Neue Kommentare

Lydia zu 19. Lange Nacht der Museen in Hamburg. Meine Reise durch die Nacht: Durch die persönliche Darstellung ist der Artike...
Hans Maschek zu 19. Lange Nacht der Museen in Hamburg. Meine Reise durch die Nacht: Wunderbar atmosphärische Beschreibung. Ich habe ...
Matthijs van de Beek zu „Stan & Ollie”. Oder die schmerzliche Seite der Komik : Das klingt wunderbar und wird ganz sicher angesch...
Dr. Frank-Peter Hansen zu Die Wittgenstein-Dekomposition: Frank-Peter Hansens Antwort auf Martin A. Hainz...
NN zu Das Chimei – ein Museum für eine einmalige Privatsammlung in Taiwan: Lasst Euch nicht blenden! Es gibt nichts Gutes, a...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Hamburg: UNESCO sieht Welterbe durch Planungen am Klosterwall nicht betroffen

Drucken
Mittwoch, den 28. November 2018 um 13:50 Uhr
Im August 2018 hatten sich auf Einladung der Stadt zwei Expertinnen von ICOMOS International in Hamburg über die Planungen am Klosterwall informiert. Im Anschluss an diese Beratungsmission hat ICOMOS International dem Welterbezentrum der UNESCO den Entwurf eines Berichts vorgelegt. In Kenntnis dieses Entwurfs und auf der Grundlage aller zur Verfügung gestellten Informationen hat das Welterbezentrum nun mitgeteilt, dass das Welterbekomitee im Sommer 2019 nicht mit den Planungen befasst wird. Das bedeutet, dass der Abriss des City-Hofes aus der Sicht des Welterbezentrums der UNESCO nicht den Welterbestatus der Speicherstadt und des Kontorhausviertels gefährdet. Dies hat das Auswärtige Amt heute der Stadt mitgeteilt. Damit kann die Entwicklung des Quartiers am Klosterwall jetzt fortgesetzt werden.
 
In der Mitteilung des Auswärtigen Amtes heißt es: „Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass in Kenntnis des Entwurfs des Berichts zur Beratungsmission, der anerkennt, dass der City-Hof nicht zum OUV [Outstanding Universal Value / außergewöhnlicher universeller Wert] der Welterbestätte beiträgt, das Welterbezentrum der Auffassung ist, dass die Planungen keine negativen Auswirkungen auf den außergewöhnlichen universellen Wert der Stätte selbst haben.“
 
Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien: „Es ist gut, dass wir nun die Gewissheit haben, dass auch das Welterbezentrum der UNESCO durch die Planungen am Klosterwall keine negativen Auswirkungen auf das Welterbe sieht.“
 
Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen: „Mit der Entscheidung des Welterbezentrums können wir nun zügig die Entwicklung an dieser sensiblen Stelle der Innenstadt fortsetzen.“
 
Bereits vor der Eintragung von Speicherstadt und Kontorhausviertel in die Welterbeliste hat die Stadt Hamburg in den Nominierungsunterlagen und im Managementplan die Planungen am Klosterwall gegenüber UNESCO und damit auch ICOMOS International transparent dargelegt. Auch im Evaluierungsverfahren und der weiteren Kommunikation der Stadt mit UNESCO/ICOMOS International im Vorfeld der Eintragung wurde derzeit die mögliche Veränderung des innerhalb der Pufferzone gelegenen City-Hof-Areals angesprochen. Auch dass diese im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung dieses Bereichs eventuell mit Neubauten verbunden sein könnten. Bereits zum Zeitpunkt der Eintragung in die Welterbeliste waren also die anstehenden Planungen bekannt. Seit 2015, dem Jahr der Eintragung in die Welterbeliste, gibt es hierzu zudem einen intensiven Austausch mit der UNESCO/ICOMOS International.
 
Im März 2018 hatte die Stadt der UNESCO / ICOMOS International eine Beratungsmission angeboten, um Rückfragen zu den Plänen am Klosterwall vor Ort zu klären. Im April 2018 hat ICOMOS zunächst schriftliche Fragen gestellt, die die Stadt im Juni 2018 schriftlich beantwortet hat. Zudem hat die Stadt ICOMOS erneut zu einer Beratungsmission eingeladen. Die Zusage zu einer solchen Beratungsmission erreichte die Behörde für Kultur und Medien am 13. Juli 2018. In der Folge wurde für den 30. August 2018 zu der Beratungsmission eingeladen.
 
