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Hamburger Architektur Sommer 2019


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Musikschule kommt jetzt über das Smartphone nach Hause

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Donnerstag, den 22. August 2019 um 11:43 Uhr

Das Hamburger Konservatorium hat im Rahmen der E-Culture Initiative der Behörde für Kultur und Medien die neue Lernplattform KON-Plugin entwickelt und geht damit einen wichtigen Schritt in Richtung digitalisierte Lehre. Diese wohl weltweit einzigartige Anwendung ihrer Art für Online-Musikunterricht ermöglicht Schülerinnen, Schülern und Studierenden unabhängig von Zeit und Ort mit ihren Lehrerinnen und Lehrern in Kontakt zu treten.


Unterstützt durch neueste Technik ermöglicht dies ganz neue Formen des musikalischen Austausches sowie des weltweiten Lernens und stellt eine einzigartige Ergänzung des analogen Unterrichts dar. Schülerinnen und Schüler schicken Aufnahmen an ihre Lehrenden und können ein direktes Feedback erhalten. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, Markus Menke und Michael Petermann, Direktoren des Hamburger Konservatoriums (Musikschule und Akademie), haben die neue Lernplattform und ihre Möglichkeiten heute im Hamburger Konservatorium vorgestellt.

 

KON-Plugin startet zum neuen Schuljahr für die Schüler am Hamburger Konservatorium sowie für Schüler und Schülerinnen ausgewählter Schulen, die mit dem Hamburger Konservatorium kooperieren. Neben dem wöchentlichen Unterricht bleiben die Schülerinnen, Schüler und Studierenden über KON-Plugin mit ihren Lehrerinnen und Lehrern im Kontakt und können unabhängig von Zeit und Ort weitere Fragen klären. Sie müssen nicht mehr eine Woche warten bis zum nächsten Unterrichtstermin. Ergänzend zum analogen Unterricht schicken die Schülerinnen und Schüler ihre Aufnahmen an ihre Lehrer und erhalten ein direktes Feedback für einen dynamischen und effizienten Lernprozess. So versichern sie sich, dass die einzelnen Lernschritte in die richtige Richtung gehen. Die Anwendung ermöglicht es auch, zum Beispiel während eines Auslandsaufenthaltes den Kontakt zur Schule zu halten oder nach dem Studium in einem geschützten Chat mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen weiter an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. 

 

Die Anwendung ermöglicht auch einen internationalen Austausch und Unterricht über Grenzen hinweg. Das Hamburger Konservatorium hält mit seiner international aufgestellten Akademie Kontakt unter anderem zu Hamburgs Partnerstadt Shanghai. KON-Plugin wird daher auch Ende des Monats im Rahmen einer Delegationsreise von Hamburgs Erstem Bürgermeister in Shanghai vorgesellt. Für den Austausch zwischen Hamburg und Shanghai wurden unter anderen zwei internetfähige Konzertflügel vernetzt, um an beiden Enden ortsunabhängigen Live-Unterricht abzuhalten. Die jährlich über 150 Studierenden des Konservatoriums aus Asien erhalten mit KON-Plugin und seiner Cloud-Technologie Zugang zu studienrelevanten Informationen wie Audio- und Notenmaterial sowie Veranstaltungen und damit ein starkes Tool für einen lebendigen Kulturaustausch.

 
KON-Plugin bringt in einer App folgende Komponenten zusammen:

·         Geschützte Chat-Umgebung mit sicherem Datenaustausch/Datenspeicher

·         Mehrspur-Recorder mit vielen professionellen Features

·         Direkter Kontakt zum Lehrer/Online-Unterricht

·         Eigene Aufnahmen sofort anhören und kontrollieren

·         Eigene Aufnahmen erstellen und mit Band oder Orchestermitgliedern teilen

·         Gruppen und Channel Chats für schnellen Informationsfluss

·         Desktop Version mit Übersetzungstool für nahezu alle Sprachen; Sprachbarrieren leichter überwinden

·         Schneller Link zu Hamburgs Kultureinrichtungen wie Bücherhallen, Museen, Archiven

 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die neue Lernplattform KON-Plugin verbindet qualifizierten Unterricht mit moderner Technik, ermöglicht so grenzüberschreitend mehr Freude am Musizieren und fördert den weltweiten Austausch. Mit der App KON-Plugin gehen wir zusammen mit dem Hamburger Konservatorium den Weg in eine vernetzte Zukunft des musikalischen Lernens. Das Projekt zeigt, wie moderne Kommunikationstechnologien auch für die Kultur hervorragend zu nutzen sind. Es ist damit ein spannender weiterer Baustein für unsere Digitalisierungsstrategie.“

 

Markus Menke, Direktor Musikschule: „KON-Plugin lässt Musikschule neu denken: Die Möglichkeit, mit digitalen Endgeräten im Kontakt mit den Lehrern zu bleiben, bedeutet gerade für den Instrumentalunterricht und unsere Schulkooperationen effektiveres Lernen mit mehr Freude.“

 

Michael Petermann, Direktor Akademie: „Ein modernes Musikstudium braucht neben dem klassischen Unterricht auch vielfältige Quellen. KON-Plugin ermöglicht unseren internationalen Studierenden im Handumdrehen rasche Feedbacks und Zugang zu relevanten Informationen.“

 

Die App ist cloudfähig und kann auf unterrichtsrelevante Materialien aus Hamburgs Bibliotheken, Museen und den online zur Verfügung stehenden Audiotheken und Notenarchiven zugreifen. Auch für Studierende aus dem Ausland ist das ein einfacher Weg, sich in neuer Umgebung schnell zurecht zu finden. Das Ganze funktioniert auf dem eigenen Smartphone oder Tablet.

 

Mit der Veröffentlichung in den App-Stores wird KON-Plugin weltweit mit integrierter Übersetzungsfunktion angeboten. Schülerinnen und Schüler, Studierende und Lehrkräfte vernetzen sich in einem geschützten Raum. Sie erleben neue Wege und Möglichkeiten des musikalischen Austauschs und voneinander Lernens. Jederzeit, an jedem Ort, in allen Sprachen.

 

Um digitale Zugänge zur Kultur zu schaffen führt die Behörde für Kultur und Medien zusammen mit den Kultureinrichtungen zahlreiche Projekte im Rahmen der „eCulture Agenda 2020“ durch. Diese reichen von freiem Zugang zum WLAN über Digitalisierung der kulturellen Angebote bis zu praktischen Projekten wie zum Beispiel KON-Plugin oder auch Angeboten wie die Kulturpunkte-App oder Speicherstadt digital.

 


Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

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