Neue Kommentare

Rafael Gunnarsson zu „Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé: Zeit, Bild und KulturPort sind sich alle einig? D...
Cornelie Müller-Gödecke zu 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch: Danke für diesen Artikel!
Und Danke für...

Herby Neubacher zu Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher: Mal auf die Website des Hutmachers geguckt? 500 E...
Hedi Schulitz zu Thomas Mann Preis 2018 für Mircea Cărtărescu: Was für ein wirklich gut geschriebener Artikel! ...
Martinš zu 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch: Vielen Dank furr den tollen Artikels. das ist fue...

News-Port

„Orgelbau und Orgelmusik“ als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit ausgezeichnet

Drucken
Sonntag, den 16. September 2018 um 17:39 Uhr
Deutschland ist eines der weltweit wichtigsten Länder für die Entwicklung des Orgelbaus und der Orgelmusik. 400 handwerkliche Orgelbaubetriebe mit etwa 2.800 Mitarbeitenden, 180 Auszubildenden sowie 3.500 hauptamtlichen und zehntausenden ehrenamtlichen Organistinnen und Organisten prägen das Handwerk und die Kunst des Orgelbaus und der Orgelmusik hierzulande. Im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin erhielten heute Vertreterinnen und Vertreter von Orgelbauern und Orgelmusikern die UNESCO-Urkunde zur Auszeichnung als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit. Der Zwischenstaatliche UNESCO-Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe hatte die Kulturform im Dezember 2017 im südkoreanischen Jeju in die UNESCO-Liste aufgenommen.

In ihrem Grußwort betonte die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Maria Böhmer aus diesem Anlass: „Orgelbau und Orgelspiel haben in Deutschland eine große, über Generationen gepflegte und weltweit beachtete Tradition. Viele deutsche Orgelbaubetriebe bauen in Kirchen und Konzerthäusern der ganzen Welt mit großem Können wunderbare Orgeln. Aber die Orgel ist ein kosmopolitisches Instrument. Orgelbau und Orgelspiel sind in vielen Ländern zu Hause.“

Die Orgel, der Orgelbau und die Orgelmusik wurden vor mehr als 2.000 Jahren im hellenistischen Ägypten erfunden und gelangten über Byzanz nach Europa, wo sie seit der Karolingischen Renaissance als Kulturgut bis in die Gegenwart weiterentwickelt wurden. Seit dem Mittelalter werden Orgeln aus Europa, wo die meisten Orgeln gebaut werden, in viele Länder weltweit exportiert.

„Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich die Begeisterung für den Orgelbau und das Orgelspiel durch die Anerkennung der UNESCO auf noch viel mehr Menschen überträgt. In der Musik und im Handwerk wurde immer schon über Grenzen hinweg gearbeitet und gedacht. Daher hoffe ich auch, dass in einigen Jahren hinter dem Eintrag „Orgelbau und Orgelmusik“ auf der UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit neben Deutschland noch weitere Länder stehen“, so Böhmer weiter.

Im Orgelbau verbinden sich Wissen im nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Natur und traditionelles Handwerk mit innovativer Technik einer jeweiligen Epoche. Seit dem Mittelalter ist Orgelmusik auch Teil der kirchlichen Liturgie. Sie hat viele Komponisten, wie Bach, Liszt oder Mendelssohn-Bartholdy in Deutschland und darüber hinaus inspiriert.

Die UNESCO-Urkunde wurde heute im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin durch die Beauftragte für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Irmgard Maria Fellner, dem Bund Deutscher Orgelbaumeister (BDO), der Gesellschaft der Orgelfreunde e.V. (GdO), der Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands (VOD) und dem Bundesinnungsverband für das Musikinstrumenten-Handwerk überreicht.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > „Orgelbau und Orgelmusik“ als Immateriell...

Mehr auf KulturPort.De

einfach gut. Design aus Dänemark
 einfach gut. Design aus Dänemark



Design aus Dänemark genießt einen sehr guten Ruf. Den Fragen „warum“ und „was ist einfach und deswegen gut“, geht das Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen  [ ... ]



Der Chor der Hamburgischen Staatsoper: Gute Stücke, gute Arbeit
 Der Chor der Hamburgischen Staatsoper: Gute Stücke, gute Arbeit



Ob Bach, Mozart, Verdi, Wagner, Schumann oder Ruzicka, das Spektrum der Aufgaben erscheint unermesslich und verlangt höchste Flexibilität: Der Chor der Hamburg [ ... ]



Das Bauhaus und seine Frauen. Die Avantgarde war auch weiblich
 Das Bauhaus und seine Frauen. Die Avantgarde war auch weiblich



Walter Gropius, Josef Albers, Lászlo Moholy-Nagy oder Wassily Kandinsky und Ludwig Mies van der Rohe gelten heute als Ikonen des modernen Designs und der Kunst  [ ... ]



Jasper Frederik: Beautiful
 Jasper Frederik: Beautiful



Er ist ein Mysterium – keinerlei Angaben wer sich hinter dem Pseudonym Jasper Frederik verbirgt. Nur so viel lässt sich, trotz intensiver Recherche herausfind [ ... ]



Weihnachtszeit – Messezeit
 Weihnachtszeit – Messezeit



Was, schon wieder Weihnachten? Jedes Jahr das gleiche Erstaunen, der innere Kalender will mit dem äußeren einfach nicht zusammenpassen. Doch wenn mit einem Sch [ ... ]



„Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé
 „Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé



Höchste tänzerische Disziplin explodiert unvermittelt in einem mitreißenden anarchistischen Rausch aus Begierde, Schmerz, Geltungssucht, Gewalt, Trance, schwi [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.