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Tanz, Kunst, Film und Literatur: Die heute im Kölner Stadtgarten vergebenen Auszeichnungen des 9. Kölner Kulturpreises demonstrieren einmal mehr das anspruchsvolle wie vielfältige Angebot der Kultur in Köln. Zum „Kulturereignis des Jahres 2017“ wurde von der Öffentlichkeit das Kinderfilmfestival „Cinepänz“ gewählt, das „Auftakt Festival“ mit Lesungen von Nachwuchsautoren überzeugte die Jury des Kulturpreises als beste „Junge Initiative“. Sie ernannte zudem Hanna Koller, Tanzkuratorin der Bühnen der Stadt Köln, zur „Kulturmanagerin des Jahres 2017“ und kürte die Sammlerin und Mäzenin Anna Friebe-Reininghaus mit dem Ehrenpreis. Der Kölner Kulturrat vergibt den Kölner Kulturpreis seit 2010.

Für das Kulturereignis des Jahres 2017 nominierte die Jury aus Vorschlägen von Experten und der Bevölkerung zehn Kandidaten, aus denen die Leser des Kölner Stadt-Anzeigers und der Kölnischen Rundschau ihren Favoriten wählen konnten. Die meisten Stimmen erhielt das Kinderfilmfestival „Cinepänz“, das 2018 bereits zum 29. Mal stattfand, es folgten die beiden erfolgreichen Ausstellungen „Pas de Deux“ im Museum Kolumba und „Eintauchen ins Bild“ im Museum Ludwig. Die Gewinner der beiden Vorjahre konnten nicht teilnehmen. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro stiftet in diesem Jahr das „Quartier am Hafen“. 

Für den 2016 erstmals verliehenen Preis für "Junge Initiativen" ernannte die Jury des Kulturpreises unter drei nominierten Kandidaten das „Auftakt Festival für szenische Lesungen“ zum Sieger. Die Initiatoren „Land in Sicht“, eine Gruppe von Autorinnen und Autoren sowie Studentinnen und Studenten an der Universität Köln, und die NRW-weite Theater-Initiative „Cheers for Fears“ überzeugten die Jury mit der unkonventionellen Umsetzung, der künstlerischen Vielfalt, der Vernetzung mit anderen Partnern und der Gewinnung einer jungen Zielgruppe für die Literatur. Neben dem Auftakt Festival waren „Raum 13“ und die „Lichtspiele Kalk“ nominiert. Der Preis geht an Initiativen, Personen und Projekträume, die sich um die Förderung, Präsentation und Vernetzung junger Kulturschaffender verdient gemacht haben. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert, die die DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH stiftet. 

Als Kulturmanagerin des Jahres 2017 würdigt die Jury des Kölner Kulturpreises Hanna Koller für ihr großes Engagement, mit dem sie dem Tanz an den Kölner Bühnen wieder einen festen Platz zurückerobert hat. Die Jury zeigte sich bei Ihrer Entscheidung beeindruckt von den hervorragenden Spielplänen und den bedeutenden Gastauftritten internationaler Kompanien. Gewürdigt werden die vielschichtigen Kooperationen, die von Hanna Koller initiiert werden, und in hohem Maße die Tatsache, dass die Kuratorin dem Tanz in Köln auch mit einem beschränkten Budget wieder eine angemessene Bühne gegeben hat. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert, gestiftet von der ifp Personalberatung Managementdiagnostik.

Zum achten Mal verleiht die Jury des Kölner Kulturpreises einen Ehrenpreis. Damit sollen Personen oder Einrichtungen gewürdigt werden, die der Kölner Kultur bedeutende Impulse gegeben haben. Die Auszeichnung geht in diesem Jahr an Anna Friebe-Reininghaus. Die Sammlerin und Mäzenin, die im vergangenen Jahr das Bundesverdienstkreuz erhielt, habe der Stadt durch die Stiftung hochwertiger Kunst einen unermesslichen Dienst erwiesen, so die Begründung. Beispiele sind die umfangreichen Sammlungen von Sigmar Polke und Blinky Palermo, die an das Museum Ludwig gingen.

Zur Jury des Kölner Kulturpreises gehören in diesem Jahr der Vorsitzende des Kulturrats NRW Gerhart Baum, die ehemalige Generalsekretärin der Kunststiftung NRW Regina Wyrwoll, die Leiterin des Literaturhauses Köln Bettina Fischer, die Kulturjournalisten Martin Oehlen und Hartmut Wilmes, Jörg Krauthäuser von „facts and fiction“, der Intendant des Bonner Kunstmuseums Prof. Dr. Stephan Berg sowie der Sprecher des Kölner Kulturrats Dr. Hermann Hollmann.

Quelle: Kölner Kulturrat e.V.

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