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„Mit dem Kopf durch die Wand“

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Dienstag, den 23. März 2010 um 13:13 Uhr
Die „Freunde der Kunsthalle e. V.“ widersprechen der geplanten Änderung des „Gesetzes über die Errichtung von Museumsstiftungen der Freien und Hansestadt Hamburg.

Seit 1923 begleiten und fördern wir auf vielfältige Art und mit großem Engagement ehrenamtlich „unser“ Museum, die Hamburger Kunsthalle.

Wir widersprechen…

1. dem Vorhaben der Kultursenatorin, durch einen von zehn auf fünf Mitglieder reduzierten Stiftungsrat die alleinige Herrschaft der Kulturbehörde zu installieren, ohne Transparenz nach außen und für die Betroffenen.
Dadurch wird nichts besser!

2. dem Vorhaben der Kultursenatorin, die Doppelspitze der Museen von der Genehmigung der Kulturbehörde abhängig zu machen. Die bisherige Arbeitsteilung zwischen Direktor und kaufmännischen Geschäftsführer hat
sich bewährt und ist eine Garantie für eine solide Museumsarbeit.

3. dem Vorhaben der Kultursenatorin, durch einen „2 Mio-Euro-Topf“ die Durchführung von Sonderausstellungen in den Museen von der Genehmigung einer von der Kulturbehörde eingesetzten Jury abhängig zu machen. Damit wird der Direktor des Museums im Kernbereich seiner Aufgabe massiv eingeschränkt und behindert. Er wird damit zum Bittsteller degradiert.

4. dem Vorhaben der Kultursenatorin, den Freundeskreisen im Stiftungsrat Sitz und Stimme zu rauben. Dies ist ein Affront gegenüber dem ehrenamtlichen Engagement der Freunde, deren Geld und Leistungen von der Kulturbehörde ständig eingefordert werden – Mitwirkungsmöglichkeiten werden jedoch willkürlich gekappt. Entscheidungen sollen ohne Öffentlichkeit allein in der Kulturbehörde getroffen werden.

Die Freunde der Kunsthalle beobachten diese Vorhaben mit tiefer Sorge.
Die Kulturbehörde hat bereits seit der Gründung der Stiftung Hamburger Kunsthalle ihre Mehrheit im Stiftungsrat genutzt, um Einfluss auf die Entwicklung des Hauses zu nehmen. In den vergangenen elf Jahren wurde die Kultursenatorin nicht ein einziges Mal überstimmt. Dies hat nicht verhindert, dass die Hamburger Kunsthalle erneut Kredite aufnehmen musste. Im Gegenteil resultiert deren derzeitige finanzielle Schieflage nicht zuletzt aus

Entscheidungen, die die Kulturbehörde selbst zu verantworten hat, etwa der nun dem Museum angelastete Versicherungsfall des Caspar David Friedrich Bildes „Nebelschwaden“: Hier wurde der vormalige Direktor beauftragt, die nach dem Verschwinden des Bildes gezahlte Versicherungssumme von 1,6 Mio. Euro zeitnah zum Ankauf neuer Bilder zu verwenden. Nach Wiederauftauchen des Werkes war diese Summe von der Kulturbehörde an die Versicherung zurückzuzahlen, und so werden heute, etliche Jahre später, Zuwendungen für das Jahr 2009 in dieser Höhe nicht ausgezahlt.
Vor diesem Hintergrund steht nicht zu erwarten, dass die finanzielle Situation der Kunsthalle sich als Unterabteilung einer Behörde verbessert, zumal diese bereits Großprojekte wie die Elbphilharmonie zu betreuen hat.

Die 18.000 Freunde der Kunsthalle appellieren daher an Senat und Bürgerschaft, der Änderung des Hamburgischen Stiftungsgesetzes nicht zuzustimmen.

Quelle: Freunde der Kunsthalle e.V.

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