das Portal“ von HafenCity Kuratorin Ellen Blumenstein und „Female Decolonisation: The Re-Enactment of Things“ von Claude Jansen zwei Projekte gefördert, die sich geschichtlich mit Hamburg als Hafen- und Kolonialstadt auseinandersetzen. Ziel des spartenübergreifenden Förderinstruments ist die Stärkung der Vielfalt und Qualität der Freien Szene in Hamburg. Die Projekte sollen innovativ und vielseitig sein und überregionale Strahlkraft entwickeln.
 
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die eingereichten Projekten zeigen die künstlerische Vielfalt der Freien Szene in Hamburg und ihre sprudelnde Kreativität. Der Elbkulturfonds hat sich als wichtiges Förderinstrument für Hamburgs Freie Szene entwickelt und hilft spartenübergreifend unterschiedlichste Projekte zu realisieren. Die Themen und Inhalte der ausgewählten Projekte zeigen die hohe Relevanz der Freien Szene und leisten einen Beitrag zu einem dringend notwendigen gesellschaftlichen Diskurs.“  
 
Bereits zum achten Mal vergibt die Behörde für Kultur und Medien mit dem Elbkulturfonds Fördergelder für Projekte freischaffender Künstlerinnen und Künstler in Hamburg. Die Fördermittel in Höhe einer halben Million Euro stammen aus der Hamburger Kultur- und Tourismustaxe.
 
Die geförderten Projekte stammen in diesem Jahr aus den folgenden Genres: Kunst im öffentlichen Raum, Tanz, Performance, Musik und Literatur. Gefördert wird mit „THE PORTAL/DAS PORTAL“ ein künstlerischer Parcours entlang ehemaliger Kontrollpunkte durch den Hamburger Freihafen. Mit „TRANSGENERATOREN“ wird ein Festival für transgenerationelle Kunst gefördert und mit „DEUTSCH-RAP“ eine Radiosendung für Jugendliche, die sich kritisch mit dem deutschen Rap auseinandersetzt. Das geförderte Projekt „FEMALE DECOLONISATION: THE REENACTMENT OF THINGS“ setzt sich feministisch und performativ mit der Kolonialisierung auseinander. „IMPOSSIBLE LIBRARY“ versteht die Praxis des Publizierens explizit als Austauschformat, um gesellschaftliche Fragen öffentlich zu diskutieren. Im Bereich Tanz konnte das Konzept zum Projekt „QUEER IBERIA“ überzeugen, eine choreographische Auseinandersetzung mit der Pluralität von Kulturen und Sexualität. Ein weiteres gefördertes Projekt aus den performativen Künsten ist „DAS MISSVERSTÄNDNIS VON DER WELT“, welches sich der Frage widmet, was wir uns über den Zustand der Welt erzählen und warum wir dabei meist völlig daneben liegen.
 
Zur Fachjury gehörten in diesem Jahr: Oke Göttlich (Unternehmer im Musikvertrieb und Sportwissenschaftler, Hamburg), Prof. Kerstin Hof (Professorin für Kunst und Gesellschaft, Schwerpunkt Poesie an der Medical School Hamburg), Prof. Dr. Florian Matzner (Akademie der Bildenden Künste, München, Kunstwissenschaftler und Ausstellungsmacher), Barbara Riecke (Dramaturgin, Künstlerische Leitung, Hamburg) und Prof. Susanne Vincenz (Dramaturgin, Gastprofessorin MA Choreographie am hochschulübergreifenden Zentrum Tanz, Berlin). 
 

Folgende Projekte werden aus Mitteln des Elbkulturfonds 2020 gefördert:

 
THE PORTAL/DAS PORTAL
Antragstellerin: Ellen Blumenstein
Fördersumme:  80.000 Euro
 
Impossible Library
Antragstellerin: Annika Dorau
Fördersumme:  74.000 Euro
 
Queer Iberia (AT)
Antragsteller: Josep Caballero Garcia
Fördersumme: 50.000 Euro
 
TRANSGENERATOREN: das Festival für transgenerationelle Kunst (AT)

Antragstellerin: Gundula Hölty
Fördersumme:  86.000 Euro
 
Female Decolonisation: The Re-Enactment of THINGS

Antragstellerin: Claude Jansen
Fördersumme:  95.000 Euro
 
Deutsch-Rap - eine Radiosendung bei ByteFM
Antragsteller:   Henning Kasbohm
Fördersumme: 40.000 Euro
 
Meyer&Kowski zeigt: DAS MISSVERSTÄNDNIS VON DER WELT

Antragstellerin: Susanne Reifenrath
Fördersumme:  75.000 Euro
 
Quelle: Behörde für Kultur und Medien

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