Da der City-Hof nicht Teil des Welterbes ist, ging es bei der „Advisory Mission“ nicht um die Frage, ob der City-Hof als Denkmal abgerissen werden darf oder nicht, sondern um die Frage, ob die Planungen Auswirkungen auf den außergewöhnlichen universellen Wert des Welterbes haben. Daher wurde unter anderem auch schon konkret das geplante Neubauprojekt in Bezug auf das Welterbe vorgestellt. In Absprache mit UNESCO/ICOMOS International wurden zudem für die Anhörung am 30 August, anders als bei vergleichbaren Missionen üblich, auch Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich bei der UNESCO und dem Auswärtigen Amt zu dem Thema gemeldet haben, sowie weitere unmittelbar betroffene Akteure eingeladen. Damit wurde der intensiven Debatte der letzten Jahre Rechnung getragen.
 
Die übersetzten Stellungnahmen der Vertreter der Zivilgesellschaft und der Fachbehörden wurden am 21. September 2018 ICOMOS übermittelt. In der Folge wurden auf Arbeitsebene im ständigen Austausch weitere Fragen beantwortet. Das UNESCO Welterbezentrum hat in der Folgezeit einen von ICOMOS verfassten Entwurf eines Berichts zur Beratungsmission zum Faktencheck und zur Kommentierung übersandt. Dieser Kommentarbitte ist vermittelt über das Auswärtige Amt nachgekommen worden. Am 6. November fand in Paris ein Gespräch zwischen dem UNESCO Welterbezentrum und dem Auswärtigen Amt im Beisein des Hamburger Welterbekoordinators statt, um die weiteren Verfahrensschritte zu klären.
 
Am 27. November 2018 hat das UNESCO Welterbezentrum in Kenntnis der zentralen Aussagen eines Entwurfs des Berichtes von ICOMOS International dem Auswärtigen Amt mitgeteilt, dass eine Beschäftigung des Welterbekomitees im Rahmen der Berichterstattung zur Erhaltung der Welterbestätten nicht notwendig sein wird.
 
Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Hamburg: UNESCO sieht Welterbe durch Planunge...

Mehr auf KulturPort.De

„Augmented- und Digital Realities“ – wie Städte und Institutionen mit „erweiterten Realitäten“ Touristen, Besucher und Cyber-Fans motivieren, ihre Orte zu besuchen.
 „Augmented- und Digital Realities“ – wie Städte und Institutionen mit „erweiterten Realitäten“ Touristen, Besucher und Cyber-Fans motivieren, ihre Orte zu besuchen.



Stadtmarketing darf die Augen nicht davor verschließen, dass digitale zeitgemäße Medien, erweiterte und virtuelle Realitäten, Echtzeit Kommunikation und schn [ ... ]



Melchior Palágyi: Der Gegensatz von Geist und Leben
 Melchior Palágyi: Der Gegensatz von Geist und Leben



Nicht viele Philosophen sind so gründlich vergessen wie der Ungar Melchior Palágyi (1859-1924). Wirklich berühmt war er nie, aber doch geschätzt von so hochk [ ... ]



Philipp Maintz: Thérèse
 Philipp Maintz: Thérèse



Was, wenn „Liebe“ nur ein freundliches Wort wäre für ihre eigene Unmöglichkeit? Nur ein Sammelbegriff für Sehnsüchte, die unerreichbar sind in einer Ge [ ... ]



19. Lange Nacht der Museen in Hamburg. Meine Reise durch die Nacht
 19. Lange Nacht der Museen in Hamburg. Meine Reise durch die Nacht



28.000 Besucher amüsierten sich in der Museumsnacht der Hansestadt, trotz Eurovisions-Contest. Überall in der City tobte das Leben. Ich war natürlich auch wie [ ... ]



Meine 19. Lange Nacht der Museen in Hamburg
 Meine 19. Lange Nacht der Museen in Hamburg



Die Terminänderung, die Lange Nacht der Museen in Hamburg in den Mai, anstatt in den April zu legen war eine gute Idee. Denn der Tag war schön, nicht kalt! – [ ... ]



Hamburger Theater Festival: „Heilig Abend“ – ein als Krimi getarntes philosophisches Werk
 Hamburger Theater Festival: „Heilig Abend“ – ein als Krimi getarntes philosophisches Werk



Packendes Kammerspiel mit zwei exzellenten Schauspielern, die nach dem Schlussapplaus strahlten wie nach einem gelungenen Coup: Sophie von Kessel und Michele Cuc [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.