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18. Filmplus Festival kürt die Gewinner der Schnitt Preise 2018

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Mittwoch, den 31. Oktober 2018 um 13:43 Uhr

In diesem Jahr erhielt den Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm, dotiert mit 7.500 Euro von der Film- und Medienstiftung NRW, Ingrid Koller für ihre herausragende Montageleistung an „Die beste aller Welten“. Die Jury, bestehend aus Sylke Enders (Regisseurin), Benjamin Kramme (Schauspieler), Jerzy Palacz (Kameramann), Heike Parplies (Filmeditorin) und Claudia Steffen (Produzentin) begründete ihre Entscheidung wie folgt:

 

„Die sensible und ausgewogene Montage dramatisiert nicht, sondern baut eine große Nähe zu den beiden Hauptfiguren auf und fokussiert in der abgründigen Suchtwelt ganz klar auf die Mutter-Sohn Geschichte. Die sichere, erfahrene Handschrift der Filmeditorin Ingrid Koller unterstützt den jungen Regisseur Adrian Goiginger, seine autobiographische Geschichte verdichtet und sehr berührend zu erzählen.“
 

Der mit ebenfalls 7.500 Euro von der Stiftung Kulturwerk der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst dotierte Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm wurde an Yana Höhnerbach vergeben für die Montage des Dokumentarfilms „Bruder Jakob“.
 

„Yana Höhnerbach gelingt es, aus vielschichtigem und durchaus inhomogenem Material eine dichte Erzählung zu weben, die um ein komplexes und zutiefst widersprüchliches Thema kreist. Der Film stellt dar, ohne der Versuchung zu erliegen, eine geschlossene Erklärung anzubieten. Er bedient sich einer offenen Form, die mehr mit mythischem Erzählen, als mit standardisiertem Erklärdokumentarismus gemein hat“, so die Jury um Melanie Andernach (Produzentin), Thorolf Lipp (Filmemacher), Susanna Salonen (Kamerafrau), Christof Schertenleib (Filmeditor) und Jenni Zylka (Filmjournalistin).
 

Über die Vergabe des Nachwuchspreises berieten die Jurys des Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm und des Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm gemeinsam. Sie zeichneten die Montageleistung von Johannes Klais und Florian Pawliczek am Kurzfilm „Fasse dich kurz!“ mit dem mit 2.500 Euro dotierten Tentacle Sync Förderpreis Schnitt, ermöglicht durch das Land NRW, mit folgender Begründung aus:
 

„Der ausgezeichnete Kurzfilm nimmt sich mit einem ruhigen, dokumentarischen Blick, assoziativen Interviews und der Inszenierung von Orten die Zeit, das Gestern, das Heute und vielleicht auch das Morgen nebeneinander zu stellen. Bewusst dekonstruiert er dabei konventionelle, ästhetische und diskursive Erwartungen, und zeigt eine andere Art von Wirklichkeit. 
 

Den Ehrenpreis Schnitt für sein Lebenswerk erhielt der Münchener Editor Norbert Herzner. Bereits am Freitagabend hielt „sein“ Regisseur Percy Adlon die Laudatio, ihr Film „Out of Rosenheim“ eröffnete in der neuen, 4k-restaurierten Fassung das diesjährige Filmplus Festival.
 

Filmplus präsentierte vier Tage lang vom 26. bis 29. Oktober 2018 insgesamt 15 nominierte Filme in den Kategorien Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilm, begleitet von intensiven Gesprächen mit den anwesenden nominierten Editor*innen. Etablierte Programmsektionen wie u.a. der diesjährige Themenschwerpunkt „Re.edited. Found Footage, Remake, Rohstoff“ wurden 2018 um neue Formate ergänzt. 
 

Die Filmplus Akademie bot schon vor dem offiziellen Festivalauftakt am Freitag ein ganztägiges, kompaktes Weiterbildungsangebot zu verschiedenen Montagethemen sowie eine Internationale Masterclass unter Leitung von Job ter Burg an. Ebenfalls erstmalig und unter Beteiligung von 32 Editor*innen aus 13 Ländern fand in diesem Jahr ein International Film Editors Forum statt, das den internationalen Austausch über berufspolitische und filmgestalterische Themen ermöglichte und zusammen mit dem Internationalen Panel und dem Gastlandabend den neuen International Day bildete.
 

Der siebte Gastland-Abend im Rahmen von Filmplus stand ganz im Zeichen Italiens. Zu Gast war mit Cristiano Travaglioli einer der bekanntesten Filmeditoren des Landes und Stammeditor von Italiens Starregisseur Paolo Sorrentino. Travaglioli diskutierte nach dem Screening von „Il Divo“ – seine erste Zusammenarbeit mit Sorrentino und 2008 mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – mit Mario Marrone, Geschäftsführer des italienischen Editorenverbandes Associazione Montaggio Cinematografico e Televisivo und Werner Busch (Filmplus).
 

Im Rahmen der Eröffnung wurde außerdem das vom Land Nordrhein-Westfalen neu eingerichtete Arbeitsstipendium für Filmemacher*innen an Filippa Bauer für die Entwicklung ihres dokumentarischen Projekts „Traumhäuser“ vergeben.
 

Gemeinsam mit zahlreichen geladenen Gästen, den Filmplus-Förderern, den Nominierten und Jurys sowie Ehrenpreisträger Norbert Herzner freuten sich die künstlerischen Leiter Kyra Scheurer und Dietmar Kraus über ein durchweg gelungenes Festival, das Branche und Kinopublikum mit einem vielseitigen Programm begeisterte:
 

„Mit der 18. Ausgabe von Filmplus haben wir die Aufmerksamkeit auch 2018 erfolgreich auf die Kunst der Filmmontage gelenkt. Besonders freuen wir uns über den Erfolg der neuen Programmpunkte: Die Filmplus Akademie und das International Film Editors Forum machen Filmplus nun noch nachhaltiger und internationaler. Wir hoffen, dem Festival 2019 wieder neue inhaltliche Impulse geben zu können und die starke Bindung an unsere Festivalcommunity und das Kölner Publikum weiter zu vertiefen.“
 

Die 19. Ausgabe des Filmplus Festival für Filmschnitt und Montagekunst findet vom 25.-28. Oktober 2019 statt.


Quelle: tricollage gUG

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