Neue Kommentare

Herby Neubacher zu Es läuft und läuft und läuft: 15 Jahre „Heiße Ecke“ im Schmidt's Tivoli: Rund 42000 Kondome, 25 000 Würstchen, 16800 Wasc...
Patrick Dissinger zu „Foxtrot”. Samuel Moaz und das Konzept des Zufalls: Ein exzellenter, sehr kluger Film. Danke für den...
erlenmeier zu Historische Tankstellen – auf Spurensuche in Hamburg : Ich arbeite seit vielen Jahren beim Forum geschic...
Bartholomay zu Berliner Mauer 57. Jahrestag: Gedenkfeier ? Um von ihren Taten gegen die ehemal...
Herby Neubacher zu Eindringlicher Holocaust-Roman von Affinity Konar: „Mischling“ – keine leichte, aber lohnende Lektüre: Das hat uns jetzt eigentlich noch gefehlt - Erinn...

News-Port

Elbkulturfonds vergibt 500.000 Euro an Projekte der Freien Szene in Hamburg

Drucken
Donnerstag, den 06. September 2018 um 09:50 Uhr

Aus Mitteln der Kultur- und Tourismustaxe fördert die Behörde für Kultur und Medien bereits im siebten Jahr Projekte von freien Künstlerinnen und Künstlern in Hamburg mit 500.000 Euro. Eine unabhängige Jury, bestehend aus Fachleuten der Kulturszene, bewertete die Anträge nach den Förderkriterien Innovation, Vielseitigkeit und überregionale Strahlkraft und hat sich jetzt für acht Projekte entschieden. Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf feministisch ausgerichteten Projekten und geförderten Künstlerinnen.

 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Elbkulturfonds hat sich zu einem bedeutenden Fördermittel für die Freie Szene in Hamburg entwickelt. Die Vielschichtigkeit der neu ausgewählten Projekte spiegelt die Vielfalt der künstlerischen Auseinandersetzung in Hamburg wieder. Die geförderten Projekte wagen sich einfallsreich an mutige Themen, die gesellschaftspolitisch relevant sind. Sie reflektieren künstlerisch und kritisch das Verhältnis von Mensch und Digitalisierung, Fragen der Geschlechtergerechtigkeit oder untersuchen die Stadt als öffentlichen und transkulturellen Raum in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“ 


Elbkulturfonds Hamburg

Die Projekte weisen auch in diesem Jahr ein hohes Maß an Originalität in der künstlerischen Vision auf. Gefördert werden mit Mitteln des Elbkulturfonds 2019 Projekte aus den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst, Literatur und dem interkulturellen Bereich. Mit „REVOLUTIONARY SOUK – EIN IMMERSIVES REENACTMENT“ wird eine viertägige Performance gefördert, die den Verlauf der gescheiterten syrischen Revolution rekonstruiert. Die transkulturelle Auseinandersetzung spielt auch beim Jugendfestival „FORMATION***NOW NOW STAY WOKE“ eine wichtige Rolle: Hier wird der Jugendkulturszene eine reale Plattform geboten, Rassismus und Diskriminierung künstlerisch zu verhandeln. Mit „THE GREAT REPORT: A CHOREO-LOGISTIC CONSTELLATION“ wird eine Performance gefördert, die sich mit der Choreographie von globalisierten Algorithmen auseinandersetzt. In „EIN KOMPLEXES ERBE: ECHOS AUS DEM KOLONIALARCHIV (AT)“ wird das (post)koloniale Erbe von Hamburg aufgearbeitet. Mit dem geförderten Projekt „DIE WELT ZUM TEILEN“ wird anhand von diversen Kunstinstallationen auf dem Heiligengeistfeld die Stadtentwicklung hinterfragt. Das ebenfalls auf St. Pauli geplante Projekt “ONE/ONE – CLUB OF LOVE. PERFORMANCES, TALKS & LIEBE FÜR FRAUEN AUF ST. PAULI“ ist eine partizipative Performance zum Thema weibliches Begehren. Die geförderte Performance „DIGIFEM! QUEERFEMINISTISCHE POSITIONEN ZUR ÜBERWINDUNG DES DIGITALEN STEINZEITALTERS“ nimmt eine queerfeministische Perspektive auf digitale Medien ein und versucht die Männerdomäne Technik zu durchbrechen. Im Bereich Literatur wird mit „ERSTER FIXPOETRY LYRIKPREIS (NUR FÜR FRAUEN)“ ein Literaturpreis gefördert, der sich ausschließlich an Lyrikerinnen richtet.

