Neue Kommentare

Martin Kostinak zu DFG-Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“: Förderzusage für neues Forschungsprojekt des Fachbereichs Kunstwissen­schaft & Medienphilosophie: Welche Förderzusage für das KIT ist hier gemein...
Miriam Fernandez zu Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien: Agradezco infinitamente al Señor Stefan Diebitz ...
Peter Schmidt zu Jochen Schäfsmeier wird Intendant der Händel-Festspiele Göttingen: Herzlichen Glückwunsch an den einstigen Geschäf...
Ana María Breppe zu Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien: The difference between the two cultures is very c...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Hamburger Kindertheaterpreis an Teresa Hoffmann verliehen

Drucken
Montag, den 26. August 2019 um 08:56 Uhr
Vor rund 180 kleinen und großen Gästen nahm Teresa Hoffmannam Sonntag, den 25. August 2019 im St. Pauli Theater den 7. Hamburger Kindertheaterpreis der Hamburgischen Kulturstiftungentgegen. Die junge Tänzerin und Choreografin bekam die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Tanz- und Musikstück »Die Welt steht fpoK«. Der 2. Platz(2.000 Euro) ging an das Theater Märfür »Und wir flogen tausend Jahre«und der 3. Platz(1.000 Euro) an das Theater Fata Morganafür »Wenn ich groß bin«.

Durch die Preisverleihung führte die 14-jährige Mathilda Bookvom Radioprojekt »Ohrlotsen«. Im Anschluss war das Gewinnerstück zu sehen. Stifterinnen und Stifter des Preises sind Erica Arenhold, das Ehepaar Berit und Rainer Baumgartensowie die Hildegard-Sattelmacher-Stiftung. Die Jurysetzte sich aus Dagmar Ellen Fischer(freie Kulturjournalistin), Gundula Hölty(Geschäftsführerin FUNDUS Theater) und Matthias Schulze-Kraft(künstlerischer Leiter LICHTHOF Theater) zusammen.
 
Gesa Engelschall, Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung, betonte: »Mit diesem Preis möchten wir die großartige Arbeit freier Künstlerinnen, Künstler und Gruppen würdigen, die die Hamburger Kindertheaterszene zu einer der kreativsten und lebendigsten bundesweit machen. Die drei Ausgezeichneten machen sehr schön anschaulich, wie unterschiedlich gutes Kindertheater sein kann. Dabei vereint sie ein feines Gespür für ihr junges Publikum, die Kreativität bei der Auswahl ihrer – häufig minimalistischen – künstlerischen Mittel und das Vertrauen in die Kunst als Ausdrucksform.«

Staatsrätin für Kultur und Medien Jana Schiedek und Schirmherrin des Hamburger Kindertheaterpreises, sagte: »Ich gratuliere den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich zum Kindertheaterpreis! Die ausgezeichneten Produktionen beweisen, wie facettenreich die Theaterwelt für junges Publikum sein kann. Die drei Stücke lassen die Zuschauerinnen und Zuschauer in die verschiedensten Welten eintauchen. Beispielhaft zeigen die Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken, wie soziale Interaktion und Inklusion in der darstellenden Kunst gelingen kann, was nicht zuletzt die Reaktionen der Kinder spiegeln, die vom gebannten Zuschauen bis hin zum lebhaften Mitmachen reichen.«

Preisträgerin Teresa Hoffmannsagte: »Ich freue mich, dass die Hamburgische Kulturstiftung mit dem Hamburger Kindertheaterpreis meine Arbeit würdigt und ihr eine größere Sichtbarkeit eröffnet. Ich fühle mich dadurch bestärkt, meine Suche nach einer zeitgenössischen Tanzsprache für junge Menschen fortzusetzen.«

In dem mit dem 1. Platz ausgezeichneten Tanz- und Musikstück »Die Welt steht Fpok« für Kinder ab 5 Jahren, das im FUNDUS Theater zu sehen war, gehen Teresa Hoffmann, der Tänzer Marc Carrera und der Kontrabassist Kilian Müller auf abenteuerliche Entdeckungsreisen. Dabei schöpfen sie – ohne Requisiten und große Effekte – aus dem Verwandlungspotenzial ihrer Körper und des Instruments. Die Jury zeigte sich in ihrer Begründung besonders fasziniert von dem Mut des Trios, die Sehgewohnheiten im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf zu stellen: »Das Team schert sich nicht um die landläufige Meinung, zeitgenössischer Tanz und atonale Musik seien nichts für junge Augen und Ohren – sie fordern Kinder mit einer ebenso ungewöhnlichen wie anspruchsvollen Film-Musik-Tanz-Performance heraus und schaffen magische Momente. Dabei gelingt dem Trio eine für die Zielgruppe bestens geeignete Balance: einerseits so konkret wie nötig, andererseits so abstrakt wie für Kinder möglich.«

Das zweitplatzierte Stück »Und wir flogen tausend Jahre« vom Theater Mär haben die Regisseurinnen Susanne Tod und Frauke Rubarth für hörende und nicht-hörende Kinder und ihre Familien entwickelt. Gezeigt wurde es in einer Halle im Oberhafen. Hier dreht sich alles um eine Reise in ferne Wahrnehmungswelten und zu fremden Planeten, gespielt von Eyk Kauly und Thomas Nestler, »die stets wach und in engem Kontakt miteinander, mit wenigen Requisiten und starkem gestischem Spiel einen ganzen Kosmos erfinden«, so die Jury. »Herausragend ist der Mut und die Risikobereitschaft zu einer solch ungewöhnlichen Produktion. Unterfüttert mit fundierter Sachkenntnis gelingt daraus ein vielschichtiges Theatererlebnis und eine starke und überzeugende Arbeit für ein diverses Publikum«.

In der drittplatzierten Inszenierung»Wenn ich groß bin« vom Theater Fata Morgana, dreht sich alles um (Zukunfts-)Träume. Das Schauspieltrio Karl-Heinz Ahlers, Hartmut Fiegen und Angelina Häntsch hat dafür nicht nur in eigenen Erinnerungen gegraben, sondern auch Kinder aus aller Welt befragt, wie sie sich ihr Leben vorstellen, wenn sie groß sind – und Erwachsene danach, welche Zukunftsträume sie als Kinder hatten und was daraus geworden ist. »In der heutigen Zeit, in der Schülerinnen und Schüler öffentlichkeitswirksam und beeindruckend für ihre Zukunft demonstrieren, ist die Frage oder auch Feststellung ›Wenn ich groß bin‹ von existenzieller Bedeutung. In der Kindertheaterperformance, die ihre Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihren Anliegen bzw. Träumen ernst nimmt und zu eigenem Denken anregt, gelingt es dem Regisseur Thomas Esser in besonderer Weise, ein generationsübergreifendes Publikum zu erreichen«, so die Jury.

Der Hamburger Kindertheaterpreis, den die Hamburgische Kulturstiftung 2007 ins Leben gerufen hat, würdigt herausragende Produktionen der freien Hamburger Kindertheaterszene, die durch Originalität und Qualität überzeugen und neue künstlerische Impulse setzen. Ziel des alle zwei Jahre ausgeschriebenen Preises ist es, die freie Hamburger Kindertheaterszene zu fördern und ihre Profilierung zu unterstützen. 
 
Quelle: Hamburgische Kulturstiftung

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Hamburger Kindertheaterpreis an Teresa Hoffma...

Mehr auf KulturPort.De

International Mendelssohn Festival 2019
 International Mendelssohn Festival 2019



Vergleicht man die vielen musikalischen Festivals in Hamburg mit Blumensträußen, dann ist vor anderen, schon länger existierenden oder in den Anfangszeiten de [ ... ]



Ladies Night – mehr als zielsicheres Improvisieren
 Ladies Night – mehr als zielsicheres Improvisieren



Das Stück ist nicht ganz neu. Wer es noch nie sah, hat vermutlich immerhin schon mal davon gehört: eine Handvoll ziemlich erfolgloser, frustrierter Kerle, die  [ ... ]



Erntefest der Kunst – Letzte Session der Setouchi Kunst Triennale 2019 im herbstlichen Farbenrausch
 Erntefest der Kunst – Letzte Session der Setouchi Kunst Triennale 2019 im herbstlichen Farbenrausch



Seit dem Frühjahr steht die Region Setouchi im Südwesten Japans ganz im Zeichen der Kunst Triennale 2019. In drei Sessions von März bis Oktober verwandeln  [ ... ]



Boris Becker – Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten.
 Boris Becker – Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten.



Boris Becker? Gemeint ist nicht „Bobbele“ das Tennisidol, der einstige Sieger von Wimbledon. Gemeint ist der in Köln geborene und lebende Fotokünstler, der [ ... ]



„Ein leichtes Mädchen”. Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo
 „Ein leichtes Mädchen”. Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo



„Ich pfeif auf die Liebe", erklärt die 22jährige Sofia (Zahia Dehar) und stilisiert sich aus Überzeugung zum Objekt der Begierde. Für den Puritanismus der  [ ... ]



Kunst gegen Gewalt; die kolumbianische Künstlerin Doris Salcedo in der Kunsthalle St. Annen
 Kunst gegen Gewalt; die kolumbianische Künstlerin Doris Salcedo in der Kunsthalle St. Annen



Eine „der bedeutendsten Künstlerinnen des 21. Jahrhunderts“ – Kurator Oliver Zybok lehnte sich ziemlich weit aus dem Fenster, als er die kolumbianische K [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.