 

Zur Jury gehörten in diesem Jahr Felix Bayer (Kulturredakteur bei Spiegel Online), Prof. Kerstin Hof (Professorin für Kunst und Gesellschaft, Schwerpunkt Poesie, MSH Medical School Hamburg,), Prof. Dr. Florian Matzner (Akad. d. Bildenden Künste, München, Kunstwissenschaftler und Ausstellungsmacher), Barbara Riecke (Dramaturgin, Künstlerische Leitung, Hamburg), Prof. Susanne Vincenz (Dramaturgin, Gastprofessorin MA Choreographie am HZT, Berlin).

 

Folgende Projekte werden aus Mitteln des Elbkulturfonds 2019 gefördert:

 

One/One – Club of Love. Performances, Talks & Liebe für Frauen auf St. Pauli

Antragstellerin: Sibylle Peters

Fördersumme: 88.020 Euro

 

Welt in Teilen

Antragstellerin: Kunstverein St. Pauli, Franziska Nast

Fördersumme: 85.000 Euro

 

Digifem! Querfeministische Positionen zur Überwindung des digitalen Steinzeitalters

Antragstellerin: Leyla Yenirce

Fördersumme: 76.620 Euro

 

THE GREAT REPORT: A Choreo-Logistic Constellation

Antragsteller: Moritz Frischkorn

Fördersumme: 66.000 Euro

 

Erster Fixpoetry Lyrikpreis (nur für Frauen)

Antragsteller: Fixpoetry- wir reden über Literatur, Julietta Fix-Bähre

Fördersumme: 62.840 Euro

 

REVOLUTIONARY SOUK – EIN IMMERSIVES REENACTMENT

Antragsteller: Rabea Alsayed

Fördersumme: 52.620 Euro

 

Formation***NOW - NOW Stay Woke

Antragstellerin: Lukulele e.V, Mable Preach

Fördersumme: 40.000 Euro

 

Ein komplexes Erbe: Echos aus dem Kolonialarchiv (AT)

Antragsteller: UHH Forschungsstelle Hamburgs (post)koloniales Erbe (Prof. Dr. Zimmerer)

Fördersumme: 28.900 Euro
 

 

Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Elbkulturfonds vergibt 500.000 Euro an Projek...

Mehr auf KulturPort.De

„Doing the Document“: Die Welt durch die Kameralinse
 „Doing the Document“: Die Welt durch die Kameralinse



Von Diane Arbus über Walker Evans und August Sander bis zu Piet Zwart: Über 200 Werke der bekanntesten Fotograf*innen des 20. Jahrhunderts sind dank einer Sche [ ... ]



„Carte Blache“ in der Galerie Hengevoss-Dürkop
 „Carte Blache“ in der Galerie Hengevoss-Dürkop



Wann bekommt man schon mal eine Carte Blache – zumal von einer Galeristin? Doch Kerstin Hengevoss-Dürkop hatte volles Vertrauen zu dem belgischen Künstler Va [ ... ]



Die Stunde der Matrosen – Kiel und die deutsche Revolution 1918
 Die Stunde der Matrosen – Kiel und die deutsche Revolution 1918



Zehn Tage dauerte der Aufstand. Gemeint ist der Matrosenaufstand in Kiel. Der Aufstand brach Ende Oktober 1918 auf den Schiffen der Hochseeflotte vor Wilhelmshav [ ... ]



Es läuft und läuft und läuft: 15 Jahre „Heiße Ecke“ im Schmidt's Tivoli
 Es läuft und läuft und läuft: 15 Jahre „Heiße Ecke“ im Schmidt's Tivoli



Von solchen Zahlen kann man nicht einmal träumen. Rund 42000 Kondome, 25 000 Würstchen, 16800 Waschmaschinenladungen und 12600 Bierdosen wurden in sage und sch [ ... ]



Ludwig und Benyamin Nuss: Songs & Ballads
 Ludwig und Benyamin Nuss: Songs & Ballads



Zwei Instrumente, zwei Musiker – Vater und Sohn – ein Duo-Debüt-Album mit Liedern und Balladen. Zwei die sich verstehen und sich offensichtlich mit musikali [ ... ]



„Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm”. Dialektik für Genießer
 „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm”. Dialektik für Genießer



In „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm” schildert Regisseur Joachim A. Lang die Querelen um jenes nie gedrehte Leinwand-Epos, während er es zugleich [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.